Technisches zum Jahresende

Diesmal soll es einige technische Infos geben, denn ich habe die letzte proprietäre Softwarekomponente im Heimnetzwerk durch Open Source ersetzt.

Mein TP-Link TL-WDR4300 WLAN-Router war mir schon lange ein Dorn im Auge, aber ich habe mich nicht getraut, ihn zu flashen, weil ich Angst hatte, dass ich ihn in ein Stück tote Elektronik verwandele. Nachdem ich einige Zeit die zugehörige Seite des OpenWRT-Projektes beobachtet hatte und es wirklich einfach erschien, habe ich den Schritt gewagt. Und siehe da, es war einfach. Ging schnell und das gute Stück kam sogar mit einer guten Erstkonfiguration hoch. Einzig die WLANs musste man noch zuschalten.

Das gute Stück darf aber nicht allein mein Heimnetzwerk absichern, denn die kleine Firewall zwischen dem KD-Router und TP-Link wird von pfSense beherrscht. Ich hatte schon kurz darüber berichtet. Die FreeBSD-basierte Firewall Edition läuft auf einem lüfter- und plattenlosen Kleinstrechner und läuft klaglos. Das Beste ist aber, dass ich das Zeug verstehe, was man machen kann. Das pfSense-UI ist wirklich gut und erklärt viel. Deswegen dreht auch seit sechs Monaten ein grosser Hardwarebruder im Büro seine Runden.

Auf unseren Rechnern läuft Linux. Meine Freundin hat Ubuntu 12.04 laufen und ich 14.04. Beide mit Cinnamon-UI. Unsere Telefone sind Android, nicht wirklich 100% frei, aber in grossen Teilen. Nein, ich habe sie nicht gerootet.

Das Heimbackup-Gerät ist ein FreeNAS-basiertes RAID-Array. Einen grossen Artikel zur Hardware hatte ich schon gepostet. Gestern bin ich auf FreeNAS 9.3 gegangen. Ging auch gut, nur ein wichtige Hinweis: Geduld! Leider bliebt das UI-Update beim Unmount des In-Memory-Laufwerks hängen und so habe ich nach Studium des Logs auf gut Glück gebootet. Danach laufen zwei Update-Durchgänge des OS. Das dauert. Unbedingt wieder einen Monitor anschliessen, damit man die Console sieht und sich in Geduld üben kann. Es dauert bis zu 30 min oder mehr ohne das sich was tut, um den USB-Stick auf einen neue Version von FreeNAS zu heben. Danach bootet er nochmal und updatet die Config-DB und dann bootet er nochmal. Also, ruhig Blut.

Achso, noch eine kleine Randnotiz. Der TP-Link starb früher den Heldentod, wenn ich versehentlich via WLAN aufs NAS kopiert habe. Brauchte immer wieder einen Reboot. Jetzt stöhnt er nicht mal, aber natürlich ist trotzdem kopieren via Kabel besser als über WLAN, aber manchmal denkt man nicht dran.


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Wer bin ich? | 1000 Fragen an mich selbst #7