Thomas Florschuetz: Durchsicht

Ausstellung in der Berliner Galerie Diehl: Thomas Florschuetz – DurchsichtIn der Berliner Galerie Diehl läuft bis zum 17. November 2012 die Ausstellung „Durchsicht“ mit großformatigen Arbeiten des Fotografen Thomas Florschuetz, die zwischen 2008 und 2011 entstanden sind. Zu sehen sind perspektivische Darstellungen verschiedener Architekturen sowohl prominenter als auch anonymer Herkunft, darunter Chipperfields Neues Museum, aber auch die Reste einer anonymen Behausung in einer Wüstenlandschaft.

Ausstellungsbeschreibung

DIEHL zeigt exklusiv und erstmalig in Berlin Arbeiten von Thomas Florschuetz, die zwischen 2008 und 2011 entstanden sind. In dieser,  seiner 3. Einzelausstellung in unserer Galerie werden 7 großformatige Photographien gezeigt (darunter eine dreiteilige Arbeit).

Die Ausstellung DURCHSICHT zeigt anhand einer Auswahl Werke, die sich unter anderem am Beispiel perspektivischer Darstellung mit verschiedenen Formen von Architektur auseinandersetzt. Dabei entstammt diese Architektur einerseits sowohl prominenter als auch anonymer Herkunft, andererseits stellt sie auch  Mischformen dar (Neues Museum).
Teil dieser Präsentation sind Fotografien, die 2008/09 während der Restaurierung und des teilweisen Neubaus des Neuen Museums durch  Sir David Chipperfield entstanden sind. Andere Aufnahmen zeigen den Obersten Bundesgerichtshof in Brasilia von Oscar Niemeyer, sowie Louis Kahn’s Salk Institute in La Jolla in Kalifornien. In der Arbeit O.T. (Wonder Valley) 01 sind die Reste einer anonymen Behausung in einer Wüstenlandschaft zu sehen. Eine Art Gegenpol in dieser Ausstellung stellt das Bild O.T. (Jet) 45, 2009, dar. Hier blickt man durch den segmentierten Rumpf eines Kampfflugzeuges.

Mittels Schärfe, Unschärfe und einer fragmentierenden Sicht auf die jeweiligen Gebäude und Objekte verleiht er diesen eine skulpturale und anthropomorphe Präsenz.

Florschuetz’ Fotografien, analoge Bestandsaufnahmen realer Szenarien, versuchen Signifikantes im Ausschnitt des Bildes zu betonen und verweisen so auf grundlegende Bedingungen individueller Wahrnehmung. In der Kombination von Linie, Ebene, Textur, Licht und Perspektive entstehen Bilder von großer Suggestivkraft.

So sind die Arbeiten von Thomas Florschuetz auch nur entfernt mit dem verwandt, was wir gemeinhin unter  dem Begriff der Architekturfotografie subsumieren. Die schöpferische Quelle seiner künstlerischen Arbeit liegt vielmehr in der Auseinandersetzung mit Charakter und Form der jeweiligen Gebäude und Objekte und an der Differenz von Sehen und Zeigen.

Die Ausstellung DURCHSICHT fordert den Betrachter auf, sich mit den Ergebnissen dieser Recherche vertraut zu machen und mit ihnen in einen Dialog zu treten.

Quelle: Galerie Diehl

Wann und wo

Galerie Diehl
Niebuhrstraße 2
10629 Berlin

22. September – 17. November 2012


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