Wohnungseinbrüche: Berliner Innensenator meldet sich zu Wort

Um nicht über Gebühr auf das Geseiere des Berliner Ober-Volkspolizisten* eingehen zu müssen, sei auf die Überschrift eines Artikels von Jens Anker verwiesen, den dieser in der Springer-Gazette "WELT" veröffentlichte.
Denn besagte Überschrift bringt das Geseiere des Innensenators und sein zögerliches Vorgehen in Sachen Wohnungseinbrüche auf den Punkt: "Obacht, liebe Diebe!"
Immerhin spricht der Berliner Innensenator von "reisenden Tätern". Das scheint die neueste amtliche Umschreibung für diejenigen zu sein, die der Volksmund seit den Plünderungen des Dreißigjährigen Krieges als "Zigeuner" zu bezeichnen pflegt.
Ob nun "reisende Täter" oder "ziehende (reisende) Gauner", der Grund für diese Bezeichnungen, also das Hauptbetätigungsfeld der so Bezeichneten, hat sich auch nach 400 Jahren nicht verändert. Nur das damals die Ordnungsmacht effektiver vorgegangen ist und das Volk im allgemeinen wehrhafter war.
Bei den "reisenden Tätern" handelt es sich um "organisierte Banden vor allem aus Ost-Europa, die systematisch in Wohnungen...einbrechen".
"Die Täter" sollen "in von Komplizen angemieteten Wohnungen leben" und "nach den Taten unverzüglich verschwinden".
Böööse Zungen könnten jetzt behaupten, dass zu diesen "Komplizen" dann wohl die Sozialämter & Co. zählen. Naja, und im Zeitalter von Peilsendern und Satelitenüberwachung (GPS) wirkt das "unverzügliche Verschwinden" - vor allem nach eineinhalb Jahren des kriminellen Treibens in dieser Stadt - auch komplizenhaft und wie gewollt bzw. geduldet.
Henkel forderte die Berliner auf, Wohnungen und Häuser besser gegen Einbrüche zu schützen. "Das Risiko lässt sich mit relativ einfachen Mitteln minimieren", sagte Henkel. Künftig wird nach Angaben des Innensenators die Beratung der Polizei zum Schutz vor Einbrechern wieder kostenlos sein.
WELT (Fettdruck von Luzi)
Was Senator Henkel unter "bessser schützen" versteht, erwähnt er nicht oder wird nicht erwähnt.
Schade. Weil sich die Berliner Polizei - zumindest bisher - als ausgesprochen unfähig erwiesen hat, sollen jetzt die Leute ihr hart verdientes Geld nicht nur in Form von Steuern und Gebühren abgeben, mit denen u.a. der Polizeiapparat finanziert wird, sondern auch noch in die Sicherheitsindustrie investieren. Womöglich hat Henkel noch Verbindungen dorthin?
Und überhaupt, eineinhalb Jahre waren die Einbrüche kein relevantes Thema in den Medien, doch seitdem auch in den Villenbezirken eingebrochen wird, hat sich dies geändert. Um die Ärmsten unter den armen Villenbewohnern zu entlasten, gibt es jetzt auch wieder eine "kostenlose" Beratung bei der Polizei. Eine Maßnahme, die eigentlich selbstverständlich sein müsste. Doch dieses Volk schluckt auch jede bittere Pille, schaut lieber Bullen- und Gerichtsshows im Fernsehen, weil die interessanter als die Realität der eigenen Leben ist. Verantwortung sieht jedenfalls anders aus...
Henkel zufolge sollen Polizei und Staatsanwaltschaft künftig besser bei der Bekämpfung von Einbrecherbanden zusammenarbeiten. Laut Behörde kümmerten sich fortan Staatsanwälte für die organisierte Kriminalität (OK) um die Bearbeitung der Fälle mit reisenden Tätern.
WELT
Besser zusammenarbeiten? Fragt sich, wie die Zusammenarbeit bisher aussah? Und warum ermitteln erst jetzt die Staatsanwälte für die Organisierte Kriminalität, handelte es sich doch von Anfang an um organisierte Kriminalität?
Wegen des Problems mit diesen Banden habe er die rumänischen und bulgarischen Botschafter in Deutschland angeschrieben, sagte Henkel. In den Briefen habe er Hospitationen von ausländischen Polizisten bei der Hauptstadtpolizei angeregt. Eine Rückmeldung gebe es bislang noch nicht.
WELT
Warum sollen die sich zurückmelden? Was haben sie davon? Das die "ziehenden Täter" wieder ihre Handwerke in Bulgarien und Rumänien betreiben? Die waren froh, dass dort die Kriminalität rückgängig ist. So, wie nirgends sonst in der EU.
Und weshalb tut man sich so schwer, diese "ziehenden Täter" effektiv zu verfolgen?
Hat man nicht vor ein paar Tagen an das 20jährige Jubiläum von Rostock-Lichtenhagen gemahnt?
Auf was wartet man? Soll sich soetwas wiederholen?
So, wie in letzter Zeit in Frankreich, Italien, Ungarn, Tschechien, Slowakei, Rumänien und anderswo bereits geschehen?
Wer weiß heute schon um die Ursachen von Lichtenhagen?
Oder wer will es wissen bzw. wer soll es wissen?
Alles hat seine Ursachen und so war es vor 20 Jahren in Rostock-Lichtenhagen geschehen, dass sich dort "ziehende Täter" aufhielten. Wohnungseinbrüche, Diebstähle, verdreckte Hausflure und Parkanlagen (u.a. wurde in den Hauseingängen geschissen), Unrat, Selbstbedienung im Supermarkt - selbstverständlich ohne zu zahlen - eben die Probleme, die solche "ziehenden Täter" überall dort machen, wo man sie nicht an ihrem Treiben hindert.
Der Zorn und die Wut darüber sind verständlich und lassen sich nicht ständig unterdrücken. Doch vor jeder Wut - das wissen die psychologisch Geschulten - erfolgt eine Enttäuschung. So auch in Rostock-Lichtenhagen. Die Bürger haben über zwei Monate lang den von ihnen damals gewählten SPD/PDS-Senat auf die Probleme in Lichtenhagen hingewiesen. Doch dem interessierten diese Probleme nicht. Sie wurden schöngeredet und ignoriert. Darüber waren die vermeintlichen rechten Lichtenhagener PDS und SPD- Wähler damals enttäuscht. Was dann folgte kennen wir.
Gebrannt hat es übrigens erst, als "Neonazis" aus den "alten Bundesländern" angereist waren.
Und damals hatte der Verfassungsschmutz auch solche Leute "geführt", was jetzt nicht heißen soll, dass es so war, sondern dass es so gewesen sein könnte. So, wie in Mölln und Solingen, wo die Spuren auch ins Geheimdienstmilieu führten...
Sei es drum.
Wer solche Ausschreitungen wie damals in Rostock-Lichtenhagen verhindern will, sollte vor allem die Ursachen dafür verhindern.
Alles andere ist utopisch und menschenverachtend, denn auch und vor allem die Würde der Opfer von den "ziehenden Tätern" ist unantastbar.
Denn sie sind der grundgesetzlich geschützte "Souverän" dieses Landes. Und nicht die Henkels, die Merkels und die Gaucks...
siehe auch: Berlin: Zahl der Wohnungseinbrüche ist gestiegen
* Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, daß ich mit diesem Ausdruck keinem wirklichen Volkspolizisten bzw. Schutzmann zunahe treten will.

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