Warum jeder den MOVEMBER einmal mitmachen sollte…

Anfangs hatte ich noch große Bedenken, dass der November nicht schnell genug vorbeigehen würde. Nun ist es schon an der Zeit sich mit der Frage zu beschäftigen, ob mein neuer, treuer Begleiter, der Schnurrbart, noch etwas länger bleiben darf, oder seine letzten Stunden gekommen sind.

Bevor ich die Frage jedoch beantworte, möchte ich meine Erfahrung mit euch teilen, denn eines steht bei der MOVEMBER Aktion ja im Vordergrund – nämlich der gute Zweck.

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mir bei der Idee einen Schnurrbart stehen zu lassen ein bisschen Angst und Bange wurde. Eigentlich bin ich kein Typ für Bartfrisuren und lasse mir wenn dann einen 3-Tage Bart stehen. Das kam meisten auch gut bei Freunden an und somit habe ich nie etwas anderes probiert. Als es dann aber um einen Schnauzer ging, wurden die Aussagen meiner Bekannten und Liebsten eher bedenklicher. “Das will ich sehen, wie du das schaffst!”, “Dann siehst du ja aus wie ein alter Opa, fehlt nur noch die Hornbrille” und “Naja, wenigstens läuft dann im Winter die Schnotter nicht in den Mund” sind nur einige Aussagen, die ich gehört habe.

Als dann der Rasierer von Wilkinson Hydro 5 ins Haus kam, war es soweit. Alles musste weg, um für die Popelbremse Platz zu machen. Nach nur wenigen Zügen war kein einziges Haar mehr da und meine Haut fühlte sich an wie ein Babypopo, so weich war sie. Es fühlte sich schon ein bisschen ungewohnt an, wenn man vorher monatelang gestutzt hatte. Ein wenig Aftershave drauf und schon ging es los. “Es wird ein ganz schön langer und hässlicher Monat”, dachte ich.

Die erste Woche war rückblickend die übelste. Das Wachsen meines Bartes ging sehr langsam voran. Wer kennt nicht bei Haaren an jeglicher Stelle die typische “Zwischenlänge”, bei der es einem meist extrem unangenehm ist, das Haus zu verlassen.

Moustache-1-Woche

Nach einiger Zeit sah ich nur noch Schnurrbärte in jeder Form. Ich fühlte mich dabei wie in einer kleinen Community, denn man wurde von Gleichgesinnten angeschaut, gegrüßt oder sogar direkt darauf angesprochen, ob man auch ein Movember-Gentlemen sei. So langsam gewöhnte ich mich an meinen Oberlippenbart, fühlte mich sichtlich wohler und bekam die ersten Komplimente.

Nach der dritten Woche fühlt man sich ungefähr so:

Der Pornobalken wurde immer länger und ich begann mir ganz Professor-like beim Nachdenken mein Oberlippenhaar zu streicheln. Fast schon, als wäre er immer da gewesen, viel es mir an den letzten Tagen ziemlich schwer, mich von  meinem Schnauzer zu trennen. Irgendwie gehörte er zu mir und ich nahm ihn gar nicht mehr so richtig wahr. Aus diesem Grund ging der Artikel auch erst heute, 3 Tage nach dem MOVEMBER, online. Die Meinungen sind zwar zweigeteilt, aber einen Entschluss musste ich treffen. Ich hab’ ihn abrasiert!

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Am Ende würde ich jedem raten, den MOVEMBER einmal mitzumachen. Nicht nur wegen der Erfahrung, wie man sich mit einer behaarten Oberlippe fühlt und ob es beim Knutschen kitzelt, sondern auch, um auf das Thema Gesundheit bei Männern aufmerksam zu machen. Über Prostata- und Hodenkrebs wird noch viel zu wenig gesprochen, dabei sind es die häufigsten Krebserkrankungen bei Männern.

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Mit freundlicher Unterstützung von WILKINSON