Warum viele am Traum des Digitalen Nomadenlebens scheitern

Manchmal bekomme ich Emails oder Kommentare von Leuten, die meinen, dass ich eine Luftblase „verkaufe“, einen Lifestyle promote, der doch gar nicht für den Durchschnittsmenschen umsetzbar ist.

Und dass ich falsche Vorstellungen vermittle von dem, was machbar ist, wenn ich meine Einnahmen so konkret darlege.

(Mal abgesehen davon, dass das alles großer Bullshit ist, denn ich hatte auch null Plan als ich vor vier Jahren gestartet habe, war auch nur ein „Durchschnittsmensch“ mit durchschnittlichen Fähigkeiten und Wissen, der froh war, wenn sein Bankkonto schwarze Zahlen aufzuweisen hatte.)

Ich habe keine Ahnung, was die wirklichen Statistiken sind, aber viele Leute bleiben auf dem Weg zur großen Freiheit als Digitale Nomaden hängen.

Ich mache mir schon lange Gedanken darüber, warum es manche Leute schaffen und manch andere nicht. Denn es liegt mir tief am Herzen, so vielen Menschen wie möglich zu helfen, ihre Traum von der Ortsunabhängigkeit zu erreichen.

Daher mache ich diesen Blog und habe mein E-Book dazu geschrieben. Ja klar verdiene ich damit Geld, aber vordergründig will ich, dass noch mehr Menschen in den Genuss des Digitale Nomadenlebens kommen.

Die Hauptgründe liegen größtenteils am falschen Mindset – nicht daran, dass es an Skills fehlen würde oder am glauben in eine „Lifestyle-Luftblase“.

Die guten News aber sind: Trotz allem werden es immer mehr Leute, die es schaffen, sich nachhaltig ein Digitales Nomadenleben aufzubauen. HELL YEAH. Die Bewegung rollt und rollt und rollt.

Damit du aber nicht auf der Strecke liegen bleibst, habe ich diesen Blogpost geschrieben.

Denn ich bin immer noch voll und ganz davon überzeugt, dass es jeder schaffen kann, der es wirklich möchte.

Warum also viele Leute am Traum des Digitalen Nomadenlebens scheitern?

Sie fangen gar nicht erst richtig an

Die meisten da draußen und vielleicht auch du bleiben in der “Ich würde ja gern”-Phase stecken.

Sie lesen zwar Bücher, machen Onlinekurse, gehen auf Konferenzen – aber sie schaffen den wirklich wichtigen Schritt nicht:

Anzufangen. Zu Springen. Es wirklich zu wagen.

Es fehlt ihnen an dem großen Portiönchen Mut, ihren Job zu kündigen, das Ticket zu buchen.

Weshalb? Sie haben ein paar Glaubenssätze verinnerlicht, die sie aufhalten:

  • Sie trauen sich nicht zu, dass sie es schaffen würden.
  • Sie haben Angst davor zu scheitern
  • Sie denken, sie haben nicht die richtigen Skills oder genügend Skills.
  • Sie denken, es ist finanziell nicht machbar für sie.
  • Sie denken, es ist zu kompliziert und unerreichbar.

Nicht anzufangen ist dasm was mich am traurigsten macht.

Ich habe zwei recht einfache Lösungen dafür:

1. Umgebe dich mit Menschen, die das selbe Ziel haben oder es schon erreicht haben. Hier einige Tipps dafür, wo du solche Leute findest.

2. Fang an anderen Leuten und deinen Freunden von deinem Traum zu erzählen um ihn realer zu machen. Wenn er nur in deinem eigenen Kopf existiert, hältst du die Distanz zwischen Theorie und Praxis am Leben.

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Sie wissen nicht, mit was sie Geld verdienen sollen

Eine der wohl größten Herausforderungen von angehenden Digitalen Nomaden ist es, herauszufinden, mit was sie denn eigentlich ihr Geld verdienen sollen.

Jeden Tag erhalte ich dazu Emails von teils sehr verzweifelten Leuten. So schwer ist es aber eigentlich gar nicht eine gute Idee für ein rentables Online Business oder Freelance-Tätitgkeit zu entwickeln.

Wie schade ist es doch, dass uns eigentlich nie wirklich beigebracht wird, wie wir unseren Leidenschaften auf den Grund gehen und kreativ denken.

Eine Businessidee zu entwickeln ist wirklich keine große Philosophie und nichts, was dich aufhalten sollte einfach mal anzufangen. Perfektionismus einfach mal in die Tonne klatschen. Der nächste Punkt ist aber essentiell dabei.

Ich habe zu dem ganzen Thema einen sehr ausführlichen Post geschrieben (hier lesen) und noch mehr Guidelines und Ideen findest du…Überraschung…in meinem E-Book-Kurs.

Sie lösen mit ihrem Business kein Problem

Wenn ein Business kein konkretes Problem für seine Zielgruppe löst, ist es kein Business.

Vielen Leuten ist dieses Problem oft nicht bewusst und sie wundern sich, weshalb ihr Blog oder Produkt nicht abgeht und richtig Kohle einbringt.

Nicht jede Leidenschaft, nicht jedes Interesse bietet sich für ein Business an, mit dem man Geld verdienen kann.

Ein super Talk dazu ist dieser hier von Noah Kagan.

Sie haben kein Durchhaltevermögen

Mal eben schnell erfolgreich werden, am besten in ein paar Monaten. Und dann beleidigt sein, wenn es noch nicht geklappt hat.

Ohne scheiß, aber ich kenne viele Leute, die wirklich unterschätzen wie viel Zeit es braucht um ein rentables Business aufzubauen, das dir genügend Geld zum Leben einbringt.

Sich ein nachhaltiges Digitales Nomaden-Business zu erschaffen ist kein Kindergeburtstag und kein Sprint und kein Wunschkonzert, sondern ein Marathon oder auch Triathlon oder Iron Man. Die wenigsten schaffen es sich mit ihrem eigenen Businessprojekt (oder Blog etc) unter einem Jahr ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Ausnahmen bestätigen durchaus die Regel in dem Fall.

Die beste Art schneller und ohne viel Startkapital an Geld zu kommen ist mit einem Freelance-Business. Aber auch hier dauert es einfach eine Zeit bis du einen festen Kundenstamm hast und du dir einen Namen in deiner Nische gemacht hast.

Ich habe 1 1/2 Jahre lang gefreelanced, dann konnte ich erst so richtig von Planet Backpack leben und nach 2-2 2/1 Jahren kam so richtig Geld in die Kasse nur über meine eigenen Projekte. Wie ich heute meine Kohle genau verdiene und wie viel, kannst du hier in diesem Post nachlesen.

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Sie denken, es wäre einfach ein Online Business aufzubauen

Die 4-Stunden-Arbeitswoche nach Tim Ferriss ist oft einfach nur ein illusorischer Traum. Ich bekomme recht oft E-Mails von Lesern, die denken, sie könnten mit ein paar Stunden pro Woche, ohne Onlineskills und Bock auf Laptoparbeit ein erfolgreiches Online Business aufbauen, das ihnen genug Geld zum Leben einbringt.

Wenn sie sich 10 Jahre Zeit dafür nehmen vielleicht, dann ja. Aber wenn du richtig durchstarten willst als Digitaler Nomade mit Online Business, dann musst du fett Gas geben.

Die 4-Stunden-Arbeitswoche sollte gar nicht das Zahl sein, auch wenn es möglich wäre. Setz dir lieber die 0-Stunden-Arbeitswoche als Ziel, denn dann fühlt sich Arbeit nie mehr als Arbeit an, weil du es so liebst, was du tust.

Ich sage es immer wieder um diesen Punkt auch wirklich klar zu machen: Ich habe nicht einfach so Planet Backpack aus dem Boden gestampft und zum größten deutschsprachigen Reiseblog wachsen lassen. Ich hatte auch nicht über Nacht diese Einnahmen.

Ich habe mir 2-3 Jahre lang den Arsch aufgerissen, jeden fucking Tag. In diesem Video erzähle ich meine Story im Detail.

2015 war das erste Jahr, in dem ich meine Laptopzeit so richtig mal für mehrere Monate herunterfahren konnte, aber auch jetzt trete ich langsam wieder aufs Gaspedal.

Auf den Lorbeeren ausruhen ist nicht. Es geht immer weiter!

Sie schrauben ihre Lebenshaltungskosten nicht herunter

Wenn du viel Kohle zum Leben brauchst, musst du viel Kohle verdienen. Ziemlich einfache Mathematik.

Viele scheitern daran ihren Lifestyle erstmal herunterzufahren – entweder weil sie es nicht wollen oder weil sie denken, sie könnten es nicht.

Ab und zu bedarf es ein paar “Opfer” im Leben um richtige geile Sachen zu erreichen. Manchen ist es aber zu viel, ihr bequemes Leben mit 3-Zimmer-Wohnung und fettem Auto und ständig Essengehen für eine Weile zu pausieren.

Naja, dann halt nicht.

Ich hatte mir am Anfang 1000 Euro im Monat als finanzielles Ziel gesetzt, das hat mir ausgereicht um in Berlin oder Bangkok oder Mexiko zu leben. 1000 Euro lassen sich einfach verdienen. Doppelt so einfach als 2000 Euro.

Es fehlt am Feuer unterm Arsch

Boah. Also manchmal glaub ich wirklich, dass ich von zwei Kilometer entfernen sehen kann ob es jemand schafft als ortsunabhängiger Online Unternehmer oder nicht. Das Feuer unterm Arsch muss nämlich so gigantisch groß sein und brennen, dass es für alle um dich herum sichtbar ist.

Viele sind so furchtbar leidenschaftslos und unmotiviert, fahren wie mit Handbremse durchs Leben. Um große Träume zu erreichen braucht es Vollgas und ein fett lautes “HELL YEAH!!!”.

Nur so ein bisschen oder halb Digitaler Nomade werden zu wollen ist einfach nicht genug. Dann bist du noch zu bequem in deiner Komfortzone.

Vielleicht muss dir dein jetziges Leben, dein jetziger Job so richtig weh tun damit du dieses Feuer entwickelst.

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Sie bereiten sich schlecht vor und dann geht das Geld frühzeitig aus

Wenn du es richtig ernst meinst, dann ist die Planung das A und O. Besonders wenn es um die Finanzen geht für das erste Jahr.

Einige Leute sind da entweder total unrealistisch und planen zu wenig Geld ein oder aber sie leben komplett über ihre Verhältnisse und geben es viel zu schnell aus.

Im Grunde hast du ja zwei Optionen:

1. Entweder du baust dein Online Business während des Jobs (oder Studiums) auf und es wirft dann schon Geld ab wenn du dann springst.

2. Oder du sparst dir genügen Geld für die Zeit nach dem Absprung während du dich voll deinem Business widmest.
Hier ein gutes Video zu der Frage, wie viel Geld du am Anfang angespart haben solltest.

Sie haben kein Unternehmerdenken

Wenn du Digitaler Nomade werden willst, dann wirst du Unternehmer. Auch als Freelancer bist du ein Unternehmer grob gesehen. Außer du bist Remote Worker, dann bist du halt angestellt ortsunabhängig, eher aber die Ausnahme.

Ich hatte auch null Ahnung, was es heißt Unternehmer zu sein am Anfang. Aber da musst du reinwachsen.

Raus aus dem Angestellten-Mindset und Abhängigkeit, rein in die geile Welt des Unternehmertums und der Verantwortung.

Ihr Branding ist nichtssagend

Ich kann echt nicht genug betonen, wie wichtig ein gutes Branding, eine starke Marke für ein erfolgreiches Business ist.

Die meisten Leute setzen sich mit dem Thema so gut wie nicht auseinander und denken, dass Branding nur ein Logo ist.

Es gibt so viele nichtssagende Marken von Blogs und Unternehmen da draußen. Die meisten haben quasi gar keine.

Branding ist soooo unglaublich wichtig.

Es ist deine Mission, deine Vision, deine genaue Zielgruppe, deine Philosophie, eine Tagline und noch Tausend andere Sachen.

Sie reisen zu viel und schnell und finden nicht die Zeit um produktiv zu sein

Einer der größten Fehler von neuen Digitalen Nomaden: Sie wollen zu viel reisen und Sightseeing und Abenteuer ständig erleben, ihr Business steht an zweiter Stelle danach.

Das ist so ziemlich die Todsünde am Anfang.

Denn, wie weiter oben erwähnt: Dein Business braucht deine volle Aufmerksamkeit in den ersten ein bis zwei Jahren.

Wenn dein Drang zum Reisen noch so groß ist, dann mach das zuerst und zwar nur das für mehrere Monate. Du musst es erstmal aus deinem System kriegen ständig unterwegs sein zu wollen.

Wenn du wirklich produktiv sein willst und ein fettes Online Business aufziehen willst, dann wirst du irgendwann erkennen, dass du länger an Orten bleiben musst um in eine Arbeitsroutine zu kommen. Reisen lenkt davon viel zu sehr ab.

Ja klar ist es nicht immer leicht an geilen paradiesischen Orten jeden Tag vor dem Laptop zu sitzen. Logischerweise nimmst du dir auch Zeit frei zwischendrin. Aber dein Hauptfokus ist dein Business und basta.

Wenn dann mal alles läuft nach einiger Zeit, du eventuell auch passives Einkommen aufgebaut hast, kannst du die Früchte deiner harten Arbeiten ernten, weniger arbeiten, mehr Reisen, Surfen oder nichts tun.

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Sie interessieren sich nicht für Online Marketing

Ich kenne so viele Leute, die massive Probleme damit haben, sich mit dem Thema Marketing auseinanderzusetzen. Manche gehen in einen richtigen Widerstand und weigern sich, sich zu vermarkten, weil sie es “böse” finden. Sie machen keinen richtigen Launch, keine Werbung und nutzen ja keine Worte, die nach „Verkaufen“ klingen.

Ja, Marketing hat in manchen Ecken einen schlechten Ruf dank schmieriger Online Marketing-Leute. Aber das ist Blödsinn.

Für mich hat das mehr damit zu tun, dass viele einfach Angst haben, der Welt zu zeigen, wie geil sie sind. Sie haben einen ganz großen inneren Kritiker in sich, der es ihnen verbietet, ihre Kreationen öffentlich zu präsentieren und stolz darauf zu sein. Oft auch verbunden mit der Angst, was wohl andere von uns denken könnten. Ohohoh, diese anderen.

Ich sag da jetzt mal ein ganz großes FUCK OFF dazu. Zeig allen, wie toll du bist und was du für tolle Sachen machst und verkaufst.

Wer sich nicht vermarktet und sein Produkt oder Dienstleistung nicht an seine Zielgruppe bringt, wird nie ihr Leben bereichern können.

Einfach nur dazusitzen und hoffen, dass die Leute kommen, läuft halt nicht.

Ich identifiziere mich gern als “Heart-Centred Entrepreneur”, was impliziert, dass egal was ich mache, alles von Herzen kommt um das Leben anderer Menschen positiv zu verändern. Ich will helfen, nicht nur Kohle verdienen.

Es gibt wahrscheinlich noch viel mehr Gründe, warum viele Leute auf der Strecke liegen bleiben. Aber mir waren diese am wichtigsten und entscheidensten.

Dieser Blogpost soll dich aber nicht entmutigen.

Im Gegenteil:

Er soll dir helfen zu erkennen, wie der Weg nicht aussehen soll und dir Anstösse geben, es richtig zu machen.

Wie schon ganz oben erwähnt, bin ich überzeugt davon, dass es jeder schaffen kann, sich den Traum vom ortsunabhängigen Leben zu verwirklichen.

Und selbst wenn du es nicht schaffst:

Am Ende ist jedes Scheitern ein unglaubliches Lernexperiment. Wir lernen nicht in der Theorie, sonder im wahren Leben. Und die besten Lektionen habe ich dann verinnerlicht, wenn es vollgas daneben lief.

Ich selbst würde einfach wieder aufstehen, meine Krone richten und nochmal von vorne anfangen. Denn das Feuer brennt weiter und weiter und weiter. Aufgeben ist nie keine Option.

Hast du noch Fragen? Oder eigene Erfahrungen? Welche Ängste plagen dich? Rein damit an die Kommentare!

Auf das Scheitern. Und das nie Aufgeben.

Signature


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