Stellensuche im digitalen Zeitalter – Alles Wissenswerte rund um Onlinebewerbungen

Ferien buchen, Zugtickets kaufen, Kleidung bestellen – die Anzahl an Tätigkeiten, die wir heutzutage über das Internet erledigen, ist riesig. Und sie nimmt immer weiter zu. Da ist es kein Wunder, dass die immer weiter fortschreitende Digitalisierung auch vor der Stellensuche nicht halt macht. So ermöglichen uns bereits heute Stellensuchmaschinen wie jobagent.ch, mit ein paar gezielten Eingaben und Klicks innert kürzester Zeit eine grosse Auswahl an auf unser Profil passenden Stellen zu erhalten. Immer öfter bieten solch digitalisierte Stellenanzeigen auch die Möglichkeit, oder verlangen sogar explizit vom Interessenten, allfällige Bewerbungen online einzureichen.

Natürlich muss man sich aber auch bei einer Onlinebewerbung, wenn sie Beachtung finden und beim potenziellen neuen Arbeitgeber auf Anklang stossen soll, an gewisse Richtlinien und Formvorschriften halten. Erfahren Sie in diesem Blog, worauf Sie bei Onlinebewerbungen ein besonderes Augenmerk legen sollten!

Wer sich über das Internet bewirbt, der sollte sich merken: Onlinebewerbung ist nicht gleich Onlinebewerbung. Grundsätzlich lässt sich unterscheiden zwischen der Bewerbung via E-Mail und der über ein bereits vorgefertigtes Onlineformular. Dabei gilt, dass wann immer ein solches Formular vorhanden ist, die Bewerbung über selbiges erfolgen sollte. Da viele, vor allem kleinere Unternehmen allerdings noch nicht über diese Möglichkeit verfügen, ist nach wie vor die Bewerbung via E-Mail die wohl gängigste Form der Onlinebewerbung. Daher wird diese im Folgenden etwas genauer beleuchtet.

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Wählen Sie den richtigen Empfänger

Generell sollten Sie sich nur dann online bewerben, wenn die Stelle, auf die Ihre Bewerbung abzielt, auch bereits online ausgeschrieben wurde. Es ist allerdings auch möglich, sich so auf ausgeschriebene Stellen zu bewerben, die Sie über einen anderen Kanal erreicht haben. In einem solchen Fall sollten Sie jedoch nur dann Ihre Bewerbung per E-Mail einreichen, wenn dies vom Unternehmen in seiner Stellenanzeige ausdrücklich so gewünscht wird, und wenn eine personalisierte E-Mailadresse in den Kontaktdaten angegeben ist. Mit personalisiert ist gemeint, dass es sich um eine E-Mailadresse handeln sollte, die an eine spezifische Person oder Abteilung gerichtet ist – E-Mailadressen im Stil von „[email protected]“ sind generell nicht geeignet, um Bewerbungen einzureichen.

Wenn in einer Stellenanzeige, die Sie nicht über das Internet erreicht, nebst der E-Mailadresse auch noch die traditionellen Kontaktdaten aufgeführt sind, empfehlen Experten übrigens, zweigleisig zu fahren, und sich über beide Kanäle zu bewerben.

Machen Sie deutlich, worum es Ihnen geht

Die E-Mail ist heutzutage das im Berufsalltag wohl am meisten genutzte Kommunikationsmittel überhaupt. Dementsprechend können Sie davon ausgehen, dass Ihre Onlinebewerbung nur eine E-Mail unter vielen im Postfach des Empfängers sein wird. Wählen Sie deshalb die Worte in der Betreffzeile so, dass gleich ersichtlich wird, dass es sich bei Ihrem Schreiben um eine Bewerbung handelt und geben Sie am besten auch gleich an, auf welche Stelle diese abzielt. „Bewerbung von Maja Muster als Verkaufsleiterin“ wäre beispielsweise ein guter Betreff. Inhaltlich sollte Ihre E-Mail klar zum Ausdruck bringen, dass Sie sich für die Stelle interessieren, und dass Sie dazu in der Lage sind, dem Unternehmen durch Ihre Arbeit grossen Nutzen zu bringen. Fassen Sie sich dabei jedoch kurz, und schreiben Sie nicht mehr als sechs bis acht Sätze. Ihr eigentliches, ausführlicheres Motivationsschreiben, sowie alle weiteren Dokumente, gehören als PDF Dateien in den Anhang.

Achten Sie auf guten Stil

Gerade bei Onlinebewerbungen, die per se etwas legerer daherkommen, als die traditionelle Variante per Briefpost, sollten Sie sich keineswegs dazu verleiten lassen, bei der Formulierung Ihrer Bewerbungsmail ebenfalls auf einen legereren Stil zurückzugreifen. Formvorschriften, korrekte Rechtschreibung und eine saubere Darstellung sind hier mindestens ebenso wichtig, wie bei einer traditionellen Bewerbung! Wenn Sie sich mit HTML auskennen, so ist es durchaus angebracht, davon Gebrauch zu machen, um eine möglichst schöne Darstellung Ihrer Unterlagen zu erreichen. Ist dies nicht der Fall, so sollten Sie zumindest auf eine übersichtliche Darstellung achten und sicherstellen, dass die E-Mail für den Empfänger gut lesbar ist. Dafür empfiehlt es sich, dass Sie die E-Mail zunächst einmal an sich selbst senden. Gerade Sonderzeichen, die nach dem Absenden ihr Aussehen ändern oder Signaturen, die nicht oder nicht richtig angezeigt werden, können so leichter identifiziert werden.

Stilvoll sollte übrigens nicht nur Ihr Anschreiben, sondern auch Ihr Absender sein. E-Mailadressen wie „[email protected]“ eignen sich zum Beispiel nicht, um eine Bewerbung zu verschicken. Auch auf das Versenden von Bewerbungsmails über die Geschäftsadresse Ihres aktuellen Arbeitgebers ist grundsätzlich nicht empfehlenswert.

Worauf Sie achten müssen, wenn Sie Ihrer E-Mail Dateianhänge beifügen, sowie viele weitere Tipps rund ums Thema Onlinebewerbung können Sie auf dieser Checkliste aus dem „Ratgeber und Tools“ Portal des Jobagenten nachlesen. Wir wünschen Ihnen auf jeden Fall schon mal viel Erfolg bei Ihren künftigen Onlinebewerbungen!

Autorin: Lisa Weber