Tagebuchnotizen zum Buch DAS ESELSKIND - Du kleine Russensau brauchst mal wieder eine richtige Abreibung!

Tagebuchnotizen zum Buch DAS ESELSKIND - Du kleine Russensau brauchst mal wieder eine richtige Abreibung!
Ihr Lieben,

heute Abend möchte ich meine Tagebuchnotizen zu dem Buch DAS ESELSKIND mit einer kleinen Geschichte beginnen:
„Der Wolf und das Lamm“

 
"Ein Lamm löschte seinen Durst in einem klaren Bache. Dabei wurde es von einem hungrigen Wolf überrascht. 
»Wie kannst Du es nur wagen«, rief er wütend, »mir meinen Trank zu trüben? Für diese Frechheit musst Du bestraft werden!«  »Ach, mein Herr«, antwortete das Lamm, »seien Sie bitte nicht böse. Ich trinke ja zwanzig Schritte unterhalb von Ihnen. Daher kann ich Ihnen das Wasser gar nicht trüben.«  »Du tust es aber doch!« sagte der grausame Wolf. »Und außerdem weiß ich, dass Du im vergangenen Jahre schlecht von mir geredet hast.«  »Wie soll ich das wohl getan haben«, erwiderte das Lamm, »ich war da ja noch gar nicht geboren.«  »Wenn Du es nicht tatest, dann tat es Dein Bruder!«  »Ich habe aber keinen Bruder.«  »Dann war es eben irgendein anderer aus Deiner Familie. Ihr habt es überhaupt immer auf mich abgesehen, ihr, eure Hirten und eure Hunde. Dafür muss ich mich rächen.«  Mit diesen Worten packte der Wolf das Lamm, schleppte es in den Wald und fraß es einfach auf.“ 

Das Teuflische an dieser Geschichte ist, dass das Lamm von Vornherein gar keine Chance hat.
Egal, was es tut, es entkommt dem Wolf nicht und wird von ihm aufgefressen.
Es wird von ihm verurteilt allein aufgrund der Tatsache, dass es ein Lamm ist.
Wie ich Euch ja bereits in anderen Tagebuchnotizen erzählt habe, hatte meine Mutter nach dem  letzten Krieg einen russischen Offizier kennen und lieben gelernt.
Das Produkt dieser kurzen Liebe bin ich, mein Vater ist also ein Russe.
Meinen Vater habe ich allerdings nie kennengelernt, da er nach 14 Tagen dieser Liebe wegen Verbrüderung mit dem Feind nach Sibirien strafversetzt wurde.
In meiner Kindheit und Jugend hat daraufhin jeder, ob Verwandter, Schüler oder Lehrer geglaubt, sich daher ungestraft an mir vergreifen zu können: „Die kleine Russensau hat es verdient“ - das reichte als Begründung aus. „D
u kleine Russensau brauchst mal wieder eine richtige Abreibung“ – das war so eine der Standardsätze, die ich zu hören bekam.
Diese Begründungen waren ähnlich unsinnig wie in der Geschichte von dem Wolf und dem Lamm.

Ich erzähle Euch dieses Detail, damit Ihr versteht, warum ich ein solches Übermaß an Gewalt und sexuellem Missbrauch in meiner Kindheit erfahren habe. In meinem Buch DAS ESELSKIND gehe ich sehr ausführlich darauf ein.
Es ist einfach schlimm und unmenschlich, wenn Menschen allein aufgrund ihrer Herkunft für minderwertig erklärt werden.
Dies geschah zu Zeiten der Nationalsozialisten mit den Juden, dies geschah nach dem Krieg mit jedem, der eine russische Herkunft hatte, und diese Art, Menschen abzuqualifizieren, wird auch heute in Europa praktiziert, vor allem gegenüber den Flüchtlingen aus Afrika und den Romas.
Wann werden die Menschen endlich begreifen, dass wir alle gleich sind und dass da keiner besser ist als der andere?
Und wann werden die Menschen endlich menschlich miteinander umgehen, füreinander da sein, einander helfen, statt sich gegenseitig zu bekämpfen?

Ihr Lieben,

Ich grüße Euch herzlich aus Bremen.
In meinen morgigen Tagebuchnotizen berichte ich nun darüber, was eigentlich geschieht, wenn eine Schulklasse einen einzelnen Schwächeren quält und welche Zwänge in einer solchen Klasse auftreten können, aber auch, wie es dazu kommt, dass sich junge Menschen sogar gegenseitig anfeuern, um einen Schwächeren fertigzumachen und sich an seinem Leid zu ergötzen.

Euer Werner aus Bremen

Tagebuchnotizen zum Buch DAS ESELSKIND - Du kleine Russensau brauchst mal wieder eine richtige Abreibung!

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