Selbstliebe-Sonntag: Einfach durchhalten

Vor ein paar Wochen merkte ich auf einmal, wie unzufrieden ich mit meinem Leben war. Nicht mit den großen Sachen: Ich bin noch immer glücklich über jeden einzelnen der lieben Menschen in meinem Leben, ich weiß, dass ich unbedingt Lehrerin werden will und habe meinen Frieden damit geschlossen, dass es durch den Fachwechsel noch länger dauern wird, ich war mit meiner Ernährung und meinem Sportpensum zufrieden.
Selbstliebe-Sonntag: Einfach durchhaltenAber es waren die kleinen Dinge, die mich auf einmal wahnsinnig machten: Die vielen Termine in der Woche, die es mir unmöglich machten, zu meinen liebsten Sportkursen zu gehen. Die Aufgaben für die Uni, die ich nur mithilfe von Büchern aus Präsenzbibliotheken bearbeiten konnte und somit an die Öffnungszeiten gebunden war. Die Tatsache, dass mein Magen schon wieder psychosomatisch verrückt spielte. Meine ständige Müdigkeit, obwohl ich genug schlief. Das Problem, dass jede soziale Interaktion für mich unglaublich anstrengend war.
Ich bin definitiv kein Mensch, der solche Probleme in sich hinein frisst. Also bekam ich auch von entsprechend vielen Personen Ratschläge. Die meisten davon konnte ich sofort umsetzen und sie haben mir das Leben tatsächlich erleichtert. Aber einer dieser Ratschläge beschäftigte mich noch lang.
Du machst eigentlich schon alles richtig. Du könntest höchstens noch ein paar Sachen perfektionieren. Aber das ist vielleicht auch gar nicht so wichtig. Denn manchmal muss man einfach durchhalten.
Einfach durchhalten? Das erschien mir zu einfach. Wozu gibt es denn tausend Selbsthilfebücher, -kurse und -beratungen? Warum habe ich so viele Blogs auf meiner Leseliste, in denen es darum geht, das eigene Leben zu verändern? Wieso schreibe ich selbst hier?
Selbstliebe-Sonntag: Einfach durchhaltenDoch je länger ich über das Thema nachdachte, desto klarer wurde mir, wie berechtigt dieser Ratschlag war. Wir glauben heutzutage, dass wir einfach nur immer alles weiter verändern müssten, um unser Leben leichter zu machen. Alles muss ganz leicht gehen, fast schon von selbst. "So nimmst du 5 Kilo ab, ohne deine Ernährung zu verändern!" "Das perfekte Workout - in 10 Minuten zum Strandkörper!"
Aber so funktioniert das Leben nicht. Im Leben muss man auch mal unangenehme Dinge erledigen, um zu den angenehmen zu kommen. Wir alle waren mal in der Schule und fanden es dort manchmal oder etwas häufiger ziemlich furchtbar. Aber letztlich können wir uns ja wohl sagen, dass die Schule uns in unserer Entwicklung vorangebracht hat. Egal, wo wir heute im Leben stehen, die Schule hat uns ein Studium oder eine Ausbildung ermöglicht oder uns einfach nur gezeigt, wo unsere Stärken und Schwächen im Leben liegen.
Genauso ist es mit allen anderen Sachen. Wir können uns vielleicht Krücken bauen, die uns so manches im Leben erleichtern. Manchmal zeigen uns Stress und Frustration auch, wo im Leben wir Hebel für eine Veränderung ansetzen. Manchmal ist eine Veränderung aber nicht möglich, weil wir an das große Ganze denken müssen. Manchmal muss man die Hindernisse überwinden, um am Ende ins Ziel zu kommen. Manchmal muss man einfach durchhalten.
Bildquellen: pexels.com, visualhunt.com

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