Social Media – nur die Ruhe!

Als eifrige Facebook-Nutzerin habe ich letzten Montag einen interessanten Aufruf von Annette Schwindt /Schwindt-PR gelesen. Sie fragt auf ihrem Blog http://blog.schwindt-pr.com/2013/02/11/blogparade-profil-oder-seite danach, wie Einzelkämpfer in social media vorgehen – “Betreiben Sie in Facebook und/oder in Google+ ein Profil UND eine Seite oder nur ein Profil? Warum? Und wenn beides:  Trennen Sie die Inhalte und wenn ja wie?”

Damit trifft sie genau jetzt genau die Frage, die mich seit langem beschäftigt.

Titel FB Feng Shui Köln

Titelbild meiner FB-Fanseite feng-shui-koeln

Ich nutze facebook seit ca. zwei Jahren intensiv, um mich und mein Beratungsangebot vor allem in Köln bekannter zu machen. Ich habe nicht viel Geld für Anzeigen in Zeitungen, und Social Media ist in aller Munde, gerade was die superschnelle Verbreitung angeht. Ich hab angefangen auszuprobieren, begeistert ein privates Profil eingerichtet und noch begeisterter eine Fanseite über mein Ursprungsunternehmen, Feng Shui Köln. Inzwischen trenne ich nicht mehr zwischen privat und beruflich, wohl aber zwischen privat und virtuell.

Meine realen Freunde sind nicht auf facebook vertreten, und mein Privatleben läuft nicht online, sondern tatsächlich privat, d. h. offline. Es gibt ein paar Menschen, denen ich, wie ich glaube, wichtig bin, und ich tue alles, um sie zu schützen. Ich halte mich privat nicht für so wichtig, dass jeder wissen muss, mit wem ich mich wofür und wann verabrede und wo ich gerade bin. Lieber möchte ich gute facebook-Freunde auch persönlich kennen lernen und sie in meine Privatsphäre hineinholen.

Also nutze ich das Internet meist beruflich. Hier war und ist mir immer wichtig, dass meine Social Media Beiträge Information enthalten, die für LeserInnen einen Nutzen haben, und wenn nicht für sie, dann vielleicht für ihre Freunde. Meine Beiträge lesen soll keine Zeitverschwendung sein, die LeserInnen sollen von ihnen sprechen, sie in ihre Freundeskreise teilen, sie sollen sie liken und kommentieren, und zwar gern und vor allem freiwillig!

Das Dumme ist: Menschen nutzen facebook, um zu spielen, um sich zu unterhalten, um witzige Bilder und Sprüche zu teilen. Aber nicht, um sich was verkaufen zu lassen. Vertrauen zu gewinnen und zu Reaktionen zu motivieren ist generell schwer und langwierig. Von 100 Freunden kommentieren vielleicht 10 nach einiger Zeit regelmäßig die Postings eines Profils – hier hab ich ganz tolle Reaktionen erfahren und sehr nette Menschen kennengelernt. Aber für die restlichen 90 ist ihr Profil eher ein “nice to have” oder sie lesen schweigend mit. Dann kann sich aber kein Leben auf der Seite entwickeln. Social Media lebt von freiwilliger Interaktion – und wie bringt man die Schweiger ans Reden?

Die Feng Shui Fanseite zeigte bald den Nachteil, dass vor allem der Wettbewerb die Seite beobachtete und dreist meine Ideen ausschlachtete. Okay, das gehört dazu. Was ich auf der Feng Shui-Fanseite postete, habe ich schließlich auch auf das Profil geteilt, denn die Menschen, die ich für mich gewinnen wollte, waren die neuen Freunde auf meinem privaten Profil (die Gefälltmir-Einladungen kannte ich damals nicht). Aber zwei so unterschiedlich ausgerichtete Seiten regelmäßig zu pflegen ist ein Höllenaufwand, der mich viel (Arbeits-)Zeit kostete. Er fand ein jähes Ende in der Aussage eines FB-Freundes, der gleichzeitig Fan war. Er sagte bei einem offline-Treffen, er mache keinen Unterschied zwischen meinem Profil und der Fan-Seite. Er lese meine Beiträge gern, weil sie so unverwechselbar von mir seien. Ihm sei egal, wo sie erschienen. Es mache ihm nichts aus, wenn er sie doppelt bekäme.

Mir schon. Die Feng Shui-Köln-Fanseite liegt inzwischen seit einem Jahr brach und wartet auf ihre Wiederbelebung.

Dafür nutze ich nun mein privates Profil eigentlich fast nur beruflich, vor allem, da jetzt die Gesundheitsberatung dazu gekommen und Feng Shui ein Teil davon geworden ist. Ich glaube, gewünscht ist das nicht, und es kann auch sein, dass meine “Freunde” sich missbraucht fühlen und mich abstrafen, indem sie die offensichtlich beruflichen Beiträge bewusst ignorieren. Aber mein Business steht und fällt mit meiner Person, und das, was ich tue, tue ich mit Leib und Seele. Da ist viel persönliches Colorit in den Beiträgen. Ich möchte auch den Spaß teilen, der mir meine Arbeit macht. Ich finde, das ist auch eine Form von Privatheit. Sieht halt nur nicht jeder so.

Ich weiß ich nicht, ob eine Fanseite sinnvoll ist, oder ob man damit letztlich nur facebook reich macht, und sich damit selbst ins Aus schießt – zumal facebook immer wieder mit neuen Änderungen ankommt. Wenn ich mir aber die Seiten meiner Freunde ansehe, die ich auf ihre Einladung hin mit Gefällt mir markiert habe, sehe ich weit weniger lebendigen Austausch als auf den Profilen. Die Fanseite muss regelmäßig und kontinierlich gepflegt werden. Bei denen, die ich abonniert habe, passiert alle Jubeljahre mal was. Und die Fanseite ist seit facebooks Börsengang im Grunde nicht mehr kostenfrei, für bestimmte Hervorhebungen muss man zahlen, “das erhöht die Reichweite”. Aber sagt Ihr mir, liebe LeserInnen dieser Zeilen: Was glaubt ihr, wer von denen, die im Grunde nur spielen und sich unterhalten wollen, schaut wirklich intensiv  Unternehmensseiten an?

Aus nicht vorhandener Klarheit und überhöhten Ansprüchen entsteht der größte Stress. Ich möchte meine Internet-Präsenz einfach, klar und entspannt gestalten – vor allem mit Rücksicht auf mich selbst.

Ich pflege zwei eigene Internetseiten – www.feng-shui-koeln.com und www.annette-dietzler-gesundheitsberatung.de -, und habe nun diesen Blog hier gestartet, der die Themen Ernährung, Entspannung und Feng Shui beleuchten und vertiefen soll. Dazu die Profil-Seite in facebook, die ich als miniblogging ansehe. Das allein ist schon arbeitsintensiv, aber für mich allein noch überschaubar. Ich könnte eine Fanseite für die Gesundheitsberatung machen, weil das professioneller aussieht. Aber was nutzt denn das professionelle Aussehen, wenn man auf einem Abstellgleis steht? Eine Einladung zu google+ liegt mir auch vor, die ich annehmen könnte. Aber müssen es wirklich noch mehr Profile und noch mehr Seiten sein?

In Wirklichkeit geht es doch um meine Beratungsleistung, von der ich lebe. Die virtuelle Präsenz ist nur ein Weg ins Ziel und wenn nichts geteilt, kommentiert und geliked wird, passiert nichts, egal ob Fanseite oder Profil.

Ich verfolge die Beiträge in der Blogparade in der Hoffnung, neue Sichtweisen zu finden, die mich anregen, meine Ansicht weiter zu überdenken. Vielleicht will mir jemand  hier auch antworten. Also, was meint ihr:  Werden Fanseiten wirklich angeschaut? Müssen es wirklich noch mehr Profile hier und Seiten da sein?


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