Vom „Macher zum Dichter“

Mit Beginn der Adventszeit habe ich mich komplett aus der Öffentlichkeit zurück gezogen, weil es mir seelisch sehr schlecht ging und ich viele negative Gefühle und Emotionen hatte.

Seit gestern hat es aber einen WOW oder AHA Effekt gegeben. Da habe ich nämlich im Buch „Emotionale Reife – Die Heilung der Gefühlswelt“ von Chuck Spezzano folgendes gelesen:

„Wenn du deine schlechten Gefühle abschneidest, schneidest du auch deine guten Gefühle ab. Die beste Haltung besteht darin, alles zu fühlen, was es zu fühlen gibt.

Das macht dich zuerst zum Liebenden, dann zum Dichter und schließlich zum Mystiker.

Wenn das schlechte Gefühl vorüber gegangen ist – und es geht vorüber, wenn du nicht an ihm festhältst oder vor ihm davon läufst, – dann nimmt Frieden seinen Platz ein.

JA ich war viele Jahre der MACHER gemeinsam mit meiner damaligen Partnerin und der Hilfe von großartigen Menschen, Freunde, Eltern, Schwiegereltern, Verwandtschaft und Nachbarn konnten wir ein richtiges

  • Paradies für uns
  • ein Paradies für unsere Kinder
  • und ein Paradies für unsere Tiere gestalten

Wir haben 20 Jahre lang gebaut und großteils alles selber gemacht. Wir haben einen Bauernhof geerbt. Meine Partnerin war Tischlerin Landwirtschaftliche Facharbeiterin, ich ebenfalls Landwirtschaftlicher Facharbeiter, Landmaschinenmechaniker sowie Schlosser.  Alle die uns geholfen haben, kannten sich ebenfalls bestens in ihrem Handwerk aus und waren eine große Hilfe.

Obwohl wir auch sehr viel Zeit für uns und unsere Kinder hatten und wir uns mehr leisten konnten als wir brauchten, wurde ich nach 23 Jahren verlassen.

Mehr will ich dazu jetzt nicht schreiben, außer dass die Scheidung sehr fair war, wir uns in Freundschaft trennten, ich kein einziges negatives Wort über die Mutter unserer Kinder sagen kann und unser Sohn den Bauernhof  kurz vor der Scheidung übernommen hat.

Danach brach ich zusammen, fiel in ein tiefes Loch von dem ich mich 2 Jahre lang nicht erholte. Niemand konnte mir helfen und ich mir selbst auch nicht. Nämlich meine Ex Frau und diese Situation der Trennung in Liebe und Dankbarkeit loszulassen.

Ich gab mir selbst die ganze Schuld, fühlte mich als Versager, wertlos, nutzlos, hilflos. Es war kalt, dunkel, niemand da, denn ich in die Arme nehmen hätte können, wenn ich nach Hause kam, dass keines mehr gewesen ist. Irgendwie war ich völlig gelähmt zu Hause am Bauernhof etwas zu TUN. Mir fehlte der Wille, die Motivation, die Energie und vor allem die Kraft dazu.

Meine Arbeit als Technischer Übernehmer erledigte ich problemlos und voller Freude 40 Std/Woche. Nur zu Hause weinte ich fast jeden Tag und Nachts sowieso, konnte nicht schlafen und hatte kaum Hunger. Dies wurde auch nach 6 Wochen psychischer REHA nicht besser.

Was bin ich noch wert, wenn es mir nicht einmal möglich ist meinen Sohn zu unterstützen. Mein Lebensziel war die „Goldene Hochzeit“  sowie später mit unseren Enkelkindern zu spielen und möglichst viel Zeit mit ihnen zu verbringen. Dazu ein passendes Gedicht, welches ich am 04. Juni 2016 geschrieben habe.

Auf Sand gebaut.

Mein ganzes Leben habe ich auf Gott vertraut 

und dachte mein Leben wäre auf Fels gebaut.

Glaube, Liebe, Vertrauen waren für mich hohe Werte,

doch jetzt trifft mich das Schicksal mit voller Härte.

Viele Fragen gibt es die mich quälen,

doch all dies wird nichts mehr zählen,

wenn ich eines Tages vor Gott dann stehe,

und diesen Scherbenhaufen sehe.

Ja Tränen rinnen mir über das Gesicht,

während ich schreibe, dieses Gedicht.

So sicher war ich mir, dass diese Ehe hält,

weil für mich vor allem die Liebe zählt.

Viel Liebe im Herzen, konnte ich schenken,

und musste die ganze Zeit an meine Frau nur denken.

Einfach glücklich und zufrieden wollte ich sie machen,

mit meiner Liebe, Lebensfreude und anderen Sachen.

Eine gesunde, glückliche Familie war mein Lebenstraum,

jetzt stehe ich alleine da, man glaubt es kaum.

Bis vor ein paar Jahren war ich immer für die Familie da,

bis das Unglaubliche dann geschah.

Meine Frau wollte sich von mir trennen,

ich kann diesen Schmerz gar nicht benennen,

dich lieben, achten und ehren alle Tage meines Lebens,

dieses Versprechen, war nun vergebens.

Es bringt nichts, jetzt Fehler zu suchen,

oder andere Menschen zu verfluchen.

Mir ist es einfach nicht gelungen, meine Frau zu halten,

sowie für uns beide, ein schönes Leben zu gestalten,

und den Bauernhof bestmöglich zu verwalten.

Liebe habe ich diese Abhängigkeit genannt,

bis ich wurde, aus ihrem Leben verbannt.

In einen starken Mann hat sie sich verliebt,

der ihr Halt, Geborgenheit, Schutz und Wertschätzung gibt.

Im Laufe der Zeit habe ich diese Eigenschaften verloren,

deshalb hat sie einen anderen zu ihrem Traummann erkoren.

Jeden Tag habe ich gebetet, dass wir wieder glücklich vereint,

und keiner mehr von uns beiden dann weint;

weil wir doch zusammen glücklich sein können,

und uns Glück, Liebe und Lebensfreude gönnen.

So sehr habe ich auf Gott vertraut,

jetzt muss ich gestehen, alles war nur auf Sand gebaut.

(Helmut Mühlbacher)

Als meine Ex – Frau mich damals verlassen hat, war es für mich nicht nur so als ob sie gestorben wäre, sondern vor allem auch ich selbst. Ja an diesem Tag war nicht nur der Helmut Mühlbacher Tod, den es bis dahin gegeben hat, sondern vor allem auch der „Visionär und MACHER“ .

Seither, hatte ich keinen Traum mehr, keine Vision und auch keine Ziele mehr. Alles schien irgendwie sinnlos und es war, als ob ich nur mehr existiere und nicht mehr lebe. (Außer an jenen Tagen wo ich bei meiner neuen Partnerin bin, oder sie bei mir ist.)

In meiner Verzweiflung habe ich begonnen Gedichte zu schreiben und meine Gefühle damit auszudrücken. Zufällig habe ich dann auch noch die Landschafts Fotografie entdeckt und durfte seither einen Glücksmoment nach dem anderen erleben, umgeben von sehr viel Schönheit. Über 15o Gedichte durfte ich schreiben und tausende Fotos machen. Ja ich fühlte mich mit Gott, seiner Schöpfung und seiner Liebe verbunden.

Vom „Macher zum Dichter“

Leider kam immer das schlechte Gewissen des Versagers mit dazu. Was soll das alles, wenn ich sonst zu nichts fähig bin.

Ich ging 2 Jahre nicht mehr in die Kirche und zu Veranstaltungen in unserem Dorf, weil ich mich so geschämt habe, verlassen worden zu sein.

Obwohl ich 2 Perioden im Pfarrkirchenrat war, Bibelrunden geleitet habe, Firmvorbereitungen mit den Kindern durchführte den Theologischen Fernkurs begonnen hatte und bei Papst Franziskus im Petersdom in Rom versprochen habe, mich als Diakon in die Gemeinschaft einzubringen, wenn meine damalige Frau bei mir bleibt.

(Sie hat daraufhin gemeint, du kannst doch nicht den Herrgott erpressen, schließlich hat jeder Mensch seinen freien Willen)

Außerdem habe ich jeden Tag darum gebetet, dass wir beide zusammen glücklich sein dürfen. Hat alles nichts genützt. Nicht einmal als ich in Lourdes war und auf ein Wunder hoffte.

JETZT habe ich endlich begriffen, egal was die anderen sagen, (Auch jene Menschen, die mich lieben und die ich liebe), den alten Helmut von früher gibt es nicht mehr. Aus dem „Macher“ ist ein Dichter geworden.

Vom „Macher zum Dichter“

Heute frage ich mich und auch euch !!!

Was ist so schlecht daran

  • wenn man in unserer Leistungs Gesellschaft plötzlich nicht mehr funktioniert
  • wenn man auf einmal ein anderer Mensch wird und beginnt seine wahren Talente und Fähigkeiten zu leben
  • wenn man anderen Menschen mit Bildern und Gedichten eine Freude macht und nicht mit körperlicher Arbeit, die heutzutage noch immer erwartet wird.
  • wenn man seine tiefe Liebe zum Leben, zu Gott und zu sich selber spürt, ohne ein schlechtes Gefühl haben zu müssen
  • wenn man die Erwartungen anderer nicht mehr erfüllen muss, weil man einfach seelisch und körperlich nicht mehr kann
  • wenn einem der Friede im Herzen wichtiger ist, als der materielle Besitz und Erfolg (ich weiß schon, bis zur Trennung war dies anders)

Hey ich nehme keine Drogen, bin kein Alkoholiker, rauche nicht, als Sternzeichen Krebs bin ich sehr gefühlvoll und ein Familienmensch. Versuche niemanden bewusst zu kränken oder seelisch zu verletzen, freue mich, wenn es gelingt Menschen zu begeistern mit meinen Fotos oder Gedichten und sehe mich immer mehr als Botschafter der Schönheit unserer Schöpfung. Es ist einfach wunderschön, ein Lächeln in das Gesicht der Menschen zu zaubern.

Auch in all der Zeit meiner schlechten Gefühle und negativen Gedanken, habe ich nie meine Dankbarkeit für meine Gesundheit und die Hoffnung sowie das Gottvertrauen verloren. Ja ich fühle mich sehr stark verbunden und spüre ganz tiefe DEMUT, wenn es wieder einmal gelingt, traumhafte Augenblicke auf Bildern festzuhalten.

Vom „Macher zum Dichter“

An meinem Arbeitsplatz habe ich schon 30 Jahre Freude und tue diese Aufgabe gerne, betreue 3 Webseiten (www.herzundliebe.com, www.bidodorf.at,u. www.bioheuregion.at) mache Werbung für unsere Region und unser Land mit meinen Bildern und genialen Ideen, wie ein Zeitungskommentator geschrieben hat.

Bin im Jänner 3 Tage in Berlin bei der Grünen Woche im deutschen Landwirtschaftsministerium eingeladen, im Februar bei der größten Bio Fachmesse der Welt in Nürnberg und noch vielen Veranstaltungen zusätzlich. Im Hintergrund bereite ich 45 Beiträge über unsere Bio-Heu-Region vor, welche als Fernsehspot jeweils vor Salzburg Heute ein ganzes Jahr lang gesendet wird und viele andere Dinge.

Fast jedes Wochenende habe ich das Glück mit einer wundervollen Frau zusammen sein zu dürfen und unter der Woche bleibt Zeit für Gedichte schreiben, Fotografieren und vor allem für die Bio-Heu-Region und unser schönes Land zu arbeiten.

Also ein wenig „MACHER“ ist schon noch vorhanden, jedoch muss ich mich damit abfinden, dass ich schon seit über 2 Jahren meine eigenen Erwartungen, was ein „Altbauer und guter Vater“ machen sollte nicht mehr erfüllen kann. Mit der Trennung ist der „Bauer“ in mir endgültig gestorben, obwohl ich vorher schon viel mehr Unternehmer als Bauer gewesen bin.

Wenn es mir gelingt, dies nach 49 Jahren zu akzeptieren und selber voll anzunehmen ohne mich deswegen minderwertig zu fühlen, werde ich in Zukunft wieder Träume, Visionen und Ziele haben,die sich auch erfüllen. Genauso wie die letzten 30 Jahre alle unsere Träume nicht nur erfüllt, sondern bei weitem übertroffen wurden.

Mein größter Wunsch war immer und ist es nach wie vor:

  • der Friede und die Sonne im Herzen
  • beste Gesundheit
  • Lieben zu können und geliebt zu werden

Unser ehemaliger Pfarrer Franz Königsberger hat einmal gesagt:

„Ich wünsche euch viel Friede im Herzen“ denn wenn du den Frieden im Herzen hast, kannst du auch mit einer Krankheit leben, fehlt dir aber der Friede im Herzen, nützt die beste Gesundheit nichts“.

Vom „Macher zum Dichter“


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