Lebenszeichen | Juli 2016

In den letzten Tagen dachte ich mir häufiger, ich könnte mal ein Update schreiben. Darüber, was so alles in den letzten Wochen passiert ist.
Dann öffnete ich eben das WordPress Backend und fand einen dämlichen Kommentar unter meinem uralten Artikel über meine Zähne und meinen Zahnarzt, der mittlerweile übrigens nicht mehr mein Zahnarzt ist, aber auch das ist noch eine ganz andere Geschichte. So empfahl jedenfalls der Kommentar, ich solle Metformin nehmen, dann wär ich auch ganz schnell schwanger.

Und mir schwand die Lust zu schreiben, denn auch wenn ich mittlerweile Metformin nehme, ist der Knackpunkt der ganzen Geschichte weiterhin, dass mein Mann praktisch keine Spermien produziert. Aber, liebe selbsternannte “ich war dann nach 2 Monaten schwanger” Expertin: Dann brauchen wir ja keine ICSIs mehr! Yay! (Geh einfach, bitte, danke.)

Es ist einfach verdammt anstrengend, das immer und immer wieder sagen zu müssen, weil irgendwelche besserwisserischen Dummbrummseln sich keine Mühe geben und ihr gefährliches Halbwissen im Netz verbreiten. Ich hoffe, ich habe es jetzt geschafft, die Kommentare wieder ordentlich zu deaktivieren. Das hält ja kein Mensch aus.
Und dann habe ich beschlossen, das Kinderwahn-Update und “Gekauft, gekriegt, geliebt” in gesonderte Artikel zu packen, sonst werdet Ihr heute nicht mehr fertig mit dem lesen 😉

|Geknipst|

Seitdem ich hauptberuflich auch wirklich wirklich viel fotografiere, gibt es jetzt ziemlich viel zu gucken für Euch – und für mich die Herausforderung, die Bilder herauszusuchen, die meiner Meinung nach am besten sind.
Kürzlich habe ich also einmal die komplette Reihe der Mr. Write (Now) Eye Pencils fotografiert. Ich verstehe auch immer nicht so wirklich, warum Marken wie The Balm nicht bessere Produktbilder zur Verfügung stellen. Aber gut für mich – ich habe immer riesigen Spaß daran, ganze Produktreihen zu fotografieren. Da wir aber mit sämtlichen Abbildungen auf 18 Bilder kämen, zeige ich Euch nur eins der Promo-Bilder die ich geschossen habe, sowie eine Auswahl der Produktbilder, die ich für Shades of Pink gemacht habe.
Teaser_MrWriteNow_04

TheBalm_MrWriteNow_0Group TheBalm_MrWriteNow_Scott_Closed TheBalm_MrWriteNow_Scott

|Gehört|

“Sie haben das Gehör einer 16jährigen” sagte mein Ohrenarzt vor einigen Wochen zu mir. Yay. Dass ich (leider) sehr empfindliche Ohren habe, war mir auch so klar. Es war Anfang April, kurz vor meinem Geburtstag. Sonntags wurde mir plötzlich komisch. Ich hatte die Dusche geputzt und dabei war mir Wasser ins Ohr gelaufen – diese Dusche zu putzen ohne selber dabei nass zu werden ist meiner Meinung nach unmöglich, daher putze ich die Dusche immer nackt, hahaha, Nacktputzen, hahaha.
Danach wurde mir schwindelig und ich hatte ein summendes Brummen im Ohr. Ich hatte mich das gesamte Wochenende schon gestresst, wegen einer dämlichen Mail einer noch dämlicheren Person, aber:

I am not at war with anyone.

Nun habe ich ab und zu mal einen Tinnitus, der geht jedoch eigentlich immer recht schnell wieder weg, und so ging ich ins Bett und dachte mir, das geht schon wieder weg. Montag wachte ich auf und das Brummen war schlimmer geworden. Ich rief meinen Ohrenarzt an, bei dem ich offensichtlich vor einigen Jahren schonmal war, auch wenn ich mich nicht mehr erinnern kann, warum. Ich durfte sofort vorbeikommen, bekam einen Hörtest verpasst und ein Medikament namens Pentoxifyllin und wurde mit dem Hinweis: Nicht stressen! nach Hause geschickt.

Hörsturz, so lernte ich, ist eine Diagnose, die man nicht wirklich stellen kann, bis man alles andere ausgeschlossen hat. Ich ging nach Hause, nahm eine der Tabletten, und etwa eine Stunde später krabbelte ich wie eine besoffene Ameise über den Fußboden zum Telefon, nachdem ich mich vor lauter Schwindel auf die Couch hatte fallen lassen. Wie ich auch lernte, ist das eine typische Nebenwirkung dieses Medikaments. Ich kann’s nicht empfehlen.
Mittlerweile ist der Hörsturz wieder abgedüst, ein bisschen wie Luzi, das Biest das im Regen kam. Der Checkup nach einigen Wochen ergab, dass mein Gehör wiederhergestellt war. Ich nahm dies zum Anlass, im Mai mal wieder auf ein Konzert zu gehen – ohne Ohrenschutz natürlich. Da ich weiterhin klaustrophobisch bin und nicht gedenke, das zu ändern, kann ich ja nur sehr selten irgendwo hingehen, aber meine Begeisterung für die meisten Künstler hält sich ja ohnehin in Grenzen, daher verpasse ich wohl auch nicht so viel. Eine der Locations, in der ich problemlos Konzerte besuchen kann, ist jedenfalls das Docks am Spielbudenplatz. Ähnelt zwar eher einer Sauna, aber oben auf der Empore gibt es genügend Abtrennungen, so dass ich ganz gut klarkomme.

Also sahen wir eine Liveshow der Postmodern Jukebox und hatten eine Menge Spaß.

Und, der Vollständigkeit halber, noch mein Mantra. I am not at war with anyone.

|Getan|

Gewartet, getrunken, gefeiert. Nach Trier gefahren, nach Berlin gefahren, gefreut, ein Wochenende mal nirgendwo hinzufahren. Spargel bei Christophs Eltern gegessen, ein neues Tattoo stechen lassen, eine Putzfrau gesucht und hoffentlich gefunden, gearbeitet. Gewartet. Gezahlt. Gewartet.

|Gegessen|

Spargel, Hotelfrühstücke und Koreanisch in Berlin. Jetzt hab ich Hunger.

Hotelfrühstück im Mercure Porta Nigra TrierSeoul Kwan Schöneberg

Alles was ich so an Essen poste, ob selbstgekocht oder auswärts, findet Ihr natürlich weiterhin unter dem Hashtag #Knitterfood auf Instagram.

|Gedacht|

Ich hasse dieses “Carpe Diem, lebe jeden Tag als wäre es Dein letzter” Gedöns. Weil’s so abgedroschen klingt. Und weil es so viel leichter ist, zu verdrängen, dass nicht viel dazu gehört und plötzlich fangen die Menschen um einen herum an zu sterben. Und wir reden nicht von Christophs Oma, die sich trotz hohen Alters immer noch ganz schön wacker hält, sondern von Menschen unserer Generation. Menschen, die kurz vor ihrem 40. Geburtstag einfach die Biege machen und mich, uns, uns alle mit einem unverständigen Kopfschütteln zurücklassen.

Tschüß, Jens. Schwimm nich so weit raus und: danke.

|Gelernt|

Im Rahmen eines Akquisegesprächs erfuhr ich von Photoclaim – und nachdem ich mittels des Tools Plaghunter mal geschaut hatte, was eigentlich so mit von mir erstellten Produktfotos (und Katzenfotos, srsly?!) abgeht was Bilderklau angeht, hatte ich genug und bin nun Klientin bei Photoclaim. Es ist wirklich unfassbar, in welchem Umfang Bilder einfach geklaut werden – und kommerziell genutzt.

Screenshot 2016-07-04 12.27.27
Links ist immer das Originalbild, das ich zur Prüfung hochgeladen habe, und rechts die 1:1 geklaute Abbildung in dem daneben aufgeführten Shop. Da ich ja nun die Überwachung und Abmahnung abgegeben habe, habe ich mich entschlossen, meinen Testaccount bei Plaghunter nicht in einen bezahlten Account zu überführen, aber ich denke, für überschaubare Bildmengen wären auch 19 Euro monatlich für den Basis-Account durchaus gut angelegtes Geld.

Man kann es natürlich auch gern scheiße finden, dass ich sofort per Anwalt abmahnen lasse, und die Gebühren, die durch solche Verfahren entstehen, für maßlos überhöht halten.
Ich jedoch weiß, wieviel Zeit es kostet, die Mengen an Bildern, die ich so produziere, dauerhaft überwachen zu lassen – wenn ich das mit meinem Stundensatz multipliziere, wird’s auch nicht viel billiger.

|Geärgert|

Ich versuche mich weniger zu ärgern. Es ist ja nicht so, als gäbe es nicht jede Menge Dinge, über die ich mich ärgern könnte. Zum Beispiel, dass die neuen Nachbarn gegenüber ständig auf Ihrem Balkon hocken und labern. Mindestens zu zweit, gern aber auch mal zu sechst oder acht. Rauchen und labern. Blablablabla. Aber: es könnte schlimmer sein. Also versuche ich, mich nicht zu ärgern.

Ich habe eine Putzfrau gesucht, auch wenn mir klar war, dass es wieder einmal kein leichtes Unterfangen wird. Denn, wie man so weiß, wollen “die Guten” selten offiziell arbeiten und ich bin nicht bereit, jemanden schwarz zu beschäftigen. Wir brauchen aber dringend Hilfe im Haushalt, weil wir beide einfach nicht die wenige Zeit, die wir gemeinsam haben, mit putzen verbringen wollen. Nun suchte ich jemanden, der auch in der Lage ist, zu arbeiten während ich hier bin und arbeite. Eine Bewerberin war offensichtlich der Meinung, dass das total daneben war, sagte unter anderem Dinge wie “und was putzt Du dann noch?” oder  “also 3 Stunden braucht man hier ja mindestens. Eher mehr. Ihr habt ja so viel Kram rumstehen” und diverse andere charmante Äußerungen.
Und das, nachdem ich bereits im Gespräch vorher eine Kandidatin getroffen hatte, die heute zum Probearbeiten hier ist (und von der ich hoffe, dass sie bleibt!).

|Gewünscht|

Ein Ergometer und ein Baby, und ein, zwei mehr Foto-Kunden. Komische Kombination? Mag sein. Jedoch habe ich das Gefühl, dass ich mich etwas mehr bewegen möchte, aber ich sehe nicht, dass ich mich dafür vor die Tür bewegen möchte. Was ich will, ist Nachmittags in der Lage sein, mich mit einer Serienfolge aufs Rad zu schwingen oder auch mal eine Skype-Konferenz auf dem Rad zu machen und nicht ständig am Schreibtisch zu hocken.
Daher auch die Foto-Kunden. Beim Fotografieren bin ich einfach mehr in Bewegung – zusätzlich zu der Tatsache, dass fotografieren mir einfach unfassbar viel Spaß macht.
Allerdings bin ich in Akquise irgendwie etwas challenged – dafür muss ich mir langfristig mal was ausdenken.

| Gewechselt | Geschockt | Geatmet |

Tadaaaa. Nun kommen wir zum Kinderwunsch-Update-Kram. Für die Hälfte der werten Leserschaft vermutlich der Grund, warum sie hier sind 😉

Und der Artikel, weil ziemlich lang, ist hier zu finden.

|Gefreut|

Auch wenn viele mir nicht zustimmen werden: Ich freue mich unfassbar über diesen “schlechten” Sommer. Ich habe zwar mittlerweile eine Klimaanlage im Büro stehen, aber Hitze ist einfach grundsätzlich nicht so mein Ding, egal ob ich arbeiten muss oder nicht.
Und: Janine und ich haben ein ziemlich cooles Projekt mit Shades of Pink an den Start gebracht:

Menstruationstassen.

Was daran cool ist? Vieles. Müllvermeidung. Keine Chemikalien an der Schleimhaut. Oder, mein persönliches Lieblingsargument: 12. Stunden. Tragezeit. Jup, richtig. Morgens rein, Abends ausleeren, ausspülen, wieder rein, schlafen. Kein ständiges daran-denken-müssen, wann ich das letzte Mal meinen Tampon gewechselt habe, ob ich ihn nochmal wechseln muss bevor ich irgendwo hinfahre, all das fällt weg.
Meine persönliche Favoritin ist übrigens die Lunette, aber es gibt sehr sehr viele Hersteller, Formen und Farben. Und wir haben sie mittlerweile fast alle bei Shades of Pink und bieten per E-Mail eine ausführliche Beratung an, damit jeder menstruierende Mensch die passende Tasse findet – denn so eine kleine Silikontasse hat je nach Hersteller und Pflege eine Lebensdauer von 5 bis 10 Jahren und länger, da sollte sie ja auch passen.

MenstruationstassenBanner_01

Ich bin megastolz darauf, an diesem Projekt mitgewirkt zu haben – denn eine komplett neue Produktkategorie in einen Shop zu bekommen, ist viel Arbeit. Hersteller und Distributoren anschreiben, Einkaufspreise erfragen, Bilder anfordern, Produktbeschreibungen erstellen, allgemeine Informationen und Infografiken erstellen, und und und. Ich habe sogar eine eigene Infoseite zusammengestellt, derzeit sind dort nur Größenvergleiche der ersten 3 Marken, die wir im Sortiment hatten, zu sehen, aber auf Dauer soll es ein richtiges Vergleichstool geben, mit dem Länge, Durchmesser und Festigkeit verglichen werden können!

Neugierig geworden? Dann ab zu Shades of Pink und beraten lassen – und mit dem Code KNITTERTASSE bekommt Ihr sogar 15% Rabatt auf Menstruationstassen und Zubehör!

| Gekauft  |  Gekramt  |  Geliebt |

Findet Ihr hier.

So viel für heute. Und Ihr so?
Ja, die Kommentare sind aus. Schreibt mir auf Facebook – oder auf Twitter, wenn Ihr Euch traut 😉

* Affiliate-Link
*** Beim Schlammcatchen gegen Janine gewonnen

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