Wie der RBB die Gewaltwelle gegen Amateurschiedsrichter deutet

Gestern lief manch Interessantes im RBB Fernsehen und im Inforadio. Aber ein Beitrag beschrieb mehr als alles andere die "tiefe Spaltung" zwischen uns, dem Volk, und dem Staatsapparat inklusive seiner Sender.
Da berichtete Markus Streim über die Gewaltwelle gegen Amateurschiedsrichter (Link zur Sendung). Ich war überrascht, dass sich der RBB dieses Themas annahm, denn man kann dieses Thema nicht behandeln, ohne kritisch über eingewanderte Macho- und Gewaltkulturen zu berichten, sie beim Namen zu nennen.
Aber ich irrte mich. Ich unterschätzte, wie versiert Staatsjournalisten inzwischen darin sind, Tatsachen um 180 Grad zu wenden. Und das ging so:
Solange Experten als Zeugen für die wachsende Gewalt zitiert wurden, erfuhr der Hörer nichts über die Täter. Die Gewalt wurde im Passiv beschrieben: "Schiris werden bedroht und geschlagen." 
Was sind die Ursachen der Gewalt - die Verrohung der sozialen Medien (DFB Präsident Schulz)?
Dann kündigte Streim ein Interview mit einem Migrationsexperten an - und ich spitzte die Ohren. Ich erfuhr: die meisten Täter kennen die Spielregeln gar nicht - wissen nicht, dass man einen Schiedsrichter nicht einfach mit einem Faustschlag zu Boden streckt, wenn einem sein Entscheid nicht passt? Berlins Vorsitzender des Schiedsrichter-Ausschusses Jürgen Wehling kam allen Ernstes zu diesem Fazit.Des weiteren diagnostizierten die Experten falsches Verhalten der Vorbilder in der Bundesliga. An-den-Kopf-fassen und Diskutieren (durchaus von der Meinungsfreiheit gedeckte Verhaltensweisen) sollen archaisch sozialisierte Zeitgenossen zu Faustschlägen inspirieren - sagte ein Ex-Schiedsrichter.
Danach frage Markus Streim: "Oder ist es doch die unterschiedliche Herkunft der Spieler?" und es klang zunächst mutig. Doch dann kam der Präsident des ältesten Migrantenvereins Turkspor in Berlin, Metin Yilmaz zu Wort. Und er sieht die Verantwortung für die zunehmende Verrohung türkischer und arabischer Spieler bei: den Deutschen.
"Speziell im Ostteil hört man oft "Geht in Eure Heimat, geh nach Syrien, geh nach Bagdad! Man nimmt uns mit in dieses Boot mit rein wo wir  nicht dazu gehören. Und dann kommt diese Trotzreaktion." Markus Streim ersteht dies als Steilpass auf und interpretiert Yilmaz so, dass eine zunehmende Anfeindung die Ursache für die Gewalt gegen Schiedsrichter sei.
Aber das hat Yilmaz gar nicht gesagt. Sondern: "Wir Türken wollen nicht pauschal zusammen mit den Arabern kritisiert werden." Mit dem "Boot", in das er nicht gehört, meint er die zunehmende Gewalt arabischstämmiger Spieler. Aber der auf Regierungskurs getrimmte Staatsjournalist hört, was er hören soll.
Und Streim galoppiert weiter: "Sogar Kinder und Enkelkinder von Migranten würden sich vermehrt von der Gesellschaft abwenden. Auch solche Probleme kann der Schiedsrichter allein nicht lösen."
Helfen würde auch, wenn Schiedsrichter die Muttersprache der Problemgruppen beherrschen würden. Dann könnten sie eine ausländische Beleidigung auch mal in der gleichen Sprache beantworten.
Der von SPD und Linkspartei dominierte Rundfunk Berlin Brandenburg, RBB, sieht also unsere Kritik an archaischen Gewaltausbrüchen als Ursache für diese Gewaltausbrüche. Es liegt nur an den Berlinern und Brandenburgern - den einheimischen- wann diese Gewalt wieder aufhört.
Und wenn man Markus Streim konsequent folgt, dann sind auch wir verantwortlich für die Gewaltwelle gegen Rettungskräfte und Polizisten. 

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