Zehn Dinge, die wir lieber nicht getan hätten

[Rezension]Zehn Dinge, die wir lieber nicht getan hätten

Erscheinungstermin: 08. Oktober 2012

Autorin: Sara Mlynowski

Verlag: Heyne fliegt

Preis: 8,99 € (Taschenbuch), 7,99 € (eBook)

Seiten: 480

ISBN: 978-3-453-31423-8

Originaltitel: Ten Things we did (and probably shouldn’t have): (Hardcover, Paperback, eBook)

Reiheninfo: Einzelband


 

Bewertung

[Rezension]Zehn Dinge, die wir lieber nicht getan hätten

 

Inhalt

Aprils Welt steht Kopf. Nach der Scheidung ist ihre Mutter nach Paris gezogen und ihr Vater ist neu verheiratet. Und jetzt soll April auch noch ihre Heimatstadt hinter sich lassen, um mit ihrem Vater und deren Frau einen Neuanfang zu starten? Da spielt April nicht mit. Denn eigentlich ist sie mit ihrem Leben vollkommen zufrieden. Sie bringt gute Noten mit nach Hause, hat die besten Freundinnen der Welt und dazu noch den tollsten festen Freund, den man sich nur wünschen kann. Auf keinen Fall will sie all das aufgeben.
Da kommt ihr der rettende Vorschlag ihrer Freundin Vi nur zu Gute. Warum nicht einfach bei Vi einziehen, das restliche Schuljahr an der gewohnten Schule verbringen, dem eigenen Vater aber verschweigen, dass die Mutter der Freundin die gesamte Zeit über beruflich verreist sein wird? Gesagt getan, wird Vis Plan in die Tat umgesetzt.

 

Meinung

Wenn ich ehrlich bin habe ich vor dem Lesen keine allzu hohen Erwartungen an das Buch gehabt. Nach dem Lesen des Klappentexts habe ich vermutet, dass die Geschichte sicher ein nettes Buch für zwischendurch ist, aber mich nicht in solchen Maßen fesseln könnte, wie es manch andere Jugendbücher in letzter Zeit oft geschafft haben. Es hat sich allerdings herausgestellt, dass ‘Zehn Dinge, die wir lieber nicht getan hätten’ nicht nur eine seichte Lektüre ohne wenig Anspruch für zwischendurch ist.

Sarah Mlynowski hat sich für ihre Geschichte sehr viel einfallen lassen, um den verschiedensten Wünschen von Lesern gerecht werden zu können. Zwei Jugendliche, die noch zur Schule gehen und ganz allein, ohne eine erwachsene Aufsicht, wohnen. Welcher Jugendliche hat sich noch nicht gewünscht, nicht mehr unter den Fittichen der Eltern zu stehen, sondern sein Leben in vollen Zügen zu genießen? Man stelle sich das einmal vor; man kann ins Bett gehen, wann man möchte. Keiner kümmert sich darum, ob man sich gesund ernährt oder nicht doch zum Abendbrot eine Tüte Chips verdrückt. Kein Erwachsener ist da, der eine Predigt halten könnte, warum es wichtig ist, Haushaltsmittel zu kaufen, anstatt das Geld für Freizeitgegenstände oder aber Süßigkeiten auszugeben. Dieser Handlungsstrang, die Zeit, in der April und Vi auf sich allein gestellt sind und mit den Problemen des Alltags umzugehen lernen, bietet spritzige Unterhaltung. Es kommt selten vor, dass ich beim Lesen eines angeblich humorvollen Buchs auch wirklich lachen kann. Doch Sarah Mlynowski hat es tatsächlich geschafft, dass ich mich nicht nur ein Mal auf 480 Seiten köstlich amüsiert habe. Es ist einfach nur herrlich Aprils Gedankengänge über ihr neues, vor allem freies, Leben zu verfolgen.

‘Zehn Dinge, die wir lieber nicht getan hätten’ hat aber noch einiges mehr zu bieten. Neben dem unterhaltenden Faktor der Geschichte, schreckt die Autorin nicht davor zurück, auch die Schattenseiten eines Teenagerdaseins oder aber ‘typische’ Teenieprobleme anzusprechen. Sehr oft habe ich mir bei Geschichten schon gewünscht, dass der Autor / die Autorin Dinge in puncto Sexualleben beim Namen nennt. Im 21. Jahrhundert gehört Sex zum Leben eines Teenagers dazu, nur habe ich das Gefühl, dass das manche Autoren / Autorinnen noch nicht begriffen haben und das Thema wenn überhaupt nur sehr schwammig mit einbeziehen. Nicht aber Sarah Mlynowski. Sie spricht das Thema Sex, das erste Mal und die erste große Liebe genau im richtigen Maße an, dass sich diese Handlungsstränge perfekt in den Rest der Geschichte einfügen.
Die Autorin behandelt diese Themen sehr gewissenhaft und liebevoll und setzt sich sehr ausführlich mit diesem Teil eines Teenagerlebens auseinander.

Auch Fans von großen Gefühlen kommen bei ‘Zehn Dinge, die wir lieber nicht getan hätten’ voll und ganz auf ihre Kosten. Damit meine ich nicht nur romantische Gefühle, die April für einen ganz bestimmen Jungen hegt. Auch die Beziehung von Freunden und wie sich diese von heute auf morgen verändern können, spielt in der Geschichte immer wieder eine große Rolle. Genauso das Thema Familie fließt immer wieder in die Handlung ein.
Zu der sehr erfrischenden Handlung gesellt sich ein unheimlich moderner Schreibstil, der aber nicht zu abgehakt oder abgedroschen wirkt. Er passt wie die Faust aufs Auge zur gesamten Geschichte und vor allem zur Protagonistin April, die uns ihre Geschichte erzählt. Die Sprache harmoniert wunderbar mit Aprils sarkastischen, teils zynischen und sehr weltoffenen Wesen.

Fazit

Ob witzige, gefühlvolle oder traurige Momente, Sarah Mlynowski findet für jede Situation genau die richtigen Worte. Die Geschichte bringt zum Lachen, zum Schwärmen und auch zum Nachdenken, was ich bei diesem Klappentext nicht erwartet hätte. ‘Zehn Dinge, die wir lieber nicht getan hätten’ entpuppt sich als eine sehr vielschichtige und abwechslungsreiche Geschichte, die man am liebsten in einem Rutsch verschlingen möchte. Auch, wenn Sarah Mlynowski ununterbrochen über das besondere Leben eines Teenagers schreibt, so ist die Geschichte an keiner Stelle klischeebehaftet oder aber zu jugendlich. Viel mehr bespricht die Autorin in ihrem Buch neben sehr unterhaltenden Faktoren sehr tiefgründige Themen, die Teenager beschäftigen können.
Der besondere Aufbau des Buchs, die authentischen Figuren und der wunderbar moderne Schreibstil machen ‘Zehn Dinge, die wir lieber nicht getan hätten’ zu einem meiner Lieblingsbücher in diesem Jahr. Am liebsten wäre es mir gewesen, die Geschichte hätte niemals ein Ende gefunden.

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Über Sarah Mlynowski

Sarah Mlynowski, 26 Jahre alt, ist in Kanada geboren und aufgewachsen. Bereits während ihrer Studienzeit schrieb sie frech-fröhliche Kolumnen für ein Wochenmagazin. Sie arbeitete zunächst im Bereich Marketing, bevor sie nach New York übersiedelte und Schriftstellerin wurde. Mittlerweile sind vier Romane von ihr erschienen, die in mehrere Sprachen übersetzt wurden. Zauberei und Zungenküsse« ist ihr erstes Jugendbuch.(Quelle)

Leseprobe

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