Soul Striptease: Geständnisse einer Digitalen Zen Nomadin

Wenn ich eines ernst nehme auf diesem Blog, dann ist es Transparenz.

Ich habe nichts zu verbergen und ich liebe es, meiner sensiblen Seele auf den Grund zu gehen und sie dir zu offenbaren. Das war bei Weitem nicht immer so.

Mittlerweile ist es für mich selbst aber ein sehr schöner Prozess, in welchen ich besonders dieses Jahr tiefer eingetaucht bin:

Mehr von mir zeigen, mich verwundbar machen, noch persönlicher in meinen Texten, Fotos und Videos werden.

Hier ein paar Auszüge davon:

Aber ich mache das nicht NUR für dich und all die anderen Blogleser.

Ich will mehr Verbindung mit anderen Menschen in meinem Leben und meinem Business spüren.

Und wir schaffen Verbindung indem wir uns anderen öffnen, von unseren Herausforderungen und Problemen erzählen und uns verletzlich zeigen.

Die meiste Zeit meines Lebens wollte ich nach außen hin demonstrieren, wie stark ich bin, dass ich alles unter Kontrolle habe und ich alles cool wegstecke. Mehr als 30 Jahre meines Lebens habe ich meine eigene weiche Seite, meine eigene Verwundbarkeit ignoriert und schlimmer noch: schlimmstens verurteilt. Ich wollte nicht sensibel sein und meine Schwächen zeigen.

Das öffentliche Schreiben über meine schwachen Momente und emotionale Herausforderungen hat mir geholfen mich nicht mehr so krass zu verurteilen.

geständnisse einer digitale zen nomadin

Das schöne ist: Je mehr ich angefangen habe, mich zu öffnen und mehr von meiner emotionalen Welt preiszugeben, desto offener und schöner war das Feedback meiner Leser hier.

Somit war meine These richtig:

Wenn ich mich verletzlich zeige, schaffe ich Verbindung. Online und auch Offline – denn es ist mir wichtig, dass ich lerne, das in allen Bereichen zu praktizieren und nicht nur da wo es angenehm erscheint.

Für mich war es jedenfalls dieses Jahr seit meinem kompletten Blog-Relaunch im April die schönste Erfahrung, mich und mein Herz hier auf Planet Backpack weiter zu öffnen und noch tiefere Verbindungen zu schaffen. Und ich bin unglaublich dankbar dafür.

Hier jedenfalls einige weitere Einblicke in mein Leben, mein Herz und meinen Kopf:

Ich habe Reisen lang genutzt um vor mir wegzurennen

Viele Male hatte ich von meinen Reisen erwartet, mich von meinen Problemen abzulenken und mein Innerstes zu heilen.

Aber nichts kann uns heilen – kein Trip, kein Alkohol, keine Freunde, keine Drogen, kein Sport, kein Yoga, kein Shopping – außer wir selbst und der unglaublichen Bereitschaft uns unsere Scheiße, unsere Kindheit, unsere Vergangenheit und Traumata anzuschauen.

Es gibt keine Abkürzung.

Wie oft habe ich reaktiv auf eine schmerzhafte oder unangenehme Situation Flüge gebucht. Eine große Portion Flucht. Reisen ist eine wunderbare Art und Weise kurzfristig von sich selbst wegzulaufen und nach dem großen Glück hinterherzurennen. Aber eben nur kurzfristig.

Das High einer neuen Umgebung und neuen Leuten, neuen Routinen lässt schnell nach. Und dann sitze ich eben woanders auf dieser Welt mit denselben Gedanken, dem selben Schmerz, der selben Depression und den selben Problemen.

Reisen kann uns nicht und nie permanent glücklich machen. Ich nehme mein Leben und mein Herz überall mit hin.

Was uns glücklich macht? Selbstliebe, Selbstfürsorge und unsere eigene Wahrheit leben.

Ich habe viel Kohle dafür ausgegeben um mich von der Arbeit an mir selbst zu drücken. Sich selbst anschauen ist das Allerschwierigste. Mittlerweile mache ich kaum noch was anderes, egal wo ich bin auf dieser Welt. Ich arbeite meine veralteten, sinnlosen Glaubenssätze auf, habe dieses Jahr so viel geheult wie noch nie in meinem Leben und gehe durch die tiefsten, depressivsten Täler, die du dir vorstellen kannst.

Egal wo ich in den letzten 1 1/2 Jahren war, ich habe mich nicht mehr vor mir selbst versteckt, sondern viel Hilfe in Anspruch genommen: Coaching, Therapie, Familienaufstellung, Energy Healing… Bring it on.

Wie ich konkret mit Krisen und Herausforderungen im Leben umgehe und meine Themen aufarbeite, habe ich in diesem Video besprochen.

Meine derzeitige Homebase in Bali ist ein sehr gutes Experiment um bei mir zu bleiben in einer Umgebung, die mir so ziemlich alles gibt, was ich benötige. Mehr dazu im nächsten Punkt.

Mittlerweile fühle ich jedenfalls tief rein, wenn ich den Impuls spüre, schnell mal einen Flug zu buchen. Ich kann mich selber nicht mehr verarschen mittlerweile.

geständnisse einer digitale zen nomadin

Ich fühle mich in Bali zum ersten Mal „Zuhause“

Seit ich ein Teenager bin führe ich ein recht nomadisches Dasein rund um die Welt. Schon viele Orte habe ich dabei zu meinem Zuhause gemacht.

Aber so richtig, richtig Bock auf eine kleine Homebase, von der ich die Welt navigiere, habe ich erst jetzt hier in Bali entwickelt.

Ich liebe mein Leben hier über alles, weswegen ich auch nicht mehr den ständigen Drang habe weiterzuziehen. Ich krieg einfach nicht genug von der Insel der Götter, mir ist nie wirklich langweilig dort.

Oft hatte ich in der Vergangenheit schnell keine Lust mehr auf einen Ort und habe mich woanders hin gesehnt. Zum ersten Mal ist das Gras bei mir am grünsten, kein Verlangen zu checken ob es nicht noch grüneres auf dieser Welt gibt. Ein sehr neues Gefühl für mich.

Das bedeutet nicht, dass ich meinem Nomadenleben Goodbye sage. Ich habe noch so einige coole Trips vor – Bali ist dabei eine wunderbare Basis. Aber etwas statischer zu sein tut mir gerade sehr gut. Das Leben kommt und geht in Phasen, derzeit ist Phase Bali mit Hombase angesagt.

geständnisse einer digitale zen nomadin

Das Internet langweilt mich oft…

Eine digitale Nomadin, die die Offline-Welt für sich wieder entdeckt hat. Alter.

Ich habe während meiner Yogalehrerausbildung gemerkt, dass mich die Onlinewelt teilweise echt langweilt. Dass ich oft einfach so viel mehr Bock habe das physische Leben so richtig zu erleben.

Ich hatte ein paar echt schräge, aber auch wichtige Erkenntnisse für mich während dieser intensiven Zeit auf der Matte.

Manchmal kam es mir dabei so vor, als wäre meine Laptopwelt eine völlige Illusion, völlig unbedeutend. Selbst das Bloggen hat mich eine Zeit lang überhaupt nicht mehr interessiert. Das ändert sich gerade gottseidank wieder, denn Planet Backpack und ich, das muss und soll ja weitergehen!!

Vielleicht ist das derzeit auch wieder eine Phase, aber so fühlte es sich jedenfalls an. Bali ist jedenfalls nicht unbedingt der produktivste Ort für mich, denn er hat was Lifestyle angeht einfach zu viel zu bieten für mich… Zu viel Ablenkungen abseits des Laptops: Surfen, Yoga, tägliche Sonnenuntergänge, Entdeckungstouren, Freunde… Da fällt es einfach auch oft schwer, mich vor den Bildschirm zu setzen.

geständnisse einer digitale zen nomadin

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Ich habe mich in der Vergangenheit oft alleine gefühlt unterwegs

Das Gefühl von Einsamkeit kenne ich hoch und runter und in- und auswendig. Und es hat mich aufgefressen, denn ich liebe es mit mir zu sein (ich bin introvertierter als viele denken), aber hatte oft Angst davor mich alleine zu fühlen.

Es gab in meinem Leben rund um die Welt soooo viele Momente, in welchen ich vor Einsamkeit manchmal fast gestorben bin. Und trotzdem habe ich mich immer wieder diesem Gefühl ausgesetzt und bin immer wieder alleine losgezogen. Ich wollte mich davon einfach nicht aufhalten lassen, die Welt zu entdecken.

Außerdem bin ich ein Fan davon, seinen Ängsten in die Augen zu sehen.

Dann war ich im August diesen Jahres auf Koh Phangan in Thailand und hatte zwei Session mit einer Theta-Heilerin dort. Sie hat dieses Gefühl komplett geheilt, so dass ich jetzt gar nicht mehr weiß, wie sich Einsamkeit anfühlt. Total krass, aber kein Scheiß.

Heute liebe ich es alleine zu sein. Im August und September hat es schon fast ein wenig an Soziophobie gegrenzt, da ich absolut keine Lust mehr auf Menschen hatte. Ich bin mir mittlerweile selbst total genug und muss kein Loch mehr mit Menschen fühlen. So langsam finde ich aber wieder in ein für mich gesundes Gleichgewicht zurück.

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Ich habe nie Heimweh nach Deutschland

So oft werde ich nach diesem Thema gefragt und immer wieder weiß ich gar nicht so richtig, was ich antworten soll.

Dadurch, dass ich seitdem ich 15 bin ein sehr nomadisches Leben führe, ist für mich Heimweh kein wirkliches Thema. Ich habe mich schon früh von Zuhause abgenabelt und bin daher das etwas wurzellose Gefühl gewohnt und normal.

Und heute ist es so: Wenn ich meine Familie sehen will, fliege ich zu ihnen. Wenn ich bestimmte Freunde sehen möchte, buche ich das nächste Ticket. Meine finanzielle Unabhängigkeit hat alle Ausreden ausgeräumt, mich nicht dort aufzuhalten, wo ich sein möchte.

Und nein, ich vermisse keinen Winter und Temperaturen unter 25 Grad. Und auch sonst vermisse ich nichts an Deutschland.

Ich lese schon lange keine Reiseblogs mehr und benütze keine Reiseführer

Manchmal komme ich mir vor, wie ein Fussballspieler, der sich keine anderen Fussballspiele ansieht. Aber vor langer Zeit ist mir die Lust am Konsum von Reiseinformationen vergangen.

Liegt wahrscheinlich daran, dass ich mich als Digitaler Nomade ständig auf Reisen und an schönen Orten befinde und meine Vorfreude auf den nächsten Trip nicht kontinuierlich anfeuern muss.

Ich schaue alle paar Monate mal, was meine Kollegen so treiben, aber ganz ehrlich, meistens ist es immer nur das selbe, das meiste schon mal da gewesen, nichts was meine Aufmerksamkeit und mein hyperaktives Hirn lange halten könnte. Ich weiß, hört sich doof an, aber da nehme ich jetzt mal kein Blatt vor dem Mund. Ich wünsche es gäbe mehr Kreativität und Innovation unter den Reisebloggern („Warum du unbedingt nach XY reisen musst“, „Wie du günstig in XY reisen kannst“ oder „Ein Besuch in XY“). Gähn.

Ich lese generell fast keine Blogs mehr, sondern viel lieber Bücher, höre Podcasts und schau mir YouTube-Videos an unterwegs.

Was ich mir gern ab und zu reinziehe:

Ich liebe das Unterwegssein oft mehr als das Ankommen

Flughäfen und Fliegen, Bahnhöfe und im Zug sitzen, Taxis und Busse.. Ich liebe es “in transit” zu sein, nicht hier und nicht dort, zwischen den Welten.

Komischerweise kann ich unglaublich gut entspannen und runterkommen, wenn ich von A nach B unterwegs bin. Jetzt gerade sitze ich zum Beispiel im Flieger von Bangkok zurück nach Bali.

Das eigentliche Ankommen ist dann manchmal wie das Runterkommen einer guten Droge. Womit wir wieder bei Punkt eins wären.

Das mit dem Blogerfolg…

Über 100.00 Leser folgen meinem Blog jeden Monat und noch viele zigtausende mehr über Facebook, Instagram und YouTube.

Ich bin allein durch meine Haare leicht zu erkennen und meine Fotos sind auf all meinen Kanälen plakatiert. Kein Wunder also:

Leser erkennen mich fast täglich im Cafe oder am Strand in Bali, auf der Fähre oder auf der Strasse in Thailand, im Flieger oder beim Einkaufen in Berlin.

Ich freue mich immer über den Mut der Leute mich anzusprechen. Und ich hatte schon viele schöne Begegnungen dadurch.

Besonders seit meinem Relaunch und meinen persönlichen Blogposts scheinen sich mehr und mehr Menschen tiefer und enger mit mir verbunden zu fühlen.

Aber ich habe auch kürzlich realisiert, dass diese Bekanntheit in Kombination mit meinen unangenehmen inneren Prozessen mich auch mehr und mehr in die Isolation trieb dieses Jahr. Ich hatte so viele schlechte Tage dieses Jahr, dass ich oft die vielen wunderbaren Emails und Live-Begegnungen gar nicht richtig aufnehmen und wertschätzen konnte. Eine unglaublich traurige Erkenntnis für mich.

Das Digitale Nomadenleben allein macht nicht glücklich

Was dir mittlerweile klar sein sollte, ist, dass ein Digitales Nomadenleben nicht der einzige Schlüssel zu deinem Glück ist. Nur reisen und von überall sein Geld zu verdienen ist nicht ausreichend um nachhaltig tief erfüllt zu sein. Viele denken, dass ein erfolgreiches, ortsunabhängiges Leben das Ende des Regenbogens ist.

Ja, für mich ist es ein großer Teil meines Lebensglücks und Seelenfriedens, aber die Freiheit überall leben und arbeiten zu können und passiv Geld zu verdienen ist nicht alles.

Es braucht noch mehr: Beziehungen, Gesundheit, Fitness, Ernährung…

Daher baue ich seit einiger Zeit auf den Digitalen ZEN Nomaden-Lifestyle.

Wer davon auch ein Lied singen kann, ist Patrick Hundt von 101 Places. Er hat sich nach ein paar Jahren aus der digitalen Nomadenwelt wieder verabschiedet, weil er nicht glücklich war. Hier sein Blogpost dazu.

Ich habe als Frau, die auf Frauen steht weniger Anschluss an die LGBTQ-Community und weniger Datingoptionen

In den meisten Ländern, in welchen ich mich aufhalte (und so auch Bali), ist die LGBTQ-Szene sehr klein oder so gut wie nicht vorhanden, außer manchmal in Big Cities. Großstädte finde ich aber oft nur für eine Weile spannend, denn ich bin dann doch lieber in kleineren Orten oder in der Natur und am Meer zuhause.

Das bedeutet, dass es nicht gerade einfach ist auf andere queer Frauen zu treffen. Tinder auf Bali ist ein sehr kurzer Zeitvertreib von ein paar Swipes, es gibt keine Bars oder Clubs für homosexuelle Frauen und keine Meetups oder soziale Events.

In vielen Ländern, die ich bereise, wird Homosexualität zutiefst diskriminiert oder ist gar “verboten”. Es ist wie als würden schwule Männer und lesbische Frauen nicht existieren.

Das nervt mich manchmal alles sehr, denn klar, ich habe auch Bock auf Community, auf Dating und Frauen kennenlernen.

Noch dazu ist die ganze Digitale Nomaden-Landschaft sehr männerlastig, weibliche und lesbische Digitale Nomadinnen sind rar gesät.

Ich habe derzeit keine Ahnung, wo ich wirklich mit meinem Business hin will

Ich habe unglaublich viele Ideen, aber so richtig bin ich noch nicht auf DEM Weg für mich momentan. Planet Backpack läuft und macht Spaß, aber ich spüre, dass es weitergehen muss.

Die letzten Monate hatte ich wenig Arbeits-Drive und war null produktiv, tat mir schwer mich überhaupt vor den Laptop zu setzen. Durch meinen Kurztrip nach Thailand gerade und das Abhängen mit einigen befreundeten Digitalen Nomaden und Unternehmern, ist mein Enthusiasmus wieder entfacht. Ich habe Bock auf Schreiben, auf Ideen umsetzen und kann mich wieder richtig auf produktives Arbeiten einlassen.

Ergo: Ich muss mich wieder mehr mit anderen motivierten und erfolgreichen Online Unternehmern auf Bali umgeben. Mehr Mastermind-Sessions.

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Ich habe immer noch Probleme damit, Leuten zu sagen, was ich mache

Sehr oft, wenn ich neue Leute außerhalb der Online-Szene kennenlerne – was quasi täglich passiert – und ich gefragt werde, was ich so mache und wie ich mein Geld verdiene, werde ich schüchtern. Ich sage meistens nur, dass ich ein Online Business betreibe. Aber meistens kommt dann die Frage: “Und was genau für ein Online Business?”

Meine Antworten variieren:

  • Ich habe einen großen Reiseblog in Deutschland.
  • Ich helfe Menschen überall zu leben und zu arbeiten, ihre Wahrheit und Berufung zu leben.
  • Ich verkaufe Informationsprodukte, also E-Books und Onlinekurse.
  • Ich verdiene einen Großteil meines Einkommens durch Affiliate Marketing.

Komischerweise rede ich sehr ungern darüber, was ich konkret mache und wie mein Leben aussieht, da ich mir oft denke, dass es angeberisch wirkt, aber auch weil, es meist in eine lange Diskussion führt über all das und mein Leben. Und manchmal will ich einfach nur mein Gegenüber kennenlernen und über Gott und die Welt reden statt über mein Online Business und das Digitale Nomadenleben.

geständnisse einer digitale zen nomadin

Und hiermit belasse ich es mal mit meinem Soul Striptease.

Kannst du dich in einigen meiner “Geständnisse” widererkennen? Oder hast du noch weitere Fragen? Dann rein damit in die Kommentare!

Auf die Verwundbarkeit.

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