UN-Studie zum Weltwassertag 2012

UN-Studie zum Weltwassertag 2012
Die UN warnt in einer aktuellen Studie davor dass in vielen Teilen der Welt die Versorgung mit Trinkwasser in Gefahr ist. Knapp eine Milliarde Menschen haben keinen oder schlechten Zugang zu sauberen Trinkwasser.
Als größtes Problem beschreibt der jüngste Weltwasserbericht der Vereinten Nationen, den Klimawandel, der aktuelle Bevölkerungsanstieg und der daraus resultierende Nahrungs- und Energiebedarf.
Einen immer größeren Teil des Trinkwassers beziehen wir laut der Weltwasserstudie aus dem Grundwasser, die aktuell die Hälfte des weltweiten Trinkwasserbedarfs deckt.
Diese Resourcen anzuzapfen bezeichnet die UN als „stille Revolution“ des 20. Jahrhunderts.
Eine genaue Erfassung der Wasserreserven und deren nachhaltigen Nutzen fordert die UN in Ihrem Weltwasserbericht.
 „Weil Wasser preiswert und weit verbreitet ist, wird sein Gebrauch oft nicht direkt gemessen, sondern eher geschätzt.“
Weltweit werden in etwa 80 Prozent des Brauchwassers  nicht aufbereitet.
In Asien hätten auch geänderte Lebensgewohnheiten beim Konsum – etwa beim Umstieg vom Fahrrad aufs Auto – Einfluss auf den Wasserverbrauch:
„In den Schwellenländern könne der Wasserbedarf um 50 Prozent über die Werte von 2011 steigen.“ 
In Asien, aber auch Schwarzafrika, könnten mehr als 40 Prozent der Länder im Jahr 2040 unter ernsthafter Trinkwasser-Knappheit leiden.
Quellen:

Ware statt MenschenrechtWie die Versorgung der Menschen mit Trinkwasser weiterhin sichergestellt werden kann, steht daher im Zentrum des 6. Weltwasserforums, das gestern in Marseille begonnen hat. Zu den 20.000 Teilnehmern zählen Vertreter von Energieunternehmen, Staats- und Regierungschefs, mehr als 80 Minister, Experten und andere Kongressbesucher aus 140 Ländern.Der Leiter des Forums, das alle drei Jahre stattfindet, Benedito Braga, strebt einen globalen Fonds für Wasserprojekte an. Schwerpunkt dürfte in diesem Jahr insbesondere eine bessere Verteilung der Ressource vor dem Hintergrund der Klimaveränderungen und unsicherer Nahrungsmittelversorgung sein. Ziel sei, so Braga, „ein Recht auf Wasser und auf Abwasserreinigung“ in die Abschlusserklärung aufzunehmen. Beim jüngsten Forum in Istanbul 2009 war dies nicht gelungen. Kritiker werfen dem Forum vor, Wasser als Handelsware und nicht als Menschenrecht zu sehen.Die globalisierungskritische Organisation Attac kritisierte, das Weltwasserforum sei „eine große Lobbyveranstaltung der Wasser und Energiewirtschaft“ und diene vor allem als Kontaktbörse zwischen Regierungen und den globalen Wasserkonzernen. In der traditionell vorab verfassten Abschlusserklärung sei formuliert, dass die weltweiten Wasserprobleme nur durch eine Partnerschaft mit Privatunternehmen zu lösen seien, so Attac weiter.Zu einer Gegenveranstaltung, dem vierten Alternativen Weltwasserforum (FAME) werden von Mittwoch bis Samstag mehrere tausend Aktivisten in Marseille erwartet. Der World Wide Fund for Nature (WWF) warnte vor einer weiteren Zuspitzung der globalen Wasserkrise. Alleine seit 2000 sei es im Streit um die Wassernutzung weltweit zu mehr als 50 gewaltsamen Konflikten gekommen.
KlimawandelDer mächtige Eispanzer auf Grönland ist stärker gefährdet, als Forscher bislang angenommen hatten. Die neuesten Berechnungen des Potsdam-Instituts für Klimaforschung und der Uni Madrid haben ergeben, dass ein vollständiges Schmelzen bei einem Temperaturanstieg zwischen 0,8 bis 3,2 Grad möglich sei. Am wahrscheinlichsten ist ein vollständiges Abschmelzen den Forschern zufolge, wenn die Temperatur um 1,6 Grad oder mehr steigt. Bisher hielten Forscher diese Gefahr erst bei einem Plus von 3,1 Grad für wahrscheinlich.Die internationale Gemeinschaft hatte dagegen für den weltweiten Temperaturanstieg ein Ziel von zwei Grad bis zum Ende des Jahrhunderts vereinbart. Derzeit sieht es allerdings nicht danach aus, dass dieses Ziel erreicht wird.Gelingt es doch noch, würde sich das Abtauen des Eises über 50.000 Jahre erstrecken. Sollte die Menschheit den Ausstoß von Klimagasen aber unvermindert fortsetzen, würde die Temperatur auf Grönland im Sommer um acht Grad steigen. Schon nach 500 Jahren wäre dann ein Fünftel des mehr als 3000 Meter dicken Eispanzers geschmolzen.

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