Zur Britzer Baumblüte in Berlin

Wir haben sie beide beinahe täglich gesehen, im Vorbeifahren vom Oberdeck eines Busses der Linie M46 aus, der uns zum Bahnhof Südkreuz bzw. weiter in die Innenstadt brachte:
Die 58. Britzer Baumblüte .....
Zur Britzer Baumblüte in BerlinZur Britzer Baumblüte in Berlin
..... und die Blütenpracht der Zierkirschen in den Vorgärten der (vermutlich) Sozialwohnungen (der Hufeisensiedlung) in der Parchimer Allee, unmittelbar vor dem Veranstaltungsgelände:

Zur Britzer Baumblüte in Berlin

Blühende Zierkirschen in der Parchimer Allee in Berlin, aufgenommen durch eine etwas verschmutzte bzw. zerkratze Busscheibe.

Perfekter hätte unsere Reise nach Berlin kaum verlaufen können: Ziemlich mildes Frühlingswetter mit nur ganz wenigen Regenstunden, eine preiswerte, schöne und ruhige Ferienwohnung in einem Einfamilienhaus in (für Reisezwecke) "traumhafter Lage".
Erstklassige Einkaufsmöglichkeiten (Reichelt/Edeka und Penny sogar bis 22 h geöffnet, sowie ein Aldi-Markt) gibt es sozusagen "vor der Haustür". Die Bushaltestellen der Linien M46 (quer durch die Stadt bis zum Bahnhof Zoo!) sowie 171 (bis U-Bahnhof Hermannplatz) in unmittelbarer Nähe haben es uns ermöglicht, mit nur einmaligem Umsteigen jedes Ziel in der Innenstadt zu erreichen.
Natürlich war unser Aufenthalt (vom Montag, 16.04.2012 - Donnerstag, 26.04.2012) viel zu kurz, um auch nur von den interessantesten Sehenswürdigkeiten alles anschauen zu können.
Anlass unserer Reise war die Ausstellung "Panorama" zum 80. Geburtstag des Malers Gerhard Richter (Homepage) in der Neuen Nationalgalerie am Kulturforum (hier ein Video darüber; Abbildungen einiger Gemälde z. B. dort).
Nicht gesehen haben wir z. B. die große Tulpenschau im Britzer Garten (mehr darüber z. B. auch auf den Webseiten Catwins, Loomes Weblog -Thomas Moser- oder Konniebritzs Berlinblog). Oder die "Gärten der Welt" in Berlin-Marzahn (auch die Webseite Grün-Berlin.de bietet hier eine - leider nur englischsprachige - Info).
Aber die Frühlingsblumen blühten überall in der Stadt; unter anderem im Garten der Liebermann-Villa am Wannsee und im botanischen Garten in Berlin-Dahlem, wo uns aber vorzugsweise der ausgedehnte Komplex der Pflanzenschauhäuser interessierte.
Ansonsten waren Museumsbesuche angesagt:
  • Alte Nationalgalerie auf der Museumsinsel. Diese enthält und sammelt die Kunst des 19. Jahrhunderts. Aktuell war dort der "18. Oktober 1977" ausgestellt, der aus 15 Bildern bestehende RAF-Zyklus von Gerhard Richter ausgestellt (mehr über dieses Werk z. B. hier oder bei SPON). Und schließlich wurde im Erdgeschoss noch die Ausstellung " '... den alten Fritz, der im Volke lebt'. Das Bild Friedrichs des Großen bei Adolph Menzel" gezeigt (Besprechungen z. B. im Kulturradio des Rundfunk Berlin Brandenburg und im Museumsjournal; Gemälde von Adolph von Menzel auf dieser Webseite der Uni München).
  • Gemäldegalerie mit Kunstwerken vom 13. - 18. Jahrhundert. Standort: Kulturforum Nähe Potsdamer Platz.
  • Der ehemalige Hamburger Bahnhof (nahe bei dem hochmodernen Hauptbahnhof gelegen) beherbergt jetzt das Museum für Gegenwart (ab ca. 1970). Besonders beeindruckt hat mich dort die große Sammlung mit Werken von Joseph Beuys.
  • Ins Kupferstichkabinett sind wir gegangen, um die Ausstellung "Am Rande der Vernunft. Bilderzyklen der Aufklärungszeit" zu besichtigen (hier eine kurze Besprechung im Tagesspiegel; dort eine Abbildung). (Die hat mich auch deshalb interessiert, weil ich vor einigen Jahren das Buch "Cagliostro" aus der Reihe "Dokumente zu Aufklärung und Okkultismus" des Beck-Verlages gelesen hatte.)
  • Neue Nationalgalerie (am Kulturforum). Die dort gesammelten Werke aus dem Zeitraum ca. 1900 ("Klassische Moderne") - 1970 waren wegen der Richter-Ausstellung wohl großenteils ins Depot gewandert. Ein immer noch beachtlicher Teil war aber im Untergeschoss zu sehen; dazu die Ausstellung "Der geteilte Himmel" über die unterschiedlichen Wege der Kunst im geteilten Deutschland (Rezensionen z. B. im Tagesspiegel - dort auch eine Fotostrecke -, auf FAZ.net, in der ZEIT oder bei der WELT).
  • Die Sammlung Scherf-Gerstenberg, gegenüber vom Charlottenburger Schloss untergebracht, enthält Werke der Surrealisten und ihrer Vorläufer, darunter insbesondere einen Raum mit den Kupferstichen der "Carceri d'invenzione" des Italieners Giovanni Battista Piranesi, denen wir teilweise schon in der Ausstellung im Kupferstichkabinett begegnet waren.
Man erwartet es kaum in einer  Weltstadt wie Berlin, aber alle Menschen, mit denen wir - flüchtig - zu tun hatten, waren freundlich; nicht zuletzt auch die Verkäufer.
Man könnte das auf das viele Grün zurückführen, von dem Berlin durchsetzt ist wie wohl keine andere Millionenstadt der Welt (allein der Tiergarten im Herzen der Stadt umfasst eine Fläche von ca. 2 km²; daneben gibt es auch in recht zentralen Lagen zahlreiche Laubenpiepierkolonien - vulgo Schrebergärten -, und zahlreiche Straßen werden  von Bäumen gesäumt).
Ich dagegen halte dafür, dass die gute Laune der Berliner jenen zahlreichen Starbuck-Cafés zuzuschreiben ist :-), in welchen auch wir uns häufig erholt und gestärkt haben. Dieses hier an den Hackeschen Höfen
Zur Britzer Baumblüte in Berlinbietet seinen Gästen im 1. Stock sogar eine ganze gefüllte Bücherwand zur Lektüre an. Ich habe mich dort anhand der Biographie "Der Prinz von Homburg" von Herbert Rosendorfer über die Schlacht von Fehrbellin informiert.


Allerdings sind nicht alle Berliner friedlich und freundlich: Just um die Ecke von unserer Ferienwohnung wurde wenige Tage vor unserer Ankunft vor der Rudower Str. 51 der junge Burak B. mit einer Schusswaffe um die Ecke gebracht
Zur Britzer Baumblüte in Berlinund zwei weitere Personen schwer verletzt.
Darüber, was wir im Einzelnen in Berlin gesehen haben, hoffe ich noch einige weitere Blotts zu erstellen. Unter meinen dort aufgenommenen weit über tausend Fotos hoffe ich doch einige zu finden, welche ich meinem anspruchsvollen Publikum zu präsentieren werde wagen dürfen ;-).
Textstand vom 28.04.2012. Fotos können durch Anklicken vergrößert werden.

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