Sei kein Krebs, gönn den Anderen die Freiheit!

Sei kein Krebs, gönn den Anderen die Freiheit!
Ein Krebsfischer in China hat reiche Beute gemacht.
Ein Korb voll zappelnder Krebse stand vor ihm im Boot.
Nach getaner Arbeit ist gut ruhen; der Fischer streckte sich behaglich ins Gras und schlief. Da weckte ihn ein Vorübergehender und rief ihm besorgt zu:
"Mann, Deine Krebse! Sie suchen das Weite, während Du schläfst."

Aber der Fischer rieb sich nur die Augen und lachte:
"Keine Sorge, mein Lieber. Ich kenne das Zeug. Es kommt keiner über den Rand, so sehr er sich auch anstrengt. Sieh, sobald er am Korbrand ein Stücklein hochgekommen ist und die Freiheit winken sieht, hängt sich mit seinen Scheren ein anderer an ihn und an diesen wieder einer, bis dem ersten die anhängende Last zu schwer wird und sie alle wieder in den Korb zurückpurzeln. So kann ich meiner Krebse wegen ruhig schlafen. Die sorgen untereinander dafür, dass keiner entkommen kann."

Sei kein Krebs, gönn den Anderen die Freiheit!

Das Foto wurde von Karin Heringshausen zur Verfügung gestellt



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