Wir stockalperten

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Am Ziel: das "Monte Leone" auf der Simplonpass-Hochebene.

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Am Start: der Bahnhof von Brig.


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Im Innenhof des Stockalperschlosses.

Am Samstag gingen wir auf der Via Stockalper von Brig zum Simplon hinauf. Kaspar Stockalper, das war der Walliser Salzbaron und Söldnerlieferant des 17. Jahrhunderts, den man auch "König des Simplon" nannte, weil er ebendiesen Pass massiv ausbaute, so dass Handel und Transit einen Aufschwung erlebten. In Brig schauten wir uns zuallererst das Stockalperschloss an. Danach ging es mehr als fünf Stunden praktisch nur aufwärts, abgesehen von einer fiesen Geländeschikane: Beim Schallberg nämlich muss man zwischendurch 200 Meter absteigen hinab zu jenem Punkt, wo Taferna, Nesselbach und Ganterbach bei Grund zusammenkommen und zu einem neuen Gewässer sich formieren, der Saltina. Vieles war eindrücklich auf dieser Wanderung, zum Beispiel das Tobel der Saltina vor dem Schallberg, ein Abgrund, den unser Weg streifte, wir gingen auf Holzstegen durch die fast senkrechte Bröckelfluh. Weiter oben gefielen uns riesige Granitplatten. Und noch weiter oben war der Gebirgswald stilvoll herbstlich gelb. Auf dem Pass, am Ende eines kraftraubenden Serpentinenwegs mit Blick auf die Strassengalerien in pfleglicher Entfernung, schüttelte uns dann eine Bise, dass wir auf dem letzten Kilometer über die Hochebene zum Restaurant Monte Leone fast erfroren wären. Die Küche dort fanden wir unterirdisch, ich hatte Saltimbocca mit Risotto bestellt, der sich als nicht genug gekochter, noch harter Basmati entpuppte. Immerhin war das Lokal anständig geheizt. Bei Rotwein war Gelegenheit, unsere Route zu feiern und die unserer Stockalperei zugehörigen Zahlen zu würdigen. Wir waren doch 1560 Meter auf- und 260 abgestiegen. Nicht übel in dieser nicht üblen Saison.

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Kippt der gleich? Steg durch den Bröckelhang über dem Saltinatobel.

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Die Simplonstrasse. Auf ihr fuhren wir später im Postauto talwärts nach Brig.


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