Zucchini im Aquavidsud, Bread & Butter Pickles und eingelegte grüne Bohnen – Das kleine feine Einmachbuch von Stephanie Kosten [Rezension]

Die große Erntesaison im heimischen Garten neigt sich so langsam dem Ende zu – höchste Zeit also noch alles zu verarbeiten und für die kalten Tage haltbar zu machen. Perfektes Timing Euch meinen Zuwachs im Kochbuchregal vorzustellen – Das kleine feine Einmachbuch von meiner Bloggerkollegin und Foodblogger Saisonkalendergründerin Stephanie Kosten. Viele von Euch werden Sie bereits durch ihren Blog Kleiner Kuriositätenladen kennen.

Zucchini im Aquavidsud, Bread & Butter Pickles und eingelegte grüne Bohnen – Das kleine feine Einmachbuch von Stephanie Kosten [Rezension]

Durch den großen Garten in meiner alten Heimat wird mein kleines Lebkuchennest jedes Jahr regelmäßig mit leckeren Gemüse- und Obstsorten überschwemmt. Oft viel zu viel, um alles direkt zu verarbeiten und zu essen. Darum bin ich großer Fan von prall gefüllten Vorratsregalen mit selbst eingekochten und eingelegten Gläsern voller Köstlichkeiten. Viele der Rezepte die ich hierbei verwende, stammen noch von meiner Großmutter und retten mich jedes Jahr aufs Neue. Doch als echte Einmachfee bin ich natürlich immer wieder neugierig auf neue Tipps und Tricks rund um den guten alten Wecktopf.

Zucchini im Dill-Aquavidsud

Rezept für 4 Gläser je 500ml

1 kg Zucchini 1 Knoblauchzehe 1 EL schwarze Pfefferkörner 1 EL gelbe Senfsamen 1 EL Korianderkörner 4 EL fein gehackter Dill  450g Weißweinessig 400g Wasser 250g Zucker 20g Salz 50g Aquavit
Zucchini im Aquavidsud, Bread & Butter Pickles und eingelegte grüne Bohnen – Das kleine feine Einmachbuch von Stephanie Kosten [Rezension]
1) Die Zucchini müsst Ihr waschen, die Enden entfernen und sie anschließend in dünne Scheiben oder kleine Würfel schneiden – schichtet sie danach in sterile Gläser. 2) Verteilt dabei auch gleich die Gewürze und den fein gehackten Knoblauch auf alle 4 Gläser.  3) Für den Sud gebt Ihr Wasser, Weißweinessig, Zucker und Salz in einen Topf und lasst alles köcheln bis sich der Zucker komplett aufgelöst hat – erst dann kommt auch das Aquavit dazu.  4) Sobald der Sud abgekühlt ist, könnt Ihr die Gläser damit befüllen und sie anschließend verschlossen bei 90°C in einem großen Topf mit Wasser [die Gläser sollten nicht vom Wasser bedeckt sein – sondern nur bis zu zwei Drittel darin stehen] für 30 Minuten einkochen.

Ein Grund mehr, warum mich das kleine feine Einmachbuch sofort verzaubert hat. Mein persönliches Highlight, neben der Fülle an Rezepten, ist die Gliederung durch die vier Jahreszeiten, aber auch ganzjährigen Einkochmethoden und die Masse an kleinen helfenden Informationen. Schon die Innenseiten der Buchdeckel wurden genutzt um eine kleine saisonale Übersicht aller heimischer Obstsorten, essbarer Blüten und natürlich Gemüsesorten anzulegen. Und als kleines Tüpfelchen auf dem i finden sich bei jeder Zubereitungsanleitung noch kleine Icons, die Euch den richtigen Reifegrad Eurer Ernte oder auch die Einkochzeit und Portionsgröße verraten. Damit es nicht zu kompliziert wird, findet Ihr schon in der Einleitung tolle Übersichten zur benötigten Grundausstattung in der Einkochküche und natürlich den verschiedenen Methoden des Haltbarmachens.

Grüne Bohnen

Rezept für 2 Gläser mit je 800ml

1kg grüne Bohnen 1kg Wasser 10g Salz 4 Zweige Bohnenkraut
Zucchini im Aquavidsud, Bread & Butter Pickles und eingelegte grüne Bohnen – Das kleine feine Einmachbuch von Stephanie Kosten [Rezension]
1) Das Wasser lasst Ihr zusammen mit dem Salz einmal aufkochen und danach direkt wieder abkühlen. 2) Während Ihr darauf wartet, könnt Ihr die Zeit nutzen und die Böhnchen schon mal auf Ihr Bad vorbereiten – wascht und putzt das Gemüse, um es entweder im Ganzen zu lassen oder in mundgerechte Stückchen zu schnibbeln. 3) Jetzt können die Bohnen schon mal zusammen mit dem Bohnenkraut auf die Gläser verteilt werden –  füllt das ausgekühlte Salzwasser hinein und verschließt die Gläser fest mit ihren Deckeln. 4) Jetzt wird alles für mindestens 2 Stunden bei 100°C eingekocht. 5) Dann kommt der spannende Teil – lasst die Gläser anschließend abkühlen, um sie zwei Tage später erneut für 2 Stunden, bei 100°C einzukochen [der zweite Einkochdurchgang ist wichtig, damit sich kein giftiges Botulinumtoxin bilden kann].

Man spürt die Leidenschaft der Autorin in jeder einzelnen Seite des Buches – was unweigerlich dafür gesorgt hat, dass ich das Buch seit dem ersten Mal aufschlagen, nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ich habe es seitdem wirklich jeden Tag immer wieder in den Händen, um hier nochmal etwas nachzuschlagen und dort nochmal die Arbeitsschritte zu analysieren. Aber keine Angst, das Buch ist nicht nur etwas für eingefleischte Einkochnerds wie mich – auch Anfänger finden damit einen sicheren Einstieg in die Welt der heimischen Fermentation, des Einkochens, Dörren und Einlegens.

Bread & Butter Pickles

Rezept für 6 Gläser mit je 350ml

1kg Einlegegurken 6 Gewürznelken 12 Pimentkörner 12 Wachholderbeeren 3 TL gelbe Senfkörner 3 Zwiebeln 450g Weißweinessig 450g Wasser 250g Weißwein 400g Honig 30g Salz
Zucchini im Aquavidsud, Bread & Butter Pickles und eingelegte grüne Bohnen – Das kleine feine Einmachbuch von Stephanie Kosten [Rezension]
1) Schält zunächst die Zwiebel und schneidet sie in Streifen – anschließend könnt Ihr sie zusammen mit den Gewürzen auf die Gläser verteilen.  2) Jetzt sind die Gurken dran, wascht sie gründlich und schneidet sie entweder in dünne Scheiben oder lasst sie, wenn Ihr es knackiger mögt im Ganzen [ich habe beide Varianten ausprobiert und die ganzen Gurken waren der Favorit]. 3) Verteilt auch die Gurken auf die sterilen Gläser – packt dabei so viele wie möglich hinein.  4) Jetzt ist der Sud an der Reihe – gebt alle flüssigen Komponenten mit dem Honig und Salz in einen Topf, um alles aufzukochen, bis sich der Honig aufgelöst hat.  5) Sobald der Sud abgekühlt ist, könnt Ihr ihn auf die Gläser verteilen und diese wieder fest verschlossen bei 90°C für 20 Minuten einkochen. 

Doch natürlich bin ich immer noch neugierig – wie sieht es bei Euch in Sachen Vorratshaltung und selbst haltbar machen aus? Verratet mir doch Eure liebsten Varianten aus der heimischen Speisekammer. Hinterlasst einfach unten einen Kommentar und wir können unsere Tipps und Tricks rund um den Einkochtopf austauschen. Allen die jetzt mit dem Einkochfieber infiziert wurden, wünsche ich viel Spaß dabei loszulegen. Bleibt mir nur zu sagen: an die Thermometer, fertig, los!

Vielen Dank an Dorling Kindersley für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.


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