Wer erbaute die Brücke wirklich?


Wer erbaute die Brücke wirklich?
Ihr Lieben,
heute möchte ich Euch eine Geschichte von Khalil Gibran erzählen:

„Die Brückenbauer“
In Antiochia, wo der Fluss Assi ins Meer mündet, wurde eine Brücke gebaut, um die eine Hälfte der Stadt mit der anderen zu verbinden. Die riesigen Steinquader, die für den Bau benötigt wurden, schleppten Maultiere aus Antiochia auf dem Rücken vom Gebirge ans Ufer.

Als die Brücke fertig war, meißelte man in einen der Brückenpfeiler folgende Inschrift in griechischer und aramäischer Sprache:
„Diese Brücke wurde von König Antiochus II. gebaut.“

Von nun an überquerten die Menschen den Fluss Assi auf der schönen, neuen Brücke.

An einem Abend stieg ein junger Mann, den alle für ein wenig verrückt hielten, zum Brückenpfeiler hinunter. Er strich die eingravierten Worte mit Holzhohle durch und schrieb darüber:

Die Steine dieser Brücke wurden von den Maultieren Antiochias aus dem Gebirge herangeschleppt. Wer die Brücke überquert, reitet auf ihrem Rücken. Sie sind die wahren Erbauer dieser Brücke.“
Als die Menschen lasen, was der Jüngling geschrieben hatte, lachten einige, andere waren verwundert, und wieder andere sagten:

„Wir wissen ja, wer das geschrieben hat! Nicht zu Unrecht sagt man, dass er ein wenig verrückt sei.“
Doch ein Maultier sagte lachend zum anderen:

„Weißt Du noch, wie wir diese schweren Steine geschleppt haben? Wie konnte irgendjemand behaupten, König Antiochus hätte diese Brücke gebaut?“
Ihr Lieben,

als ich diese Geschichte las, musste ich an meine Schulzeit und den Lateinunterricht denken. Wir lasen damals die Schilderungen über den Krieg, den Julius Caesar in Gallien führte.
Caesar hat diese Berichte selber verfasst und zwar so, als wenn er über eine dritte Person schreiben würde: „Julius Caesar hat…“
Und so schrieb er an vielen Stellen:
„Julius Caesar hat eine Brücke gebaut, ein Lager errichtet, einen Sieg errungen.“ 

Als wir diese Stellen damals lasen, hatten wir als Lateinlehrer einen Lehrer, der den sinnigen Spitznamen „Schlachtermeister Beppo“ trug, weil er so gerne zuschlug.
Ich habe damals bei der Lektüre gewagt, anzumerken, dass Caesar doch wohl kaum allein die Brücken gebaut und allein gesiegt habe, woraufhin ich von dem Lehrer zwei Ohrfeigen verpasst bekam, dass ich aus der Bank zu Boden fiel. Dann meinte unser Lateinlehrer noch:
„Caesar war entscheidend, wer interessiert sich schon für das gemeine Fußvolk!“

So ist es leider bis heute in dieser Welt:
Die Kriege werden von Politikern angezettelt, die NIEMALS in vorderster Front mitkämpfen. Die Dreckarbeit wird immer von „dem Fußvolk“ erledigt, die Menschen des Fußvolkes müssen ihre Knochen hinhalten, leiden und sterben.
Ihr Lieben,
ich gehöre gerne zum gemeinen Fußvolk.

Ich finde es wichtig, dass wir begreifen, dass ein Politiker nicht mehr wert ist als ein Müllmann, auch wenn immer so getan wird. Für mich gibt es keine bessere oder schlechtere Arbeit von ihrer Wertschätzung her. Ich bewundere lieber Menschen des gemeinen Fußvolkes als Politiker.
Wir wollten aufwachen und begreifen, wer wirklich die Arbeit in unserem Staat und seinen Organen leistet und wir sollten die Menschen neben uns wertschätzen, die täglich ihre Aufgaben erledigen.
Ihr Lieben,

ich wünsche Euch einen fröhlichen zuversichtlichen Tag und grüße Euch ganz herzlich aus Bremen vom Weserstrand

Euer heiterer Werner

Wer erbaute die Brücke wirklich?

Das Foto wurde von Karin Heringshausen zur Verfügung gestellt



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