Test: Just Cause 3 [PS4]

Man nehme eine große offene Spielwelt, einen knallharten Typ, ein paar Waffen – explosives Zeug am besten – dazu einige Fahrzeuge und dann noch zwei drei andere verrückte Typen. Ach ja! Und man setzt die Physik außer Kraft. Braucht doch sowieso keiner. Ja und dann… hätten wir es. Just Cause 3.

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Die so traumhafte Mittelmeerrepublik Medici steht unter der eisernen Faust von Diktator General Di Rivallo. Um seine Macht zu sichern, hat er ein umfangreiches Verteidigungsnetz aus Militärbasen aufgebaut und nutzt natürlich auch eine vielseitige Propaganda. Jedoch gefällt das den dort lebenden Menschen keineswegs und so rührt sich Widerstand. Es ist sogar eine Revolution entfacht, die aber allein zu schwach ist und da kommt ihr ins Spiel. Ihr schlüpft in die Rolle von Rico Rodriguez, einem richtigen Draufgänger. Nach seiner actionreichen Ankunft legt er auch sofort los, die Diktatur zu beenden.

Wo fangen wir bei „Just Cause 3“ am besten an? Die Spielwelt? Die Möglichkeiten? Die Ausrüstung? Hmm. Werfen wir zunächst einen Blick auf die Story. Diese führt uns durch verschiedene Missionen und lässt uns Schritt für Schritt die Insel befreien, zumindest teilweise. Tatsächlich muss man aber sagen, dass eine Story nicht zwingend notwendig gewesen wäre, denn wir können uns auf der 400 Quadratmeilen großen Karte nahezu von Anfang an frei bewegen und die entsprechenden Provinzen von Medici auch ohne Missionen befreien. Es scheint vielmehr so, als ob die Story mit seinen knapp über 20 Missionen ein netter Zusatz ist. Überflüssig ist sie aber keineswegs. Vor allem zum Anfang lernt man hierdurch alle Features näher kennen und schaltet auch neue frei. Demnach empfiehlt es sich, die erste Zeit etwas ausführlicher den Missionen zu widmen, damit man perfekt für die Befreiung gerüstet ist.

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Apropos Befreiung. Wie bereits angesprochen, besteht Medici aus einigen Inseln, die wiederum in Provinzen unterteilt sind. Innerhalb dieser Provinzen trifft man Städte, militärische Außenposten und schwer bewachte Militärbasen an. Befreit man all diese Standpunkte, es gibt insgesamt übrigens 130 Lokalitäten, befreit man dann auch die Provinz. Und jetzt kommt das Schöne an „Just Cause 3“. Man hat euch keine Grenzen bei dieser netten Freizeitbeschäftigung gesetzt. So könnt ihr eine Statur des Diktators einfach solange mit euren Waffen durchlöchern, bis diese in sich zusammenfällt, oder ihr nutzt euren Allzweck-Haken und reist sie im wahrsten Sinne des Wortes ab. Doch das sind nur zwei von unzähligen Varianten. Ihr könnt euch beispielsweise auch einen Panzer besorgen oder die befestigt einen Bus an einem Helikopter und nutzt dieses Gefährt als Abrissbirne. Frei nach dem Motto: Je verrückter, desto besser. Und genau dieser Umstand macht den Titel aus, denn man versucht stets, neuen geistesgestörten Kram zu machen. Immerhin ist die Physik ja nahezu ausgesetzt. Das macht sogar so viel Spaß, dass man gern mal mehrere Stunden am Stück an der Befreiung arbeitet, auch wenn eigentlich nur eine kurze Runde eingeplant war.

Nieder mit dem Diktator!

Nieder mit dem Diktator!

In einer 400 Quadratmeilen großen Spielwelt braucht man aber auch Möglichkeiten, um sich fortzubewegen. Mit um die 80 verschiedenen Fahrzeugen zu Land, zu Wasser und in der Luft steht hierfür eine große Auswahl zur Verfügung. Doch selbst wenn diese nicht vor Ort sind, gibt es eine weitere Möglichkeit. Nein wir reden hier nicht vom Laufen. Denn unsere Ausrüstung ermöglicht eine neue Variante der Fortbewegung an. Dank einem vielfach einsetzbaren Grapple-Hook, einem Enterhaken, könnten wir entfernte Objekte erfassen und uns schnell dorthin ziehen lassen. Aktiviert man dann im richtigen Moment noch seinen Fallschirm, nutzt man den Schwung und katapultiert sich selbst in die Luft. Falls man auch einmal von einer Klippe springen muss, kann man zusätzlich noch einen Wingsuit nutzen. Dieses „Just Cause“-typische Prinzip klappt auch im dritten Teil wieder so gut, dass man meinen könnte, man habe das bloße Laufe abgeschafft. Nach einer gewissen Zeit werden nämlich selbst die kleinsten Entfernungen auf diese Art überwunden.

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Während die Fahrzeugauswahl umfangreich gestaltet ist, ist das Waffenarsenal eher überschaubar. Der Spieler kann vier Waffentypen gleichzeitig bei sich tragen: Zwei Pistolen bzw. MPs, die man gleichzeitig nutzt, ein Sturmgewehr oder ein großes Maschinengewehr, dann noch ein paar Sprengsätze und abschließend irgendetwas, das was Explosives verschießt. Es spielt aber selten eine Rolle, welche Waffe man aktuell nutzt. Da die Gegner selten richtig gefährlich sind, erfüllt jedes Kaliber seinen Zweck und meistens werden sie auch dafür genutzt, irgendetwas zu zerstören – Gastank, Satellitenschüssel oder beispielsweise einen Transformator. Auch wenn man sich normalerweise bei anderen Titeln über ein derart überschaubares Arsenal beschweren würde, vermisst man in „Just Cause 3“ in dieser Hinsicht nichts. Vor allem da man dank verschiedener Modifikationen einige Verbesserungen an seiner Ausrüstung vornehmen kann. So explodieren Granaten beispielsweise sofort, wenn sie auf einen Gegenstand treffen oder man kann durch einen Mod seine verfügbaren Seile des Enterhakens auf sechs Stück erhöhen. Zu Beginn stehen euch zwei zur Verfügung.

Der größte Kritikpunkt ist tatsächlich die Eingewöhnungsphase. Bereits nach einer kurzen Filmsequenz geht das Spiel sofort richtig los und verlangt einiges von euch, wenn auch durchaus machbar. Jedoch haben vor allem Neuzugänge der „Just Cause“-Reihe keine Ahnung, wie die Steuerung ist. Auch wenn man in den ersten Missionen verschiedene Transportmittel nutzt, brauch es selbst hier eine gewisse Gewöhnungsprozess. Hier hätten wir uns doch etwas mehr Unterstützung gewünscht, auch wenn man aufgrund der kaum vorgeschriebenen Handlung schnell den Dreh heraus hat.

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Fazit:

Die Entwickler vom Avalanche Studio haben mit „Just Cause 3“ durchaus eine gute Arbeit abgeliefert. Zwar lässt sich die Spielwelt bei weitem nicht mit dem Spiele-Hit „GTA 5“ vergleichen, dennoch ist sie riesig und äußerst liebevoll gestaltet. Hinzu kommt eine schöne Optik sowie ein stimmiger Sound. Die wilden Explosionen und spektakulären Stunts machen obendrein extrem viel Spaß und dank der zahlreichen Möglichkeiten kann der Titel auch langfristig fesseln. Man könnte zwar bemängeln, dass eine umfangreiche Story fehlt, aber wer tiefgründigen Inhalt sucht, ist hier auch gänzlich falsch. Es geht einfach nur darum, verrückte Dinge zu tun und genau in dieser Hinsicht ist „Just Cause 3“ spitzenmäßig und schafft auch dieses Mal wieder einen konkurrenzschwache Lücke in der Videospielindustrie zu füllen.


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