Witwe seit 2 Jahren

Nun ist es fast so weit und ich bin Witwe seit 2 Jahren. Klingt nicht lange, war aber durch die ganzen Ereignisse doch eine kleine Ewigkeit. So viel hat sich geändert. So viel mich bewegt und so viele Gedanken sind durch mein Gehirn gewirbelt.

Und auch, wenn es in letzter Zeit nicht den Anschein gemacht hat, ist in meinem Kopf schon auch fest verankert, dass sich nächste Woche Stephan´s Todestag jährt. Meine Gefühle dazu sind sehr unterschiedlich. Noch immer erfasst mich eine gewisse Traurigkeit und der Knoten in meinem Bauch ist da. Nicht mehr so groß, aber er ist da. Den werde ich dazu wahrscheinlich auch nie ganz los. Noch immer sind da auch die Bilder von diesem Tag präsent. Im restlichen Jahr geht das eigentlich: da kann ich mir Fotos von ihm oder uns anschauen ohne an den 28.12. zu denken. Aber derzeit ist dieser Tag wieder sehr dominant. Und da ich merke, dass ich das nicht abstellen kann, versuche ich, damit umzugehen. Gleichzeitig bin ich unendlich glücklich, dass es nicht mehr so weh tut und ich meinen Weg gehen kann ohne (ganz) in diesem tiefen dunklen Loch zu verschwinden.

Stephan´s Tod war nun mal ein einschneidendes Erlebnis, das sich kaum erzählen lässt. Zu schnell ist damals alles passiert: früh noch die Verabschiedung und Abends die Abholung durch den Bestatter. Eigenartigerweise ist dieser Tag aber bis ins allerletzte, klitzekleinste Detail in meiner Erinnerung gespeichert. Wogegen die nächsten Wochen „weg“ sind. Die Zeit bis zu seiner Beerdigung liegen für mich im Dunkeln. Als hätte ich da nicht existiert.

Dieser Tag nächste Woche

ließe sich vielleicht mit einem Hürdenlauf beschreiben. Ich bin im Anlauf und weiß ganz genau, dass ich diese Hürde schaffen kann. Bin ja schon letztes Jahr darüber gekommen. Und doch erscheint sie mir schrecklich hoch und ich habe Angst hängen zu bleiben und auf der anderen Seite abzustürzen. Mich zu verletzen und die Menschen, die versuchen mich aufzufangen. Dieser Tag ist so eine große Hürde, weil ich immer damit rechne, dass wieder etwas schreckliches passieren wird. Am Liebsten würde ich mich (wieder) verkriechen und einfach abwarten, bis er vorbei ist. Alles Andere tritt in den Hintergrund: da ist nur noch diese eine Hürde zu sehen. Egal, wie viele schon hinter mir liegen, ich hab einfach nur schreckliche Angst davor…

Natürlich schreibe ich diese Zeilen auch, weil ich hoffe, dass sie mir einen Antrieb geben und der Sprung leichter wird…

Und ich bin dankbar.

Unaussprechlich dankbar!

Dankbar natürlich für die Zeit, die ich mit ihm verbringen durfte. Dankbar im Rückblick, dass es für ihn so schnell ging. Dankbar, dass ich im Vorfeld die Zeichen nicht sehen und erkennen wollte und ihm dadurch die Freiheit gelassen habe, die er sich gewünscht hat.

Und vor Allem dankbar all Denen, die mich damals aufgefangen und begleitet haben. Durch Worte, Gesten, Umarmungen, Geldzuwendungen – wir erhielten Unterstützung, die ich gar nicht richtig begreifen konnte und für die ich sicher nie richtig gedankt habe.

Ohne Familie, Freunde, Bekannte, Kollegen und bis dahin mir Unbekannte wäre die Welt auch zusammengebrochen, aber ich hätte keine Chance gehabt, diese wieder für mich aufzubauen. Für uns. Und in die Zukunft zu sehen und zu gehen so wie sie jetzt vor mir liegt.

Wir werden Dich nie vergessen!

Er hat mich damals aufgefangen und mir gezeigt was es bedeutet als eigenständig denkender Mensch glücklich zu sein. Er hat meine Tochter gestützt und war immer für sie da. Er hat uns ein Zuhause gegeben und uns angenommen, so wie wir waren. Natürlich hat er uns geprägt. Natürlich denken wir an diese schöne Zeit zurück und möchten sie nicht missen.

Und auch, wenn Michelle erwachsen geworden ist und ich nun mein Leben an der Seite eines anderen Mannes verbringe, werden wir Stephan nie vergessen. Wie auch? 😉

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