"Wie weit wollen Sie gehen?"

Seit fast 2 Wochen liegen wir nun im Krankenhaus - mein kleiner Bauchbewohner und ich. Eingeliefert mit Geburtswehen in der 23. Schwangerschaftswoche machten uns die Ärzte klar, was auf uns zukommen könnte. Sich mit dem Schlimmsten auseinander zu setzen, wünscht man sich nicht nur in der Schwangerschaft nicht. Aber wenn das Leben einem diese Fragen stellt, hat man keine Wahl und das Wunschdenken wird von der knallharten Realität verbannt.

Von Beginn der Schwangerschaft an, habe ich meinen Wunsch klar an das Universum formuliert: Ich bringe dieses Kind gesund und lebensfähig zur Welt. Dieses Mantra half mir immer, meinen Halt zu finden. Und dann sitzen zwei Kinderärzte vor dir und du sollst mit deinem Mann entscheiden: "Wie weit wollen Sie gehen?" Lebenserhaltene Maßnahmen, sofern sie nötig werden, können etwas ganz Tolles sein - aber wie weit darf und sollte man eingreifen? Wie soll man so eine Entscheidung fällen, wenn man sich gerade voll und ganz auf den Gedanken eingerichtet hat, sein Leben zu dritt zu genießen. Diese Vorstellung wird einem entrissen und man sieht sich mit einer Zukunft konfrontiert, in der das Kind nicht bei einem ist oder an einer Vielzahl von Maschinen klemmt. Ein Horror! Es hat eine ganze Zeit gedauert, bis ich meinen Mut halbwegs zurückgewonnen hatte. Wehenhemmer, Lungenreife, Antibiotika und diverse andere Mittelchen, um die ich sonst einen riesigen Bogen gemacht hätte, haben uns nun schon wichtige Tage geschenkt, sodass die Überlebenschancen und auch die Reife des Kindes signifikant gestiegen sind. Dennoch bewegen wir uns im Zeitraum der Extrem-Frühgeburten vor der 27. Woche und glaubt mir, lustig ist das nicht, wenn man die Frühchenstation betreten soll, um sich auf die eventuell eintretende Situation seelisch vorzubereiten.

Wir feiern indes jeden Tag - auch wenn die medizinischen Möglichkeiten langsam zur Neige gehen, da auch der mütterliche Organismus dem nicht lange Stand hält. Aber aufgeben ist keine Option. Mein Wunsch ans Universum steht und daran wird nicht gewackelt - von keinem Umstand dieser Welt. Ich spüre die kleine, starke Seele in mir und ich halte noch lange durch. So lang es eben dauert - so weit werde ich gehen.


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