Verrückt …nach Denken.

Das große Interesse das diesem Post vorausging, hat noch einmal den Impuls geliefert, noch nachzulegen.

Dazu hole ich hier etwas aus. Das Leben hat zwei Sphären. Die primäre und die sekundäre Wirklichkeit.(primäre Wirklichkeit das Unbewusste, sekundäre Wirklichkeit das Bewusste)

Darstellung der primären und sekundäre Wirklichkeit

Darstellung der primären und sekundäre Wirklichkeit

Die primäre Wirklichkeit ist das, was dahinter liegt. Die sekundäre Wirklichkeit ist das was wir wahrnehmen.

Primäre Wirklichkeit

  • nondual
  • Permanent
  • immer

Sekundäre Wirklichkeit

  • dual /polar
  • temporär
  • Vergänglich

Die primäre Wirklichkeit ist wie die Leinwand für einen Kinofilm. Oder der Himmel für die Wolken. Oder das Meer für die Wellen. Oder das Kameraobjektiv für die Bilder und Szenen, die auf ihm erscheinen. Sie ist der Hintergrund jedes Vordergrundes.

Die sekundäre Wirklichkeit (Welt, Körperwahrnehmung, Bewegung, Aktion) kann ausgeschaltet werden. Beispielsweise im Tiefschlaf. Die primäre nie.

Die sekundäre Wirklichkeit wird nicht etwa ausgeblendet. Die primäre Wirklichkeit ist dann lediglich eingeblendet.

Da der Verstand sozusagen nur aus Denken besteht, vermag er nicht zu verstehen, dass das „Nichts“ (permanente Wirklichkeit) keine gedachte und auch keine Empfundene „Erfahrung“ ist.

Die primäre Wirklichkeit zeichnet sich gerade dadurch aus, dass sie  nicht gedacht wird und gar nicht gedacht oder empfunden werden kann.

Die primäre Wirklichkeit, das eingeblendete Quellenbewusstsein.

Wie jeder im Quellenbewusstsein bleiben und die Transparenz zum Ur-Grund stabil bei sich etablieren kann, ist die Absicht des Achtsamkeitstraining. Es ist eher eine Selbst-Überprüfung zur Selbst-Erkenntnis, als einer Lehre. Doch ohne Metapher und eigene Übung ist keine Einsicht möglich. Mit der Einsicht kommt das Leeren!

Primäre und sekundärer Wirklichkeit in Summe ist das Ganze. Ist das Leben. Das was wir Menschen umgangssprachlich Leben nennen, ist eine Lebensart oder Lebensweise.

Die Verbindung die durch den Verstand eine illusorische Trennung erfährt.

Die Verbindung die durch den Verstand getrennt wird.

Die Verbindung die durch den Verstand getrennt wird.

 

Zurück zum Ausgangspunkt des Denkens.

Das Denken ist im sekundären Bereich aktiv. Denken ist schon Materie, sehr feinstofflich.

Es gibt da keinen Zweifel an den Fakten, dass der erworbene Intellekt, der das Ergebnis des Denkens ist, uns dabei geholfen hat länger zu überleben als die anderen Spezies. All unsere Technik und Entwicklungen verdanken wir diesem Prozess.

Was ist es, das uns von dem Leben um uns herum separiert und was hält diese Separation oder Teilung, die ganze Zeit aufrecht?

In Wirklichkeit ist es das Denken, das uns teilt. Wie bereits erwähnt, das Denken ist Materie. Aber die Materie kann dort nicht für längere Zeit bleiben. In dem Moment, in dem die Materie entsteht, muss sie wieder ein Teil der Energie werden.

Aber dieses Verlangen unsererseits, oder des Denkens, diese Kontinuität aufrecht zu erhalten, ist das Verlangen, das uns dazu treibt, dasselbe immer wieder zu erfahren. Dadurch erhalten wir diese oberflächliche, künstliche und nicht existierende Dualität, diese Teilung zwischen unserem Leben und dem Leben um uns herum aufrecht.

Es liegt außerhalb der menschlichen Denkmöglichkeit, sich darüber eine Vorstellung zu machen.

Es wird von Stille, von Einheit, dem „Nichts“ gesprochen. Paradies, Nirwana und andere Ausdrucksweisen versuchen diese primäre Wirklichkeit zu umschreiben.

 

Was genau ist dann unser Denken?

Das Denken ist nur eine Reaktion auf Stimuli. Das Gehirn ist kein wirklicher Schöpfer, sondern nur ein Behälter. Die Funktion des Gehirns in diesem Körper beschränkt sich auf die Sicherstellung der Bedürfnisse des physischen Organismus und die Aufrechterhaltung seiner Sensibilität, wohingegen das Denken, durch seine permanente Einmischung in die Sinnesaktivitäten, die Sensibilität des Körpers zerstört.

Das ist der Konflikt.

Dieser kann, nachhaltig durch die Stärkung der Gewohnheit „Achtsamkeit“,  zu innerem Frieden und innerer Stabilität führen.

Dennoch, die Sinnesfreuden bleiben erhalten! :-)

Entfallen wird: Druck, Stress, Burnout-Syndrom, Depression uns hypothetische Ängste. Das Gedankenkarussell wird verlassen.

Es herrscht Klarheit.

Wo Klarheit herrscht hat Angst keinen Platz.

Wo Klarheit herrscht ist Leben, ist Liebe.

 


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