Willkommen im Club der alleinerziehenden Papas

Flintstone Streetart Feuerstein

Willkommen im Club der alleinerziehenden Papas

Du hast wohl niemals damit gerechnet, mal Dein Kind bzw. deine Kinder alleine zu erziehen. Nun ist es also so doch so weit gekommen, warum auch immer! Mach dir keine Sorgen! Es wird eine wilde Fahrt aber wenn Du in der Lage bist das Schiff so einigermaßen durch die wilden Gewässer zu navigieren, dann erwartet dich eine Zeit voller Freude, Action und einer Menge Spaß. Von Selbsterkenntnis und der wahnsinnigen Bindung die zwischen Dir und deinen Kindern entsteht, mal ganz zu schweigen.

Du bist nicht alleine. Hast Du gewusst dass 2013 rund 14 % aller Alleinerziehenden Männer waren? Gut, das ist nicht viel aber wenn man sich die Zahl von ca. 385.000 (Quelle: de.statista.com) auf der Zunge zergehen lässt, dann ist das schon eine ganze Menge. Das Problem ist meist nur, dass man nicht auf Anhieb vermutet oder erkennt dass wir Alleinerziehend sind. Ziemlich wenige Menschen haben alleinerziehende Väter auf dem Zettel!

Nun lass ich mal den Kopf hängen

„Ich bin nur ein armer alleinerziehender Papa!“

In eine Haltung zu verfallen in der wir uns selbst bemitleiden, ist ziemlich einfach. Die Gesellschaft um uns herum produziert Normen und Klischeevorstellungen. Halt mal kurz inne und denk darüber nach.

Was fallen Dir für Wörter oder Sätze in Bezug auf getrennte Väter ein?

  • „Unterhaltspreller!“; „…vor der Verantwortung gedrückt!“; „….die Mutter/Familie sitzen lassen!“; „der will das Leben nochmal genießen und Freiheiten auskosten!“
  • Die meisten alleinerziehenden Männer sind Witwer, Vermögend und/oder haben Jungs ab einem gewissen Alter.

All das sind typische Klischees denen wir begegnen.

Manchmal fühlst Du dich in einem Gespräch auch als „Herr Mama“ dargestellt.

Bevor du alleinerziehender Vater wurdest hattest du dich niemals in diesem Licht betrachtet oder gesehen, nicht wahr?

Aber was macht Dich als Vater in Deiner jetzigen Situation weniger wertvoll? -Nichts!

Wenn überhaupt dann bist Du mittlerweile mehr wert. Du bist nun der stabilisierende Faktor eurer kleinen Familie, du bist nun wichtiger als zuvor. Du wirst nun mehr gebraucht und gefragt als Vater!

Ich erinnere mich an die ersten Tage als alleinerziehender Vater. Ich erinnere mich ungerne daran. Eine Zeit zwischen Windeln, Bespassung, Kindergarten, versorgen, Tränen weg wischen und dann war ja da noch die Arbeit. Alles war chaotisch, nichts war geregelt oder geplant. Es war mehr Improvisation und glücklicher Zufall als geregelter Alltag! Das härteste war jedoch das erste Weihnachten, ich saß mit meiner Tochter alleine vor dem Christbaum – ohne Geschwister, ohne Familie – nur sie und ich! Es war das beschissenste Weihnachten das ich jemals erlebt hatte. Es war ein Schlag in die Magengrube, ein Punch, ein absolutes Knock out!

Die Entscheidung liegt bei Dir! Lass rocken!

Nach diesem Zeitpunkt habe ich mich gefragt wie es weiter geht! Soll ich weiter in meinem Tief verbringen oder die Sache anpacken und das Ding mit meiner Tochter rocken? Ich entschloss mich zu tun was für mich und meine Tochter das Beste war! Ich glaube dass man sagen kann, dass ich einen wenig befahrenen Weg nahm. Den Weg den nicht viele Menschen auf Ihrer Reise gegangen waren und wurde zu einem aktiven, proaktiven alleinerziehenden Vater. Meine Zeit mit meiner Tochter wurde zum wertvollsten Gut das ich hatte. Klar, ich musste für sie sorgen – aber niemals kann oder konnte mir der Job die Zufriedenheit geben, wie die Zeit die wir gemeinsam erlebten. Und glaub mir! Wir haben richtig geile Sachen erlebt! Es war eine Zeit mit Aktivitäten auf dessen Blödsinn nur ein Vater kommen kann. Und dennoch habe ich bemerkt, dass Eltern sein auch Mütterlichkeit bedeutet!

Kann ein Papa wirklich eine Mama sein?

Irgendwie versuchen wir Mütter nachzueifern. Wir versuchen die Dinge zu handhaben wie eine Mutter! Aber wisst Ihr was passiert? Wir scheitern kläglich!

Zu versuchen jemand anderes als wir selbst zu sein, macht auch die Kinder nicht glücklich. Als alleinerziehende Väter sollten wir die Kinder so natürlich zu erziehen wie nur möglich. Für die Kinder muss es sich echt anfühlen. Ich erziehe meine Tochter wie es ein Mann eben nun mal tut! Sicher, Mütter haben irgendwie Ihre eigene Art Kinder zu erziehen, ebenso wie wir Männer. Unsere Art Liebe zu zeigen, zu lachen, zu spielen ist nicht unbedingt gleich einer Mutter. Es war aber auch nie meine Absicht wie eine Mutter zu sein!

Was meine ich mit „Papas Weg“, Zeit mit den Kids zu verbringen? Ich kann die Sportseite laut vorlesen, wir können gemeinsam den Wäscheberg auslachen und uns um ihn kümmern oder auch nicht. Wir können aber auch spontan los ziehen um actiongeladene Dinge zu erleben. Dinge die man eben so mit Papas macht! Durch Bäche waten, Stockkämpfe ausfechten, über Steine hüpfen, Hütten im Wald bauen, mit Bobbycars den Berg herunter rasen. Ich erinnere mich wie wir spazieren waren. Wir haben die Straßen unserer Stadt erkundet, Autos angeschaut, den bellenden Hunden zurückgebäfft. Wir haben eine megageile Pfütze entdeckt und wenn ich megageil sage, dann meine ich die ober-hammer-mega-abartig-coolste Matschpfütze ever! Zuerst haben wir Steine hineingeschmissen. Klar dass das irgendwann langweilig wird, oder? Also mit dem Laufrad durch! Ihr ahnt es schon, irgendwann sahen wir natürlich aus wie Schweine, die sich frisch aus ihrer Matschgrube erheben.

Eine Mutter kam vorbei und schaute uns entsetzt an. Sie war wirklich entsetzt und musterte uns von oben bis unten! Ich erklärte ihr dass wir die Klamotten nachher einfach in die Waschmaschine schmeißen und Töchterchen in die Wanne geht und gut ist. Trotzdem blieb der Ausdruck ihres Gesichts verständnislos. Ich glaube nicht dass wir jemals überein gekommen wären in unserer Ansicht. Aber hey – Papas sind anders und die Kiddies lieben es!

Genieße das Mann-sein! Genieße das Vater-sein

Was immer du auch tust, du weißt nun dass du nicht alleine bist! In dem Bewusstsein zu leben, dass man ein actiongeladener, aktiver aber immer pflichtbewusster Vater ist, kann zu einer positiven Explosion deines väterlichen Dasein führen. Sei ein Mann, Sei ein Vater! Ab und an Schlamm überzogen, ab und zu blaue Flecken, ab und zu den Wäschehaufen meidend. Der Teller auf der Spüle ist mal wieder eingetrocknet? Ab damit in die Spüle und raus – denn draussen tobt das Leben und das Draussen will entdeckt werden. Versuche keinesfalls eine Mutter zu sein oder diese gar zu ersetzen. Das wird schief gehen! Ignorier diese ganze Klischee-Scheisse! Seh dich selbst nicht nur als „nichts weiter als ein alleinerziehender Papa!“ Diese Sichtweise wird dich irgendwann niederringen und runterziehen! Mach mit Deinem Kind Dinge die auch Dir Spaß machen! Erobere Kletterfelsen, bau Staudämme, schraub gemeinsam mit Deinem Kind am Auto!

Zum Abschluss! Alleinerziehender Vater wird man nicht nur deshalb weil man verwitwet ist. Laut einer aktuellen Studie sind etwas 52% aller alleinerziehenden Väter geschieden, 22% leben getrennt, 13 % waren niemals verheiratet und nur rund 13% sind verwitwet. Nicht wenige Kinder alleinerziehender Väter sind Töchter und 11% der Männer kümmern sich um Kinder im Vorschulalter!

Bewahre deinen Kopf oben, bewahre Haltung und genieß es ein Vater zu sein! Lass Dir niemals von irgendjemandem einreden du seist nicht der Beste! Für Deine Kinder bist Du der Beste! In den Augen deines Kindes bist du sowieso ein Held!

Willkommen im Club – Klein, fein aber durchaus Exklusiv!

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