Stuttgart: Europäischer Architekturfotografie-Preis 2017

© Foto: Andreas Gehrke \ architekturbild 2017Der Europäische Architektur­fotografie-Preis 2017 hat das Thema „Grenzen | Borders“. Mit dem 1. Preis wurde Andreas Gehrke für seine Serie „Arrival“ aus­ge­zeichnet, weitere Preise gingen an Matthias Jung, Daniel Poller und Wilhelm Schüne­­mann. Nächste Station der Ausstellung ist Stuttgart, dort werden die Arbeiten vom 30. November bis zum 10. Februar 2018 in der VHS-Photogalerie  ausgestellt.

Ausstellungsbeschreibung

Schützend oder abschreckend, subtil oder plakativ – so unterschiedlich kann die Funktion von Grenzen wahrgenommen werden. Mit „Grenzen | Borders“ widmet sich der Europäische Architekturfotografie-Preis architekturbild 2017 in diesem Jahr den vielfältigen Interpretationen dieses Themas. bild.sprachen zeigt die 28 prämierten Bildserien im Wissenschaftspark Gelsenkirchen. Mit ihren Bildern erzählen die internationalen Fotografen, wie sich Grenzen öffnen oder schließen, wie sie ein- oder ausgrenzen oder sie setzen sich fotografisch-künstlerisch mit der Grenze als Definition geografischer oder (stadt-)räumlicher Areale auseinander.

Insgesamt hatten sich 133 Fotografinnen und Fotografen – nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Japan, den USA, Kanada, Irland, Großbritannien, Estland, Österreich und der Schweiz – am Wettbewerb beteiligt. Den ersten Platz erreichte der Fotograf Andreas Gehrke mit seiner Bildserie „Arrival“. Er dokumentiert provisorische Flüchtlingsunterkünfte in Berlin. Durch den Wechsel zwischen Schwarz-Weiß- und Farbfotografie verweist Gehrke jeweils auf Situationen der Vergangenheit beziehungsweise Gegenwart.

Matthias Jung stellt dem Betrachter in seiner Serie „Revier“ eine geheimnisvolle Geisterstadt vor; die besiedelten Landschaften zwischen den Tagebauen von Hambach und Garzweiler in Nordrhein-Westfalen, die für denBraunkohleabbau aufgegeben sind. In seinen Bildern veranschaulicht er die Komplexität des Daseins und den Einfluss des Menschen auf seine Umwelt.

Daniel Poller widmet seine Serie „stone record“ den Themen Umbau, Abriss, Neubau in nie endender Wiederkehr. Damit verweist Poller auch auf die Folgen eines grenzenlosen Immobilienmarktes.

„Die im Dunkeln“ nennt Wilhelm Schünemann seine Arbeiten. Er fotografierte Spiegelungen in großen Fenstern mit dahinterliegenden Vorhängen, die keinen Blick freigeben auf das Innere des Gebäudes. Auf diese Weise spielt Schünemann mit Schein und Kulisse.

Darüber hinaus sind Arbeiten von Alexander Beck, Martin Dziuba, Philippe Grollier, Wolfram Janzer und Sally-Ann Norman zu sehen. Sie wurden im Wettbewerb mit einer Auszeichnung gewürdigt. Präsentiert werden weiter die Bildserien von Anja Bohnhof, Judith Buss, Florian Fäth, Jonas Fischer, Andreas Fragel, Torsten Andreas Hoffmann, Shimizu Ken, Quintin Lake, Alexander Mai und Mikula Platz, Philipp Meuser, Daniel Müller Jansen, Filippo Poli, Robert Pufleb, Gregor Sailer, Martin Sigmund, Martin Steinkellner, Rainer Viertlböck und Kai Wiedenhöfer. Sie erhielten eine Anerkennung.

Ausgelobt wird der Europäische Architekturfotografie-Preis architekturbild seit 1995 alle zwei Jahre, seit 2003 vom architekturbild e.v. Insgesamt wurde er 2017 bereits zum zwölften Mal vergeben. Kooperationspartner sind das Deutsche Architekturmuseum (DAM), Frankfurt am Main, und die Bundesstiftung Baukultur, Potsdam. Eine interdisziplinär und ininternational besetzte Jury wählt bei jedem Wettbewerb, zu dem die Teilnehmenden jeweils eine Serie mit vier Bildern einreichen, die 28 besten Serien aus. Diese werden dann in einer Wanderausstellung gezeigt und in einem Katalog präsentiert.

Wann und wo

Treffpunkt Rotebühlplatz
Rotebühlplatz 28
70173 Stuttgart

30. November 2018 bis 10. Februar 2018


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