[REZENSION] "Drunter und drüber"

Die Autorin
Susan Andersen hat, wie sie selbst sagt, eine Reihe von hochinteressanten Hobbys: ihren Ehemann, einen erwachsenen Sohn, Ski fahren, Modeschmuck, Inline-Skating, ihren Kater und, last but not least, ihre Bücher. Doch am liebsten verbringt sie ihre Zeit beim Schreiben. Mit großem Erfolg: Regelmäßig klettern ihre Romane auf die amerikanischen Bestsellerlisten! Susan Andersen lebt mit ihrer Familie an der Pazifikküste Washingtons.
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Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (1. Mai 2003)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442356555 / ISBN-13: 978-3442356553
Originaltitel: All Shook Up
Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 11,6 x 2,6 cm
Leseprobe
Quelle: bilandia.de  *probelesen*
Die Geschichte...
Unerwartet und genau zum richtigen Zeitpunkt erbt J.D. Carver von seiner ehemaligen Pflegemutter ihren Anteil am Familienhotel, denn seinen letzten Job hat er verloren, weil er seinen Arbeitgeber in den Knast gebracht hat. Also macht sich J.D. kurzerhand auf den Weg nach Star Lake, um das Hotel namens Star Lake Lodge zu begutachten. Dort begegnet er der verführerisch aussehenden Dru Lawrence, die mit ihrer Familie das Hotel führt und sich über den neuen Miteigentümer nicht gerade erfreut zeigt - auch wenn er so verdammt sexy wie J.D. aussieht...
Meine Meinung:"Drunter und drüber" heißt das letzte Alt-SuB-Buch von Susan Andersen, das seit Jahren ungelesen herumlag, was auch seine Berechtigung hat...
Natürlich sind die Hauptpersonen, wie immer bei dieser Autorin, "Sex auf zwei Beinen" sowie voller Komplexe. Während die 29-jährige  Dru(cilla) Lawrence (was für ein furchtbarer Name) behütet aufwuchs, gewissenhaft mit Onkel Ben sowie Tante Sophie das Hotel der Familie Lawrence führt und außer ihrem 10-jährigen Sohn Tate wenig Spaß am Leben hat, musste sich J.D. Carver (das J.D. steht für John David) auf der Straße durchschlagen und hatte die besten Monate seines Lebens bei Edwina Carver, seiner Pflegemutter. Nachdem den Bau-Polier in Seattle nichts  mehr hält, kommt er nach Washington. Wie schon erwähnt, sind die Protagonisten seeehr attraktiv: Sogar Tante und Onkel sehen für ihr Alter noch toll aus ebenso wie Dru´s Freundin Char, Dru hat eine tolle Figur mit üppigen Vorbau und J.D. ist sehr gut gebaut (wie oft genug betont wird). Einzig der Junge Tate  sieht noch normal aus und ist die einzige Figur, die ich in mein Herz geschlossen habe. Ansonsten sind die Charaktere sehr überzeichnet und klischeehaft.
Als sich Dru und J.D. zum ersten Mal sehen, können sie sich nicht ausstehen, aber bald schon springt der Funke über und sorgt so für einige Komplikationen. Das ist bei Susan Andersen (zumindest bei den 6, 7 Büchern, die ich gelesen habe) immer so und aus dieser Mischung ergibt sich immer wieder ein ähnlicher Handlungsverlauf.
Erzählt wird die Handlung vorwiegend aus der Sicht von Dru und J.D. in der 3. Person, zwischendurch dürfen sich auch  Nebenfiguren zu Wort melden. Idyllischer Schauplatz in "Drunter und Drüber" ist Star Lake im Bundesstaat Washington. Die Story plätschert vor sich hin, ist recht vorhersehbar und deckt viele Klischees ab. Da helfen auch die integrierten Sex-Szenen nicht viel, es lässt größtenteils mühsam lesen. Außerdem wartet die Autorin mit einem schmalzigen Schreibstil auf, der  in mir Brechreiz auslöst - eine Kostprobe, falls ihr mir nicht glaubt:
Zitat Seite 83: "J.D.s gebräunte Schultern wirkten entblößt tatsächlich noch breiter als unter dem bisher allgegenwärtigen strahlend weißen T-Shirt. Sein Rücken war lang, schweißglänzend und muskulös und verjüngte sich auf eine verführerische Weise, bis er schließlich in dem tief auf seinen schmalen Hüften sitzenden schweißgetränkten Hosenbund verschwand. 
FAZIT:
Vor 8, 9 Jahren habe ich solche Bücher zwischendurch gern gelesen, mittlerweile halte ich so viel Schmalz & Klischee nicht mehr aus - da sieht man mal wieder, wie sich der Buchgeschmack innerhalb eines Jahrzehnts verändern kann. Hier kommen die unsympathischen Charaktere, die vorhersehbare Handlung und diese schnulzige Schreibweise voll zur Geltung - leider. Mehr als 1 1/2 (von 5) Punkte gibt´s dafür beim besten Willen nicht.


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