Zum kaiserlichen Thron

Vorige Woche traf ich mich mit meiner Schwester, meinem Schwager und meinem Vater, der aus beruflichen Gründen in Wien war, zum Essen. Mein Vater wollte unbedingt zum kaiserlichen Thron im Hofmobiliendepot gehen. Bis dahin kannte ich dieses Lokal ehrlich gesagt nicht und als ich hörte, es sei ein Chinese war ich anfangs etwas skeptisch, da ich sofort an rote Lampions, goldene Drachen, Acht Schätze und an Glutamat denken musste. Aber ich wurde eines Besseren belehrt!

Die eher nüchterne, absolut nicht verkitschte Atmosphäre des Lokals hat mir besonders gut gefallen, da man so nicht von dem üblichen Chinakitsch erschlagen wird und sich so wirklich auf das Essen konzentrieren kann.

Mein Vater teilte sich mit meiner Schwester eines der vielen Menüs für 2 Personen, da beide gerne Fisch mögen, haben sie sich für das Fischmenü entschieden (den genauen Namen weiß ich leider nicht mehr). Ich hatte  keinen allzu großen Hunger und entschied mich deshalb für die gemischten Teigtäschchen: 2 Teigtaschen und 2 Germteigtaschen mit Schweinefleisch gefüllt und 2 Frühlingsrollen. Mein Schwager hatte getrocknetes Rindfleisch mit 5 Gewürzen und auch wenn es anfänglich etwas trocken aussah, so war es geschmacklich absolut nicht staubtrocken – ich muss gestehen ich habe typisch Frau halt von den anderen Tellern immer wieder probiert, da alles sehr lecker aussah :) – ja ich hatte keinen großen Hunger :), aber mein Vater und mein Schwager sind sowas schon gewöhnt!

Auch die Weinliebhaber unter euch werden in diesem Lokal nicht enttäuscht werden – nein ich rede nicht von Pflaumenwein – getreu dem Motto zu einem guten Essen gehört ein gutes Glas Wein, wird man hier im Gegensatz zu den meisten Chinalokalen fündig.

Wer auf der Sucher nach außergewöhnlicher chinesischer Küche ist, wird hier sicher fündig werden. Die Preise sind zwar etwas gehobener, aber jeden einzelnen Euro wert.

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Das Licht war leider nicht das Beste, daher lässt die Qualität der Bilder etwas zu wünschen übrig. Ich konnte/durfte leider nicht jeden Gang fotografieren – da wohl mein Handy sonst im Weinglas von meinem Vater gelandet wäre (Väter…).