Sind alle Banker Gangster? Der Pakt mit dem Teufel.? Schleudersitze überall ?

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Braunschweig - Die Arbeitssituation von Menschen, die in Banken angestellt sind. Eine Arbeitswelt von Spielern, Hochstaplern, Psychopathen und skrupellosen Intrigen? Folgendes Interview und Recherchen hat der Allrounder geführt. Alle Informanten hatten Angst, sie wollen anonym bleiben. Hier der Bericht:

Sind alle Banker Gangster? Der Pakt mit dem Teufel.? Schleudersitze überall ?

Banker oder "Ehrenwerte Gesellschaft"? Dunkle Anzüge, dunkle Geschäfte .. Bild: Allrounder

Banker: "Ich habe bereits den derzeitigen  Stand Ihres Aktienpakets überprüft, Herr Allrounder. Sie sind einer von den wenigen Glücklichen und haben bisher kaum Verluste erlitten. Wenn Sie die Zahlen ansehen wollen  ..." Er reichte ihm zwei Computerausdrucke. Der Allrounder überflog die Zahlen.
"Was kann ich sonst noch für Sie tun? Falls Sie neue Anteile erwerben möchten, der Zeitpunkt ist günstig. Die Aktien werden garantiert im Wert steigen. Ich kann also einen Kauf ohne Einschränkung empfehlen. Dabei sah er blasser aus als gewöhnlich und hatte bläuliche Schatten unter den Augen.
"Wirklich?"

"Nach menschlichem und fachlichem Ermessen."
"Gut." Der Allrounder lächelte und fügte leise hinzu: "Hätten Sie etwas dagegen, wenn ich Sie auf einen Kaffee einlade? Rein beruflich natürlich."
"Aber gern", sagte er laut. "Manche Geschäfte lassen sich im Kaffee besser besprechen als in einem Büro. Ich nehme die Unterlagen mit. Externe Kundenberatung, bin in einer halben Stunde zurück!", rief er der Kollegin im Nebenzimmer zu, ehe er mit dem Allrounder das Bankgebäude verliess. Ich nehme an, dass Sie mit mir nicht über Aktien reden wollen, Herr Allrounder."  
"Ach, wie kommen Sie denn darauf?"

"Na ja, es gibt nicht viel mehr darüber zu sagen, als ich schon gesagt habe. Meine eigentliche Aufgabe als Anlageberater wäre jetzt, Ihnen ein anderes Aktienpaket zu verkaufen. Eins mit mehr Rendite und höherem Risiko."
"So was habe ich mir schon gedacht."

"Was also wollen Sie von mir?"
"Ich habe eine große Bitte an Sie. Ich würde gern einmal wissen, wie die Arbeitssituation von Menschen ist, die in Banken angestellt sind. Ich recherchiere gerade in einem sehr komplizierten Fall, und außer dem allgemeinen Vorurteil, dall alle Banker Gangster sind, habe ich in diesem Bereich keine Erfahrung. Bei meinen bisherigen Recherchen ist mir Verschiedenes aufgefallen: Die Banker, mit denen ich gesprochen habe, waren nervös, machten sehr unklare Aussagen und schienen in dubiose Geschäfte verwickelt. Einer wurde abgehört - angeblich von der Konkurrenz-; ein anderer wurde erpresst, weil er angeblich Immobliengeschäfte auf Kosten seiner Bank gemacht hat. Sicherheitsfirmen scheinen eine wichtige und möglicherweise sogar mächtige Rolle zu spielen. Es kommt mir beinahe so vor wie ein eigenes System, das nach eingenen Regeln funktioniert."

"Klingt durchaus realistisch. Bei welcher Bank haben Sie recherchiert?" 
"Das kann ich Ihnen leider nicht verraten."

"Wie lautet Frage Nummer eins?" Der Banker beugte sich höchst interessiert vor.
"Wie geht es Ihnen mit Ihrer Arbeit?"

"So persönlich?"
"Ich möchte mir vorstellen können, wie sich ein Banker fühlt. Nicht unbedingt der junge Mann an der Kasse oder am Schalter, sondern jemand wie Sie, der über Kredite entscheidet oder Aktien empfiehlt. Jemand, der Privatkunden berät oder auch jemand, der Firmen, Städte und Gemeinden fianziert."

"Also gut. Alles, was ich Ihnen jetzt erzählen werde, ist vertraulich, Herr Allrounder. Ich bin Ihnen sehr dankbar dafür, dass Sie mich ins Kaffee eingeladen haben. Es kann sein, dass meine Gespräche im Büro mitgehört werden, muss aber nicht. Vorsicht ist auf alle Fälle besser. Sie haben sich vielleicht gewundert, dass ich mich so deutlich über Ihren Anruf gefreut habe. Es lag schlicht daran, dass mir drei Kundegespräche für den heutigen Tag gefehlt haben, und mit Ihrem Besuch habe ich immerhin nur noch zwei Minustermine. Alle unsere Termine werden registriert, und es gibt Erfolgsziele für unsere Arbeit. Wer die nicht erreicht, muss sich sehr unangenehme Dinge sagen lassen.
Unsere also auch meine Arbeit besteht vor allem im Drücken von Computerknöpfen. Wir vergeben zum Beispiel keine Kredite, das macht der Computer. Dafür gibt es bestimmte Programme, die Kunden als lohnend oder als uniteressant einstufen. Meine Menschenkenntnis oder mein Verhältnis zu einem Kunden spielen keine Rolle mehr. Heute entscheiden Algorithmen, und wie deren Ergebns zustande kommt, weiß niemand.
Mir wurde zum Beispiel vor einiger Zeit mitgeteilt, dass ich beobachtet werde, weil man mit meinen Vertriebszahlen nicht zufrieden sei. Falls ich bis Jahresende keine besseren Umsätze bringe, könnte das zur Kündigung führen.  Aber ich kann Ihnen eins sagen, Herr Allrounder: Die müssen ihren Mitarbeitern gar nicht kündigen, die sind derart gut darin, einen fertigzumachen, dass man entweder krank wird oder freiwillig geht.
Dazu kommt, dass die Filialleiter und Bankmanager ebenfalls unter dem Druck der Vorstände stehen. Schleudersitze überall. Und den Druck geben die natürlich nach unten weiter.
Wir müssen bestimmte Finanzprodukte verkaufen, die sich für die Bank lohnen. Dabei sind auch hochriskante Papiere, Derivate zum Beispiel, deren Zusammensetzung nicht einmal Fachleute durchschauen. Unter diesem Gesichtspunkt können Sie tatsächlich sagen, dass Banker wie Betrüger handeln. Sie sind Teil eines ziemlich erbarmungslosen Systems, bei dem es nur ums Überleben und um Profite geht.

Ich kann Ihnen garantieren, dass bei der heutigen Situation auf den Finanzmärkten in Banken mehr gebetet wird als in Kirchen - und ganz sicher werden auch mehr Pakte mit dem Teufel geschlossen als jemals zuvor."  

"Welche Rolle spielen Sicherheitsfirmen dabei?"
"Na ja, die sind die Wächter des Systems. Sie schützen es nach aussen, vor Betriebsspionage zum Beispiel, und nach innen vor Angestellten, die ihre eigenen Geschäfte betreiben, Insiderhandel etwa. Sicherheitsfirmen können sogar sehr mächtig werden, weil sie auch die dunklen Seiten einer Firma oder Bank kennen. Dieses Wissen können solche Firmen für ihre eigenen Zwecke nutzen.
"Für Erpressung zum Beispiel?"

"Natürlich. Wenn eine Sicherheitsfirma richtig gut und sehr diskret ist, dann kann der Vorstandsvorsitzende sich auch dazu benutzen, unbequeme Manager loszuwerden. Ich kenne so einen Fall. Die Sicherheitsfirma hat einen Geheimnisverrat inszeniert, und schon gab es einen Grund für die fristlose Kündigung.
Aber kommen wir zu Ihrer ersten Frage zurück: Wie es mir mit meiner Arbeit geht? Nicht besonders gut, wie Sie sich vorstellen können. Ich und die meisten meiner Kollegen stehen unter massivem Druck, der sich in den letzten Jahren immer mehr verstärkt hat. Bankenkrise, Schuldenkrise, Wirtschaftskrise und extreme Profitgier. Das ist eine hübsche Mischung. Ich habe inzwischen ein Magengeschwür und schlafe schlecht. Bestimmte Typen halten das alles bis zu einem gewissen Grad aus: Spieler, Hochstapler und Psychopathen. Es gehört eine Menge Skrupellosigkeit dazu, in diesem Spiel erfolgreich zu sein und vor allem Spaß daran zu haben. Ich kenne Investmentbanker, für die das Risiko und die Aussicht auf enorme Boni zur Sucht geworden sind."


Zum Abschluß eine Frage: "Warum steigen Sie nicht aus?"
"Ich weiß es nicht, Herr Allrounder. Wahrscheinlich bin ich zu feige. Außerdem habe ich nichts anderes gelernt. Könnten Sie so einfach aussteigen? Mit Kollegen kann ich nicht so offen reden. Wir sind alle auf der Hut voreinander. Danke für den Kaffee."

Sich in die Psyche eines Bankers zu versetzen, fällt einem schon schwer. Mit dem Geld anderer spielen? Champagnerpartys, Luxusautos und Konsumorgien? Diese Typen benutzen ihre Millionenboni zu völlig sinnlosen Aktionen, statt etwas Sinnvolles mit dem vielen Geld anzufangen: zum Beispiel nicht mehr zu arbeiten, um keinen weiteren Schaden anzurichten.
Dem Allrounder hat es sowieso nie eingeleuchtet, was Menschen mit einem Jahresgehalt von mehreren Millionen machten und worin deren Motivation bestand, noch mehr Millionen anzuhäufen. Geld regiert die Welt oder die Gier nach immer mehr Geld?

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Derallrounder

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