Wenn sie mich aus dem Nichts überrascht

Wenn sie mich aus dem Nichts überrascht

Eben war noch alles in Ordnung. Mein Cappuccino hat geschmeckt, ich habe meinem Hund beim Toben zugesehen und darüber gelacht.

Und dann überrascht sie mich aus dem Nichts. Sie, die Panikattacke. Eine meiner größten Feinde.


Ich schaffe das nicht! Die Schwärze holt mich ein, umhüllt mich, hält mich fest in ihren Klauen. Ich kann nicht atmen, ich kann nicht reagieren, ich kann das nicht aushalten! Die Klauen schliessen sich immer fester um mich...

Einatmen...

Ausatmen...

Die Luft kommt gefühlt gar nicht erst in meinen Lungen an. Es ist, als würde jemand meinen Brustkorb von aussen zusammendrücken und ihn zerquetschen. 

Wie lange kann ich das aushalten? 

Ich möchte weinen, schreien, atmen!

Kein Laut dringt aus meinem Mund. Innerlich explodiert alles, alles stürzt ein, brennt, lodert, zerstört mich. 

Wieso hört das nicht auf?


Alles in mir schmerzt, der Schmerz ist so stark...mir wird schwarz vor Augen und ich spüre, wie die Tränen in mir brennen.
Meine Finger krampfen sich ineinander, ich spüre sie nicht mehr. 

Mein Körper gehört nicht mehr zu mir, er ist fremd. Er ist ein Inferno, das mich von innen verschlingt. Wieso zerfalle ich nicht endlich? Dann hört es endlich auf!

Die Schwärze umgibt meine Sinne, entfacht auf der einen Seite unerträgliche Schmerzen, auf der anderen Seite komplette Gefühllosigkeit.

Ich kämpfe nicht mehr dagegen an, das macht es nur noch schlimmer. Ich halte einfach durch. Einfach aus. Irgendwie.

Gefühlt vergehen Stunden, warum hilft mir denn keiner?  

In der Realität sind vielleicht 15 Minuten vergangen.

Alles in mir liegt in Schutt und Asche. Innerlich kauere ich mittendrin und weine mir die Seele aus dem Leib. Ich bin leer. Vollkommen erschöpft.
Ich hasse mich. Diesen Zustand. Ich bin am Ende. Das halte ich nicht nochmal aus...wieso hört das nicht endlich auf?!

Mein Gegenüber plappert weiter auf mich ein. Hat nichts mitbekommen. Nach aussen ist mein zerberstendes Innenleben nicht gedrungen. Über Jahre habe ich gelernt das Schauspiel aufrecht zu erhalten. 

Keine Träne bahnt sich den Weg. Jede Emotion bleibt in mir verschlossen. 

Innerlich bin ich gerade gestorben. Zu über hundert Mal in diesem Monat. Weit über tausende Mal in den letzten Jahren...



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