Rezension: Lasse von Verena Friederike Hasel

Klappentext:Rezension: Lasse von Verena Friederike Hasel

Als Nina Mutter wird und spürt, dass sie nicht nur Liebe für ihr Kind empfindet, ist sie verunsichert. Sie sucht Anschluss in Mütter-Cafés und Babykursen, aber fühlt sich isoliert. Überall sind Frauen, die selbstverständlich und mühelos liebevoll mit ihren Kindern umgehen. Die stets genau wissen, was richtig ist und was nicht. Für die jeder Zweifel schon ein Tabubruch ist.

Nach und nach bricht Nina den Kontakt zu ihren Mitmenschen ab, unfähig, eine Verbindung zu anderen herzustellen. Als sich für sie alles nur noch auf ihren wenige Monate alten Sohn konzentriert, nimmt eine fatale Entwicklung ihren Lauf. In atemlosen Sätzen, die auf beklemmende Weise die Kraft der Einbildung erlebbar machen, wird aus der Perspektive einer Frau erzählt, deren Ängste durch ein Umfeld verstärkt werden, das bei bestimmten Themen keine Ambivalenz erträgt.

"[...] werde nicht mehr genervt sein und nie wieder etwas Böses denken. Ab morgen werde ich eine rundum gute Mutter sein, aber jetzt muss ich erst mal schlafen." (Seite 137)

Mein Fazit
Lasse? Felix? Nein, doch Lasse, aber er sieht doch gar nicht aus wie ein Lasse, nicht so fröhlich, munter und hübsch...Und weil der Kindsvater mich nicht mehr liebt und mit mir zusammen sein möchte, heißt das Kind einfach Felix, weil er dick und hässlich ist - so tickt Nina gedanklich nach der Geburt ihres Sohnes. Verlassen und einsam. Baulärm. Keine Freunde mehr und zu anderen Müttern kein Kontakt finden, zudem gefangen in ihrer geistigen Welt.

Muttersein. Ein Wort für neues Leben, Schlafentzug, ständiges Windeln wechseln, Wäscheberge, Stillen und Veränderung um 100%.

Mutterglück. Ein Wort für Wärme, Schutz, Geborgenheit und Liebe. Doch nicht jede frisch gebackene Mama kann ihrem Kind diese Dinge geben. Und mit diesen Worten lasse ich den Inhalt dieses Buches im Raum stehen.

Ich finde das Buch interessant, verstörend und emotional. In ihm schlägt ein Mutterherz, das merkt man, denn die Autorin ist selbst dreifache Mutter. Wie sie die Dinge während der Schwangerschaft, im Krankenhaus und auch nach der Geburt so bildlich formuliert (ein Kohlblatt zur Desinfektion in den Still-BH legen). Einige Sätze waren so lang, dass ich oft nicht wusste, was jetzt die Kernaussage war, sie wollten einfach kein Ende nehmen. Das störte mich ein wenig. Jedoch mochte ich den Schreibstil und die stellenweise derbe Ausdrucksweise.

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