[REZENSION] "Emerald: Die Chroniken vom Anbeginn" (Band 1)



Der Autor

John Stephens ist als Drehbuchautor und Produzent bekannt geworden. Er wirkte nach seinem Studium an so erfolgreichen Fernsehserien wie Gossip Girl oder Gilmore Girls mit. Erst Philip Pullmans Goldener Kompass-Trilogie brachte ihn schließlich auf die Idee, sich dem Schreiben von Kinder- und Jugendbüchern zu widmen. »Emerald« ist der erste Band seiner Trilogie der »Chroniken vom Anbeginn«, die weltweit noch vor Erscheinen bereits in 32 Länder verkauft wurde.


Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Verlag: cbj (6. April 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570152928
ISBN-13: 978-3570152928
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 15 Jahre
Originaltitel: The Emerald Atlas - Books of Beginning
Größe und/oder Gewicht: 23,2 x 16,2 x 3,8 cm
Die Geschichte...
An einem Weihnachtsabend ändert sich für die Geschwister Kate, Michael und Emma alles, als ihre Eltern vor unbekannten Angreifern fliehen müssen und ihre Kinder in einem Waisenhaus landen, innerhalb der nächsten zehn Jahre von einem Heim zum anderen weitergereicht werden und schließlich in Cambridge Falls landen, das von Dr. Pym geleitet wird.  In einem Zimmer ihrer neuen Bleibe entdecken Kate, Michael und Emma ein geheimnisvolles Buch, mit dem sie in der Vergangenheit reisen und nur mit knapper Not der bösen Gräfin entkommen, die hinter dem Buch her ist, das große Macht in sich birgt. "Emerald" ist eine der insgesamt drei "Chroniken vom Anbeginn" und  damit beginnt eine abenteuerliche Reise, auf der die Geschwister P.  bösen Kreaturen, Zauberern, Hexen und sogar Zwergen begegnen...
**Achtung SPOILER** Zum Lesen bitte Text markieren
Es stellt sich heraus, dass Michael, Emma und Kate mit den "Chroniken vom Anbeginn" verbunden sind,  wie es eine alte Prophezeiung vorhergesagt hat. Und wenn die drei Geschwister ihre Eltern wiedersehen möchten, müssen sie alle drei Chroniken finden. Gar nicht so einfach, wenn man bedenkt, dass die furchterregende Gräfin und ihr Sekretär auch hinter den Chroniken her sind...
Meine Meinung:"Emerald: Die Chroniken vom Anbeginn" heißt der erste Band der Chroniken vom Anbeginn-Trilogie und ist laut Originaltitel keine Chronik, sondern ein Atlas - was sich im deutschen nicht ganz so gut anhört. "Die Chroniken vom Anbeginn" sind drei magische Bücher, die schon sehr lange verschollen sind und in den falschen Händen großen Schaden anrichten können. **Achtung SPOILER**   Das Buch, welches unter der Zwergenstadt vergraben liegt, trägt den Namen EMERALD und hat, wie wir im Handlungsverlauf erfahren, eine Verbindung zu Kate...  **SPOILER ENDE**
Unterschiedlicher können Geschwister gar nicht sein, als die 14-jährige Kate, der 12-jährige Michael und die 11-jährige Emma. Während sich die hübsche Kate noch als einzige an ihre Eltern erinnert und für Emma und Michael ein Mutterersatz ist, hat der sensible Michael ein Faible für Zwerge, während Emma wiederum sehr temperamentvoll und eigensinnig ist. Dadurch  ist das Buch für Mädchen und Jungen gleichermaßen attraktiv. Neben den interessanten, liebevoll ausgearbeiteten Hauptpersonen tauchen noch einige reizvoll gestaltete Nebencharaktere auf und geben der Handlung  den richtigen Pfiff. Außerdem machen die Geschwister eine beachtliche Weiterentwicklung durch.
Die rasante Handlung erinnert leider oftmals an "Die Chroniken von Narnia", denn Parallelen sind hier schon gegeben und die Tatsache, dass der Autor bei C.S. Lewis abgekupfert hat, stimmt mich nicht gerade fröhlich. Als dann dieses magische Buch auftaucht, mit dessen Hilfe die Geschwister durch die Zeit reisen und viele Abenteuer erleben, war ich fast wieder versöhnt.  Gefallen haben mir auch die mitwirkenden Zwerge, über deren Existenz der Zwergenfan Michael aus dem Häuschen ist. Unterteilt ist die Geschichte in zwei Handlungsstränge, wobei abwechselnd Kate und Emma in der personalen Erzählsicht über die rasanten Geschehnisse berichten und die Handlungen der Protagonisten durchaus glaubwürdig  rüberkommen.
Neben dem abenteuerlichen Aspekt sind die Zeitreisen bzw. wie/ob sich die Vergangenheit ändern lässt, ein Schwerpunkt von "Emerald: Die Chroniken vom Anbeginn".  Und merkt auch, dass John Stephens seine Erfahrung als Drehbuchautor ausschöpft, denn die extrem bildhaften Beschreibungen bringen mein Kopfkino zum Laufen und so entsteht während des Lesens diese interessante Welt vor meinem inneren Auge. Leider sind im Eifer des Gefechts einige Passagen zu ausführlich geraten, was ich persönlich nicht so gern mag. Und wie so oft bei Trilogien/Buchreihen, endet auch hier die Geschichte mit einem Cliffhanger.
Auch Werte wie Familie, Freundschaft, Zusammenhalt und Loyalität werden im Handlungsverlauf angesprochen und wurden ansprechend in die Story integriert. Durch die spannende Handlung, den angenehm leichten Schreibstil und die unterhaltsamen Dialoge, finde ich die Altersklasse 10-15 Jahre durchaus passend gewählt. Die knapp 470 Seiten lassen dich dadurch auch sehr schnell und flüssig lesen.
FAZIT:Wer gern Jugend-Fantasybücher mit abenteuerlichen Elementen und sympathischen Hauptpersonen liest, wird "Emerald: Die Chroniken vom Anbeginn" mögen und gern in diese  Welt eintauchen. Punkteabzug gibt es für die Anlehnung an "Die Chroniken von Narnia" bzw. für die in der Geschichte enthaltenen Längen. Dafür erhält dieser lesenswerte Debütroman von mir 4 (von 5) Punkte.

 


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