Übergang

Der Umstieg vom 3D auf “normales” Bogenschießen fällt mir jedesmal schwer. Beim 3D muss man sich auf jeden Schuss neu einstellen, bei aller Unterschiedlichkeit der Schießsituationen. Beim Platzschießen aber muss man den immer wieder gleichen Schuss möglichst perfekt wiederholen; schon gar, wenn das nächste Turnier die Dt. Meisterschaft WA im Freien des DSB ist!

Am Dienstag wechsele ich wieder von den VAP V6 auf die V1. Die V1 sind wegen der Pins einen Hauch steifer, so dass ich das Visier und die Buttonhärte leicht nachführe. Der ganze Rest des Trainings besteht wieder darin, einen konstanten Schießstil wiederzufinden, der gleichzeitig eine hohe Treffsicherheit aufweist. Das dauert fast das ganze Training. Mal schieße ich Gruppen, mal streue ich fürchterlich. Nebenbei versuche ich, ca. acht wiederkehrend gut gruppierende Pfeile ausfindig zu machen, aber das will mir nicht recht gelingen.

Folgende Stilelemente stelle ich wieder auf “Routineschießen” ein:

  • Der Stand: parallele Fußstellung in Schulterbreite; Becken locker und gerade; Rücken gerade, aber nicht übertrieben steif aufgerichtet; Schulterpartie zum Ziel gerichtet.
  • Der Bogenarm: möglichst gerade Verlängerung der Schulterpartie durch den Bogenarm; leicht ausgedrehter Ellenbogen; Griffhand zu Beginn des Auszugs hoch angestellt, so dass die Zeigefinger-Daumen-Beuge sicher an die tiefste Stelle des Griffes rutscht.
  • Der Schussablauf: Anvisieren knapp oberhalb der Scheibe; beim Auszug den Druckpunkt in den Griff senken und den stets gleichen Druckpunkt erspüren; in den Anker gehen; Expansion durch Durchdrücken im Bogenarm und gleichzeitiges Ziehen mit den Rückenmuskeln.
  • Absetzen: sobald etwas nicht stimmt – Absetzen und Neuaufbau!

Während ich mir beim Donnerstagtraining diese Stilelemente Passe für Passe wieder einbläue, werden die Gruppierungen konstant besser. Sobald einige Pfeile dicht beieinander gruppieren, stecke ich sie in die entsprechenden Köcherröhren. So bekomme ich allmählich die am besten gruppierenden Pfeile zusammen. Mit diesen schieße ich dann einige Sechserpassen; alle liegen so etwa zwischen 48 und 55 Ringen.

Die so gefundenen acht Pfeile markiere ich mit einem Edding und nehme die alten Nocken herunter. Beim Abbauen stecke ich diesen Pfeilen komplett neue Nocken auf. Am Bogen werden nochmal alle Schrauben auf Festigkeit geprüft und der Bogen wird eingepackt. – Der Bogen ist also fertig.

Und wie sieht es mental aus? – Der Dt. Meistertitel gibt mir Selbstvertrauen und ein gutes Grundgefühl. Ich nehme mir vor, mich immer nur auf den nächsten Schuss zu konzentrieren. Ich schieße nicht gegen die anderen, sondern höchstens gegen mich selbst!  Der Übergang wird schon klappen.


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