Türkises Meer und gelbe Strände

Juhu, unsere erste große Wanderung! Kurz vorher machten wir noch eine kleine Weltreise durch das Warehouse und diverse Outdoorläden, um einen Campingkocher, Campingtopf und eine Isomatte zu kaufen. Von letzterer brauchten wir nur noch eine, weil ich die superluxuriöse selbstaufblasende Luftmatte von Caro ausgeliehen bekam. Von der Golden Bay (die übrigens wegen des Goldes, das dort gefunden wurde so benannt ist) fuhren wir nach Motueka, um dort „wild“ zu campen und fanden nach einigem Suchen auch einen schönen Platz direkt am Meer. Für die letzte Nacht vor unserer großen Wanderung suchten wir uns jedoch ein Hostel in Marahau, um alles um- und einzupacken. Weil wir eine Strecke mit den Kajaks zurück legen wollten, mussten wir uns auf unsere (unbequemeren) Tagesrucksäcke beschränken, da die großen nicht in das Kajak gepasst hätten. Wir schafften es grad so, Lebensmittel, Klamotten, Kocher, Zelt etc. unterzubringen, hängten vieles außen dran und Kamera bzw. Fotoapparat wurde direkt am Gürtel festgeschnallt.

So vollgepackt ging es am Morgen des nächsten Tages zu Tim’s Arbeitgeber „Aqua Taxi“. Dort angekommen, wurden wir gleich nach dem Bezahlen in den großen Hinterhof geschickt, wo schon einige kleine Grüppchen um ihre Führer versammelt waren. Der Hinterhof sah so ein bisschen aus, wie eine moderne Stallanlage: lange Gebäude mit verschiedenen Stationen, alles sehr professionell und mit modernen Geräten. Da wir die „Freedom“-Tour machten, also auf eigenen Faust, wurden wir dem coolsten Führer zugewiesen (wahrscheinlich sind die alle cool), der gaaaanz locker an die Sache ran ging. Er zeigte uns (4 Pärchen, alle so zwischen 18-28), wie wir unsere Sachen in die Kajaks packen und alles wasserdicht verschließen konnten. Er erklärte, wo wir die Boxen für die Kamera, zusätzliches Campinggeschirr etc. her bekamen und wie wir unseren „Rock“, die Schwimmweste und die Jacke anziehen sollten. Anschließend machte er uns die Regeln des Parks klar, wie z.B. dass es absolut keine Mülleimer gibt und alles was man hinein bringt, auch wieder herausgebracht werden muss oder dass keine Tiere getötet werden dürfen, Possums jedoch ausgeschlossen. Wer eins sieht, sollte es auf jeden Fall töten, da sie Pflanzen- und Tierwelt schädigen. Er wies uns außerdem in den Küstenverlauf ein, an welchen Stellen wir nur bei ruhiger See paddeln sollten, an welchen Inseln wir anlanden dürften und wo Vögel oder Seelöwen geschützt seien.

Anschließend kam der anstrengende Teil: Wir bekamen beigebracht, wie wir das Kajak besteigen, lenken, bei einem Dreher wieder aufrecht stellen konnten etc. Gleich nach der Übung an Land ging es vor zum Wasser und ich schwor mir, dass ich auf keinen Fall mit dem Ding umkippen will! In der Bucht übten wir ein wenig navigieren, also auf der Stelle drehen, plötzlich anhalten (rückwärt paddeln) und ohne Steuer lenken. Anschließend fuhren die anderen drei Paare los, denn wir waren die einzigen, die erst einmal einen Tag wandern und dann mitten im Park losfahren wollten. Unsere Strategie wird normalerweise nicht so oft gebucht, was zu Verwirrung bei einigen Angestellten führte. Für uns war es aber der beste Weg. Wir packten unser Kajak also wieder auf den Anhänger und fuhren gegen Mittag mit dem Wassertaxi ans nördliche Ende des Parks (fast).

Von dort aus wanderten wir dann am gleichen Nachmittag noch 11 Kilometer zurück nach Süden zu unserem ersten Campingplatz. Das Wandern ging ganz gut, die Natur wechselte sich ab. Wir durchquerten Flüsse mit kleinen Krabben und dichten Algen (das wäre dann das Ende der Wanderung für meinen Bruder gewesen), durch die man nicht auf den Grund sehen konnte. Sehr gut war es, Flip-Flops dabei zu haben, denn die Muscheln in den Rinnsalen waren ziemlich scharfkantig. Die gelb-goldenen Strände, das türkisblaue Wasser und die dunkelgrünen Wälder waren ein tolles Farbenerlebnis. Fast unreal. An unserem ersten Campingplatz in der Onetahuti-Bay waren wir fast alleine. Das Schlafen im Zelt war nach mal eine Stufe härter! Und nachts wachte ich einmal plötzlich auf, weil neben meinem Kopf ein Opossum schrie: Das Vieh war natürlich außerhalb des Zeltes, aber der Schrei ist echt der Hammer, total wütend und schrill! Wahrscheinlich waren die Schreie der Orks aus Herr der Ringe dem nachempfunden. Als ich davon aufwachte, musste ich typischerweise auf Klo. Als ich aus dem Zelt lukte, sah ich das schwarze Opossum im Lichtkegel meiner Kopflampe und es rannte auch noch genau in das dichte Gebüsch, in dem die Toiletten aufgestellt waren! Ich traute mich kaum hinterher, aber ein müde Jere ließ mich mit meiner Frage nach ritterlicher Begleitung abblitzen (naja, nicht direkt, er fragt eher, ob es „wirklich nötig“ sei.). Also nahm ich allen Mut zusammen und folgte dem Opossum ins Gebüsch. Plötzlich schrie es wieder direkt neben mir und mein Herz hämmerte vor Angst. Die letzten paar Meter zur Toilette rannte ich und schloss schnell ab. Auch auf dem Weg zurück leuchtete ich panisch durch die Landschaft, aber zum Glück war das Vieh dann wohl schon weg. Scheiß Natur!

Am nächsten Morgen machten wir uns ein leckeres Früstück mit asiatische Nudelsuppe und schon kam unser Kajak per Wassertaxi an. Wir beluden es, machten uns bereit und stachen ins Meer. Der Wind kam Vormittags etwas von vorn, aber wir schafften es, noch während der Flut in einige Lagunen zu paddeln. Am Nachmittag drehte der Wind und kam nun von hinten, so dass wir frühzeitig an unserem zweiten Campingplatz in Anchorage anlandeten. Hier waren sehr viel mehr Camper unterwegs, allein auf unserem Wiesenabschnitt standen ungefährt zwölf Zelte. Hier lernten wir dann auch Wito und Daniel kennen, die anfangs ein wenig Probleme mit ihrem Warehouse-Zelt hatten. Abends zündeten die Jungs ein kleines Lagerfeuer an und als es langsam dunkel wurde, beschlossen wir, zu der Höhle am anderen Ende des Strandes zu spazieren, von der uns Tim Glühwürmchen versprochen hatte. Gut, dass wir nicht viel später losgelaufen sind, denn es wurde langsam Flut und so mussten wir durchs Wasser an einem Felsen vorbei, um an den Strandabschnitt zu kommen, von dem aus man in die Höhle kommt. Tatsächlich entdeckten wir zwei Höhlen mit bläulich leuchtenden Punkten – sehr schön! Auf dem Rückweg wurden auch die Jungs mit ihren langen Beinen am Hintern nass.

Am nächsten Morgen erwachte ich von Jeres Übergeb-Geräuschen und das Elend begann. Bis heute, eine Woche danach, haben wir beide noch Magen-Darm Probleme, die immer mal wieder besser und schlechter werden. Bei mir hat es erst zwei Tage später begonnen. Wir paddelten ohne große Abstecher zurück nach Marahau. Wir hatten beide am zweiten Tag nicht mehr so viel Kraft, genossen aber trotzdem das Meer und das Kajakfahren. Wir wurden von superfrohen Kajak-Coaches begrüßt, die happy darüber waren, dass wir wieder gut angekommen sind. Als wären wir die ersten gewesen, die das geschafft haben. Ich finde ja diese ganze Strategie der Firma echt super! Man kriegt so ein richtiges Abendteuergefühl.

Anschließend ging es zurück nach Nelson, nacheinander in verschiedene Hostel, weil wir wegen Krankheit immer wieder verlängerten und nicht immer ein Zimmer frei war. So lernten wir auch noch das „Green Monkey“ und das „Almond House“ kennen, zwei weitere Hostel der Spitzenklasse! Unsere Mahlzeiten beschränkten sich bald auf Weißbrot, Salzstangen, Bananenmatsch und Pfefferminztee.

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