Zurück zu uns...

Zurück zu uns...

Unterm Strich gibt es eine Sache, die nicht nur psychisch kranke Menschen, sondern auch gesunde Menschen zu einer Priorität machen sollten:

Die schönen Momente und Dinge im Leben zu erkennen, wertzuschätzen und zu guten, kraftvollen Erinnerungen zu machen.

Es ist ganz klar so, dass in schlimmen Phasen des Lebens kein Sinn dafür herrscht. Man ist total fokussiert...auf die Schwierigkeiten, die Probleme, die Verletzungen, die Ungerechtigkeiten etc. und je mehr man darum kreist, je mehr Raum gibt man all dem.


Als psychisch kranker Mensch gibt es keinen Ausweg, wenn man in einem richtigen Tief ist.
Aber oft spürt man, dass so eine Phase sich den Weg bahnen möchte und es ist wichtig, das zu erkennen. Sich selbst reflektieren. Einen Moment innehalten und sich fragen "Was passiert gerade mit mir?".
Und wenn ich feststelle, dass ich gerade wieder auf ein Tief zusteuere, kann ich versuchen, dem entgegenzuwirken.
Es wird nicht immer klappen, aber es ist die Aufgabe jedes einzelnen, sich selber kennenzulernen und sich selber einzuschätzen. Schlechte Tage und schwierige Zeiten hat jeder, diese kann man aber einfacher machen.
Schwere depressive Phasen hingegegen, lassen sich nicht beeinflussen.

Aber gehen wir mal davon aus, dass es sich nicht um eine schwere depressive Phase handelt, sondern um eine Verstimmung.

Ich kann mich in diese Verstimmung fallen lassen. Mich darin suhlen, dass immer alles so schwierig ist und immer nur mir solche Dinge passieren. Ich kann sie so richtig auskosten und mich darin wohlfühlen.

Dazu muss ich nicht psychisch krank sein, das erlebt wirklich jeder Mensch!

Das mag auch mal seine Berechtigung haben, aber letztlich raubt es mehr Energie, als es gibt.


Den inneren Schweinehund, nennen wir ihn mal "Adelheid", dann zu überwinden und sich nicht mit ihm gemeinsam zu suhlen, erscheint erstmal als ein Kraftakt. Ist er bestimmt auch...aber überleg doch mal, was Dir in diesem Moment einen richtig guten Energieschub geben könnte!
Ein gutes Buch? Ein Spaziergang im Wald? Eine Runde Schwimmen? Eine Tasse Kaffee? Ein Stück Torte? Dein Lieblingslied auf maximaler Lautstärke? Ein Bad in duftendem Badeschaum?

Es sind oft ganz kleine Dinge, die uns wieder zu uns zurückbringen. Doch diese müssen wir uns auch bewusst machen!

Beim Spaziergang einfach mal innehalten, den Wind auf der Haut spüren: wie fühlt er sich an, was löst das bei mir aus? Das Vogelgezwitscher und die Geräusche des Waldes: werde ich davon ruhig? Entspannt?
Der Anblick der Sonnenstrahlen, wie sie durch die Baumkronen fallen und durch die Blätter tanzen: ist das Balsam für meine Seele?

Seelenmomente nenne ich solche Momente. Es sind Momente, die ganz tief in einem etwas auslösen. Die Ruhe schenken. Die Kraft geben, die die Batterie aufladen und Probleme mal für einen Moment klein erscheinen lassen.

Wir brauchen solche Momente. Täglich! Wir müssen lernen, sie in den Alltag einzubinden. Sie zu unseren Momenten zu machen und sie uns zu gönnen, egal, was um uns herum gerade tobt.

Geht nicht? Zu viel zu tun? Ausreden. Nichts als Ausreden. Wenn wir sorgsam mit uns umgehen wollen, uns ernst und wichtig nehmen wollen, dann müssen wir dafür Freiräume schaffen.

Es müssen keine 2 Stunden am Stück sein. Es reichen 5-10 Minuten am Stück, in denen der Trubel der Welt vor der Tür bleiben muss, damit man mit sich selber und seinen p o s i t i v e n Empfindungen mal alleine ist.

Das mag vielleicht sogar beängstigen, aber es ist ein Lernprozess, in dem ich mich auch noch immer befinde, der dauerhaft etwas Gutes für einen schafft. Adelheid hat nämlich oft viel zu viel Macht über uns...

Seelenmomente führen uns vor Augen, dass das Leben wertvoll, besonders und schön ist, auch wenn alles um uns herum es nicht zu sein scheint...



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