Stellungnahme OPI Schweiz zur Preispolitik

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Hallo Beauties

vielleicht habt ihr schon bemerkt, dass ich eine riesen OPI-Nagellack-Liebhaberin bin. Und vielleicht ist euch dabei auch aufgefallen, dass ich schon mehrfach den Preis bemängelt, den wir hier in der Schweiz dafür bezahlen müssen. Nicht nur im Vergleich zu Amerika, sondern schon allein verglichen mit unseren lieben Nachbarsländern. Das Marketing von So Be Cosmetics, dem Schweizer Vertreter für OPI, hat sich dieses Gemecker zu Herzen genommen und sich in einem ausführlichen Erklärungsschreiben an mich gewendet. Dieses möchte ich euch hier gern 1 zu 1 zeigen (inklusive meinem Standpunkt dazu am Schluss).

Der Preis, den wir in der Schweiz festgelegt haben, hat verschiedene Gründe hat - einen aussergewöhnlichen Service sowie Kosten, die nur in der Schweiz entstehen. Unser Unternehmen, So Be Cosmetics, OPI SWISS, ist nicht eine Filiale von OPI sondern wir sind als eigenständiges Unternehmen exklusiv für die Schweiz zuständig.

Wir freuen uns daher, auf Rang 7 von OPI weltweit zu stehen, trotz unseres kleinen Landes und mit einem Preis, der leicht höher ist als in Nachbarländern. Um diesen Platz zu erreichen und weiterhin aufrecht zu erhalten, tätigen wir hohe Investitionen in einen Service zugunsten unserer treuen Kunden, der in anderen Ländern in dieser Form nicht zu finden ist:

  • OPI ist in der Schweiz vor Allem im professionellen Bereich am besten vertreten unter allen kontinentaleuropäischen Ländern (Nagelstudios, Spas, Kosmetikinstitute, Coiffeursalons, etc.). Es werden kosten- und zeitintensive Produktschulungen für all unsere Kunden durchgeführt, damit OPI Produkte im Service immer mit bestmöglichem Resultat angeboten werden.
  • Wir lassen in der Schweiz Spezialdisplays designen und herstellen, die die grösstmögliche Auswahl an Nagellackfarben bietet (z.B. bei Douglas). In unseren Nachbarländern finden Sie nicht so viele verschiedene Farben wie in der Schweiz, ein Service, den unsere Kunden schätzen, der jedoch für uns teuer ist.
  • Sie finden in der Schweiz eine aussergewöhnlich hohe Präsenz von OPI in der Presse, sei dies durch redaktionelle Beiträge von Journalisten, sei dies durch ansprechende Werbeseiten in allen grossen Werbezeitschriften - die bekanntlicherweise in der Schweiz sehr viel teurer sind als im Ausland - damit unsere Endkunden stets informiert bleiben über neue Kollektionen und Produkte.
  • Wie wir alle wissen, geniessen wir in der Schweiz beträchtlich höhere Löhne als z.B. in Frankreich oder Deutschland. Da wir ein eigenständiges Schweizer Unternehmen sind, werden diese Kosten alleine von uns getragen. Hinzu kommt, dass wir in der Schweiz ein sonderlich zahlreiches OPI Team haben verglichen mit der Einwohnerzahl. Dieses ist proportional deutlich zahlreicher als das Team in unseren Nachbarländern.
  • Dies ist auch der Grund, weshalb Sie z.B. jeweils unsere Schweizer Pressemitteilungen erhalten, in einem schönen Design, mit angepassten Informationen für unser Land und die wir in 3 Sprachen übersetzen (und nicht einfach den amerikanischen Text schicken). Wir bemühen uns auch besonders um unsere Blogger- und Journalistenkontakte und schicken zu einigen Kollektionen jeweils einen Original-Vorpremière-Nagellack! Dies dürfte in unseren Nachbarländern nicht der Fall sein...
  • In Europa ist die Schweiz das einzige Land, das hohe Steuern auf VOC (Volatile Organic Compounds) an der Grenze zu bezahlen hat. Hinzu kommen hohe Schweizer Importsteuern auf das Gewicht der Produkte.
  • Die Transportkosten bis in die Schweiz sind besonders hoch, da die Schweiz keinen direkten Meereszugang hat und die Produkte meist per Flugzeug einfliegen muss.
  • Die Lagerkosten in der Schweiz sind höher als jene aller anderen umliegenden Länder, was auf die hohen Schweizerischen Immobilien- und Mietkosten zurückzuführen ist.

All diese Punkte führen dazu, dass Sie in der Schweiz CHF 23.90 pro Nagellack bezahlen - ein Preis, der vor Allem unsere speziellen Schweizer Service-, Transport-, Lager-, und Lohnkosten deckt, Kosten, die in Nachbarländern entweder nicht existieren oder deutlich niedriger sind.

Die einige Franken mehr pro Nagellack in der Schweiz verglichen mit z.B. Frankreich oder Deutschland sind somit nicht überzahltes Markenimage (wie es durchaus vorkommen kann), sondern fliessen direkt in unseren Service. Und dieser hat sich seit der Einführung von OPI in der Schweiz bewährt gegen zahlreiche Konkurrenten. Unsere Kunden in der Schweiz zeigen uns eine langjährige Treue und bezahlen lieber unseren Preis mit unserem Service, als die Produkte über gewisse internationale Online-Verkäufer zu beziehen (die z.T. illegal OPI verkaufen, inklusive Fälschungen).

Ich hoffe, dies erklärt einige Details bezüglich unserer OPI-Preise in der Schweiz, und dass Sie sehen, dass dieser auf rationalen Gründen beruht und nicht einfach auf "überteuerten" Produkten.

Ich schätze sehr, dass sich OPI Schweiz die Zeit genommen hat und auch auf Kritikpunkte ihrer Kunden eingeht. Für mich ein Sympathiepunkt der Marke OPI. Dieses Schreiben rechtfertig für mich zwar nicht den gesamten Preis, der hier für einen Lack verlangt wird, lässt diesen aber sicherlich etwas verständlicher dastehen.

Die grosse Farbauswahl hier im Vergleich zu einigen anderen Ländern ist mir zwar bisher nicht bewusst aufgefallen, sicherlich aber ein Vorteil. Andererseits würde ich auf so viele Farben gern verzichten, wenn dafür der Preis um ein grosses Stück nach unten rutschen würde. Natürlich leuchten mir auch die Begründungen mit unserer Lohnhöhe, den VOC-Steuern und den Lagerkosten nur zu gut ein. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass diese einen so dermassen hohen Preisunterschied verursachen können.

Interessant finde ich auch, dass z.B. die Marke Essie in Deutschland seit kurzem ihre Preise für Nagellacke um fast die Hälfte senken konnte (vorher etwa auf gleichem Preisniveau wie OPI Deutschland). Vielleicht ist diese Überlegung etwas zu weit hergeholt, aber mir vermittelt diese Massnahme sehr stark den Eindruck, dass auf Nagellacken eine recht hohe Marche sitzen muss. Sonst könnte man die Preise nicht von heute auf morgen dauerhaft so bemerklich drücken.

Für professionelle Nagelstudios oder Vertreiber von OPI hören sich einige der oben genannten Gründe sehr attraktiv an (Spezialdisplays, hohe Werbepräsenz sowie Produktschulungen). Private Endverbraucher, wie ich einer bin, können mir diesen Dingen leider nicht sonderlich viel anfangen und wissen diesen Service (verständlicherweise!) nicht zu schätzen. Daher ist wohl unvermeidlich, dass viele dieser Kunden OPI im Ausland beziehen, da dies bei den erheblichen Preisunterschieden eine beachtliche Rolle spielt und auch den damit verbundenen Aufwand lohnenswert erscheinen lässt.

Ich möchte an dieser Stelle auch noch auf den Post von Fabienne hinweisen, die ein Interview mit Manor Schweiz führen durfte in Bezug auf die hohen Preise der Nagellackmarke China Glaze. Auch diese Marke liegt bei uns fast auf demselben Preisniveau wie OPI, genauer gesagt auf CHF 23.- (knapp 20 Euro). Wie aber bereits einmal erwähnt, gebe ich einen solchen Preis aber definitiv lieber für einen OPI-Lack aus, anstatt mir Einen von China Glaze zu kaufen, welchen man in Amerika sogar für nur 3 Dollar kriegen könnte.

Nichts desto trotz möchte ich mich bei So Be Cosmetics Schweiz herzlich für diesen aufklärenden Text bedanken! Für mich ist damit zwar Einiges klarer aber dennoch nicht geklärt.

Was meint ihr?

Unterschrift


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