Zero Waste – Produktdesign aus Kiefernadeln

Zero Waste Produktdesign, das Waldbrände verhindert? Ja, das gibt es, nämlich indem aus Kiefernadeln schöne Alltagsgegenstände werden. In Indien sind trockene Kiefernadeln immer wieder die Ursache von Waldbränden, doch glücklicherweise haben jetzt Designer das Naturmaterial für sich entdeckt.

Die Neuentdeckung der Kiefernadel

Im Norden Indiens gibt es etwa 40.000 Quadratkilometer Kiefernwald. Dort vertrocknen riesige Mengen Kiefernadeln auf den Waldböden und lösen häufig Brände aus. Der junge Designer Gaurav MK Wali aus Rajasthan entdeckte die Nadeln als vielseitiges Naturmaterial für Zero Waste-Produktdesign, als er nach Lösungen für die Waldbrandgefahr suchte.

In seinem „Cheer Project“ arbeitete Wali mit den Fasern der Nadeln und erforschte ihr Potenzial als plastikfreien Grundstoff für nachhaltige Produkte und Circular Design. Mithilfe von natürlichen Wachsen und Bindemitteln macht er ein biologisches und kompostierbares Material aus den Nadeln. Dieses verarbeitet er zu Schüsseln, Vasen oder Untersetzern. Die Gegenstände sind wasserfest, nicht brennbar und natürlich recyclingfähig. Mit pflanzenbasierten Farben bekommen sie zudem schöne Rot- und Brauntöne.

Nachhaltige Materialien: Design aus Kiefernadeln Untersetzer aus Naturmaterialien Zero Waste Design: Vasen aus Naturmaterialien

Der gesamte Herstellungsprozess verursacht keinerlei Emissionen oder Abfälle. Außerdem gibt er den Menschen vor Ort die Möglichkeit, mit einem nachhaltigen Handwerk Geld zu verdienen, und mit einem Material zu arbeiten, das im Überfluss anfällt. “Das fertige Konzept basiert auf der Verbindung von lokalem Handwerk und der nachhaltigen Nutzung eines neuen Materials, das von Natur aus im Überfluss vorhanden ist – der Neuentdeckung der Kiefernadel“, erklärt Gaurav MK Wali.

Von der Baumwolle zur „Waldwolle“

Auch in der EU sind Kiefernadeln in großen Mengen verfügbar. Hier fallen Milliarden davon als Abfallprodukt bei der Holzproduktion an. Die lettische Designerin Tamara Orjola hat in den Fasern eine tolle Alternative zu Baumwolle oder Kokosfasern gefunden. Bei der Verarbeitung der Nadeln nutzt sie bewährte Methoden wie Trocknen, Pressen, Einweichen, Dämpfen oder Kardieren. Aufwendige neue Methoden sind also nicht nötig. Passenderweise nennt Orjola ihr Projekt “Forest Wool”.

Zero Waste - Möbeldesign aus Kiefernadeln - Hocker von Designerin Tamara Orjola

Zero Waste - Produktdesign aus Kiefernadeln: Materialforschung von Tamara Orjola

Aus der „Waldwolle“ stellt die Designerin Papier, Textilien, Teppiche und elegante Hocker her, die weder verschraubt noch verklebt werden müssen. Ihr Ansatz zeigt auch, wie Zero Waste-Produktdesign Ressourcen schont. Denn die Nadeln machen etwa 20-30 Prozent einer Kiefer aus. Wenn wir also den gesamten Baum sinnvoll nutzen, sparen wir an anderer Stelle Holz und müssen so insgesamt weniger wertvolle Bäume fällen.


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