Was kann wahr sein?

Hallo Leute, einen schönen, entspannten Samstag Abend euch allen. Ich habe heute die Ehre, einen Gastbeitrag zu veröffentlichen und bin schon gespannt, ob er euch auch so gefällt und “Eindruck schindet”, wie s bei mir der Fall ist. Ich habe nichts daran verändert, lediglich ein paar “visuelle Freundlichkeiten”, die hab ich dabei “verbrochen”  .. wünsch euch was ..

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Was kann wahr sein?

Oder die philosophische Flanke im Informationskrieg

Autor: FRANK

Nach Jahrtausenden der anhaltenden Beschäftigung des Menschen mit sich selbst; der Introspektion und Selbstreflexion, welche die Grundlagen einer jeden Philosophie bilden; lässt sich mit Bestimmtheit sagen:

Es scheint zum irdischen Paradigma zu gehören, dass der Mensch –abgesehen von instinktiven Verhaltensweisen- ohne Wissen zur Welt kommt also keinerlei Information über Sinn, Zweck, Aufgabe oder Bedeutung seines Daseins hat ebenso wenig wie Erinnerung und Identität. Dieser Umstand, wenn er über die Schwelle des Bewusstseins tritt, spaltet die Menschen in ihrer Reaktion darauf in verschiedene Gruppen unter denen sich grundsätzlich zwei Parteien ausmachen lassen: Jene die daran vor allem eine existenzielle Leere wahrnehmen und solche die dies als Voraussetzung für freies, unbestimmtes Handeln und Lebensfreude begreifen.

Was kann wahr sein?<-Quelle:

Innerhalb der Welt ist das Erleben des Menschen an seine Physiognomie gebunden, soll heißen seine Sinne vermitteln ihm eine Vorstellung von seiner Umwelt: Die Augen nehmen ein gewisses Spektrum des Lichts wahr, die Ohren einen bestimmten Frequenzbereich, die Haut lässt uns manche Temperaturen als angenehm empfinden andere als schmerzhaft, Hormone können zum Teil einen erheblichen Einfluss auf Gemüt und Geisteszustand haben etc.

Auch dauert es Jahre bis das Gehirn hinreichend entwickelt ist und ein Ich-Empfinden, ein Bewusstsein eben jener Wesenszug, der als Charakter und Persönlichkeit wahrgenommen wird, zu Tage tritt.

gehirn-leuchtend

Nicht zu unterschlagen ist auch die kulturelle Bindung: Dass ein Mensch das Licht der Welt erblickt und aufwächst setzt voraus, dass seine Eltern und ihre Zeitgenossen in einer Kultur leben, d.h. in bestehenden gesellschaftlichen Verhältnissen. Während viele Tierarten auf eine Brutpflege verzichten können, ist ein Neugeborenes auf Schutz und Pflege angewiesen und dazu bedarf es Eltern, Mitmenschen also in jedem Falle eine Form der Sozietät. Einen Naturzustand hat es nie gegeben.

Dies sind also die wesentlichen Vorbedingungen für die weitere Informationsaufnahme und –verarbeitung; einen Prozess, der gemeinhin als ‚Lernen’ bekannt ist.

Dabei ist die direkte Erfahrung, also der unmittelbare Sinneseindruck, die zuverlässigste Informationsquelle. Beobachtungen, Eindrücke und Erkenntnisse, die so gewonnen wurden können nicht falsch sein; sie werden zu Erinnerungen und unterliegen dann lediglich dem Vergessen oder können durch Traumata verschüttet werden.

Die Benutzung der Sprache zur Kognition, Reflexion und Kommunikation erlaubt es jene ganz persönlichen Impressionen mitzuteilen. Dabei kommt es schon zum Informationsverlust, denn das Objekt der Betrachtung, das Thema oder die Situation, die es zu beschreiben gilt, wird in einer Zusammenfassung, einer Auswahl und Konzentration auf bestimmte Details wiedergegeben.

Zudem unterliegt die Sprache einem historischen Wandel: Wörter verschieben, erweitern und verändern den Sinn ihrer Bedeutung oder haben derer mehrere und lassen so Raum für Interpretationen. Auch werden sie im Gebrauch durch Neue abgelöst. Außerdem variiert der Umfang der bekannten Wörter und deren Verwendung von Mensch zu Mensch.

In einem Gespräch wird der angedachte Informationsgehalt also nur zu einem Teil vermittelt, auch durch Rückfragen können wir uns dem Standpunkt des Gesprächspartners nur weiter annähern ohne ihn doch ganz zu erreichen. Diesem Umstand verdanken wir die Existenz des schönen Wörtchens ‚Missverständnis’.

Wenn wir das Bewusstsein mit dem Begriff des Weltbildes gleichsetzen, einem Wissen um die Dinge, so lässt sich sagen, dass dieses mit dem erlernten Wortschatz weiter anwächst. Auch wenn wir dem Begriff des Bewusstseins die Bedeutung der Fähigkeit zur Selbstreflexion hinzufügen, denn erst durch das Nachsinnen über eine Erinnerung, durch das Übersetzen einer schemenhaften Bildfolge in eine Aussage werden wir ihrer bewusst; so wird die enge Bindung an die Sprache offenkundig, welche es ermöglicht Begrifflichkeiten genau zu definieren, wie es an dieser Stelle unumgänglich scheint:

Wie gezeigt wurde ist eine Information eine Aussage.

Kenntnis, nenne ich das Wissen, um die Existenz einer Information.

Wissen vereint nun die Informationen aus der direkten Erfahrung und die Kenntnisse.

Glauben schließlich ist der Raum für Meinung, Spekulation, die Projektion und Formulierung einer Erwartungshaltung möglicher zukünftiger Entwicklungen genauso wie potentieller vergangener Ereignisse auf der Grundlage des Wissens.

Ist es noch nötig zu erwähnen welche Verwirrung dabei Lügen stiften können?

Lügen sind Schilderungen fiktiver aber möglicher Erlebnisse, im Gegensatz zu den realen, tatsächlich erfahrenen.

Die Wahrheit ist folglich die Summe aller Aussagen, die auf direkte Erfahrungen und unmittelbaren Sinneseindrücken basieren. Ich hoffe es ist klar geworden, dass die Wahrheit nur partiell vermittelbar ist, selbst wenn alle Lügen als falsche Aussagen erkannt werden könnten. Interessant an dieser Definition von Wahrheit ist die Tatsache, dass wir sie selber noch mitgestalten können durch eigene Recherche und Beobachtung und Präsentation der Ergebnisse.

Medien wie Texte, Bücher, Filme, Bilder, Musik und dergleichen mehr können durch Aufnahme und Verarbeitung der in ihnen enthaltenen Daten das Weltbild vergrößern, den Horizont erweitern. Um durch Medien zu lernen müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein: Selbstverständlich bedarf es des Interesses des Rezipienten, dieser muss aber auch wissen, dass die Informationen und Medien existieren um diese zu beziehen und selbige müssen verfügbar und zugänglich sein d.h. nicht verboten, zensiert, verfälscht, verschwiegen, unterschlagen oder vernichtet.

Im Zusammenhang mit dem Medienkonsum ist es auch notwendig auf ein Grundprinzip der Hermeneutik einzugehen, welches als hermeneutische Spirale bekannt ist: Nämlich, dass die Deutung und Interpretation von vermittelten Informationen, deren Einordnung und Einschätzung, vom Kenntnisstand, dem Vorwissen und der Erwartungshaltung des Betrachters abhängig ist und variiert wenn in Zukunft weitere und neue Daten Querverbindungen, Verweise, Anspielungen, Zusammenhänge und Relationen erkennen lassen. Dies gilt natürlich auch für diesen Text.

Ein weiteres in Betracht zu ziehendes Phänomen ist die unüberwindliche Subjektivität. In einer Zeit, da viele Menschen der Suggestion einer objektiven Betrachtungsweise unterliegen, ist es vielleicht notwendig wieder einmal darauf hinzuweisen, dass es kein Sehen ohne Perspektive gibt.

Die Methode mit der die wissenschaftliche Erkenntnis Schritt um Schritt vorrückt; das emotionslose Beschreiben von Beobachtungen, das Weglassen persönlicher Meinung und Interpretationen, das Theoretisieren nur auf Grundlage ebenso gewonnener Forschungsergebnisse also das Schaffen von empirischen Daten; basiert sogar auf diesem Gedanken, denn alle Erkenntnisse können so überprüft werden, wenn die Perspektive desjenigen, der neue Ergebnisse vorstellt, eingenommen wird.

Objektivität verstanden als absolute Erkenntnis, d.h. als Wahrnehmung außerhalb einer menschenmöglichen Sichtweise, die durch Vollständigkeit und Unfehlbarkeit gekennzeichnet ist, kann es nicht geben. Was folgt daraus?

Nun dies bedeutet, dass man alles mögliche Wissen, welches man sich aneignen könnte, nur in Relation zur eigenen Person sehen kann, soll heißen, dass wir eigentlich nur über uns selber mehr erfahren, über unser Potential, über unsere Eingebundenheit in die Natur und in gesellschaftliche Konstrukte. Es bedeutet aber auch, dass unsere Persönlichkeit, unsere Entscheidungen, unser Leben geprägt war und ist durch unser Wissen und um wie viel mehr noch durch unser Unwissen. Sobald wir uns dessen aber bewusst werden können wir unseren Geist aktiv gestalten und programmieren durch die Auswahl an Medien und Gesellschaft.

Was nun die Informationen angeht, die auf Infokrieg.tv veröffentlicht werden, was sie von den sonstigen Neuigkeiten, Nachrichten, Stories und Seitenfüllern unterscheidet, ist die hohe Dichte an Berührungspunkten mit den Lebensumständen der Menschen in unserer modernen Gesellschaft. Direkt oder indirekt gehen sie eben jeden an, der in Wirtschaftskreisläufen involviert in denen noch immer der US-Dollar als Leitwährung gilt.

Wer den Ausführungen bis hierher gefolgt ist, wird verstehen, dass dieser Artikel weder einen Anspruch auf Korrektheit, Vollständigkeit oder auch nur Relevanz geltend machen kann. Bücher über Erkenntnistheorie, Sprachwissenschaft und –Philosophie, Hermeneutik und Wissenschaftstheorie füllen ganze Regale in denen immer noch Platz ist. Hat man für sich aber eine Antwort gefunden, auf die Frage „Was kann ich wissen ?“ so drängt sich auch schon die nächste, bedeutendere in den Fokus und verlangt nach einer Antwort:

„Was soll ich tun?“



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