Zoff bei der Sonova

Zoff bei der Sonova

Andy Rhis war ein Patron alter Schule, ob Doktor Ing. oder Putzfrau, er verstand sich mit allen. Für ihn zählten an erster Stelle die Menschen. Er hat sie für seine Vision begeistert und seine Mitarbeiter fühlten sich als Familie. Zusammen mit seinem Bruder und Beda Diethelm, dem Techniker und Tüftler, hat er die Phonak (heute Sonova) zu einem der besten Hörgerätehersteller der Welt gemacht. Andy verstand sein Business wie kein zweiter und hatte das Gespür, immer wieder gute Mitstreiter um sich zu scharen. Bis vor ein paar Jahren. Als das Dreierteam der Pioniere auseinander brach und Andy sich auf den Posten des Verwaltungsrates zurückzog, kam eine neue Generation ans Ruder. Mit Valentin Chapero  hielten deutsche Manager Einzug. Das alte Kader wurde kaltgestellt. Viele kompetente und engagierte Mitarbeiter verließen die Firma und aus der Phonak Familie wurde ein ganz gewöhnliches Unternehmen.

Anstelle der Menschen nahm nun das Wachstum die erste Stelle ein. Der Aktienkurs war die Größe, nach der sich alles zu richten hatte. Optionsprogramme bestimmten das Handeln der Manager, auf Teufel komm raus wurden Firmen akquiriert. Manch einer, der keine Powerpoint-Präsentation mit Hockeystick-Kurven zeigen konnte, befand sich unversehens auf dem Abstellgleis. Das veränderte die Kultur. In dieses Umfeld traten auch Menschen, die der ehemalige Personalchef Andy Malär wohl nie angestellt hätte.

Jetzt scheint auch noch die Gier Einzug gehalten zu haben. Anstatt sich in Anbetracht eines schlechten Geschäftsjahres ins Zeug zu legen, machten die Manager Kasse. Doch noch gilt die Unschuldsvermutung. Vielleicht ist es tatsächlich so, dass keiner gemerkt hat, wie schlecht die Geschäfte liefen. Weder der famose Finanzchef Oliver Walker, noch sein Chef Valentin, und schon gar nicht der Verwaltungsrat. Allerdings wäre das nicht unbedingt ein gutes Zeugnis für die Herren. Man kann es wenden wie man will: Entweder haben sie wissentlich beschissen, und damit die anderen Aktionäre verarscht und den Ruf der Firma geschädigt, oder sie hatten keine Ahnung von ihrem Geschäft.

Quo vadis Sonova? Mit diesem Skandal ist die ehemalige Phonak wohl endgültig zu einer stinknormalen Firma geworden und hat ihren Nimbus verloren. Und da muss man sich fragen, ob unter diesen Umständen die immer noch sehr hohe Börsenbewertung gerechtfertigt ist.

Trotzdem wünsche ich der Sonova, dass sie es schafft, alle faulen Eier aus dem Nest zu werfen und wieder zu dem zu werden, was sie früher war: eine außergewöhnliche Firma, in meinen Augen sogar eine Traumfirma.

Andy, Valentin und all die anderen, was ist nur aus euch geworden? (Dir, Olli, habe ich jedoch schon immer alles zugetraut ;-) Euer Traumperlentaucher

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