Valkyria Chronicles 4

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Valkyria Chronicles 4

9Taktik-RPG

Valkyria Chronicles 4 ist seit langer Zeit wieder ein eindeutiger Beweis, dass SEGA auch heute noch im Stande ist, ein (nahezu) perfektes Videospiel abzuliefern.  Dem Titel zufolge handelt es sich zwar um den vierten Teil einer Serie, dankenswerterweise kann man aber diesen Umstand getrost ignorieren: Das Spiel steht im Grunde mechanisch sowie in Sachen Story auf eigenen Beinen und wirkt thematisch eher wie ein zweiter Teil, da sämtliche Neuerungen der letzten beiden Ableger wieder verworfen werden.

Valkyria Chronicles, das ist XCOM im japanophilen Anime-Look. Mit anderen Worten: Der Spieler bewegt einzelne Spielfiguren taktisch über den Austragungsort kriegerischer Auseinandersetzungen, um sich so Zug für Zug an den Sieg heranzuarbeiten. Spielfiguren steuern sich dabei eher wie in einem Third-Person-Action-Adventure, wodurch man als Spieler deutlich mehr Bezug zu ihnen bekommt als in vergleichbaren Genre-Ablegern.

Zwischen den Gefechten kümmert man sich um das Training der Figuren, rüstet sie mit neuen Waffen aus oder schraubt am Panzer herum, der ebenfalls in vielen Gefechten zur Verfügung steht. Auch Zwischenmenschliches findet hier seinen Raum und selbst die unscheinbarsten Nebenfiguren erhalten in optionalen Missionen ihren Moment im Scheinwerferlicht.

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Nun sind das alles Details, die Kennern des sehr beliebten ersten Spiels hinlänglich bekannt sein dürften – das Sequel ist dem Erstableger in der Tat sehr ähnlich. Der Teufel liegt hier aber eher im Detail: So gibt es mit dem Granatwerfer eine neue Klasse, die das Arsenal sinnvoll erweitert; Gefechte sind grundsätzlich großräumiger angelegt und vor allem die zahlreichen Nebenmissionen gab es so zuvor noch nicht. Es handelt sich um eine Produktion, die schlicht und einfach viele Details verfeinert statt das Spiel völlig neu zu erfinden. Angesichts der umstrittenen Vorgänger ist das sicherlich auch gut so.

Die Story von Valkyria Chronicles 4 ist absolut sympatisch erzählt und bindet den Spieler mit netten Dialogpassagen und extrem spannenden, umfangreichen Szenarien an sein Bataillon. Selten läuft eine Mission wie geplant und der Spieler ist so konstant gefordert, sich an aktuelle Überraschungen anzupassen – im Grunde interaktives Storytelling der Meisterklasse. Die Entwickler haben sich ganz klar an europäische Kriegen der Vergangenheit angelehnt, was dem ganzen Treiben durchaus einen gewissen „Charme“ verleiht. Zusammen mit einem stimmigen Soundtrack entsteht so ein Pflichteintrag für das Genre der Taktik-RPGs.

Valkyria Chronicles 4 macht zudem auf der Switch eine besonders gute Figur, denn das Genre hat ganz natürlich viele Eigenschaften, die sich für eine portable Umsetzung eignen – und notwendige Kompromisse gibt es keine. In Umfang und Qualität gibt es wenige Titel, die an diese herausragende Produktion herankommen.

Plattform: Switch (Version getestet), PC, PS4, Xbox One, Spieler: 1, Altersfreigabe (PEGI): 16, Release: 25.09.2018, Link zur Homepage

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Autor

Florian Kraner

Aufgabenbereich selbst definiert als: Pixel-Fachmann mit Expertenausweis. Findet ”Das Fürchterliche muß sein Gelächter haben!” zutreffend.


 

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