[REZENSION] "Der erste Tod der Cass McBride"

Cover
[REZENSION] Die Autorin
Gail Giles, die ehemalige High-School-Lehrerin, hat bereits mehrere preisgekrönte Jugendromane zu brisanten, stets unter die Haut gehenden Themen veröffentlicht. In den USA gilt sie als die „Queen of Thrillers for Young Adults“ (Publisher´s Weekly). Ihre unblutigen, subtil erzählten Plots leben von dem Talent der Autorin, das Dunkle in uns ans Licht zu holen und gekonnt mit unseren Ängsten und Fantasien zu spielen. Die Bücher von Gail Giles erscheinen in Australien, Dänemark, Großbritannien, Kanada, den Niederlanden und den USA.
Produktinformation Link zu Amazon
Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
Verlag: Thienemann Verlag; Auflage: 1. (5. Januar 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3522201264 / ISBN-13: 978-3522201261
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 15 - 17 Jahre
Originaltitel: What Happened to Cass McBride?
Größe und/oder Gewicht: 19,6 x 12,2 x 2,8 cm
Leseprobe
Quelle: Thienemann  *ihr dürft hier reinlesen*


Die Geschichte...

Die 17-jährige Cass McBride ist sehr beliebt, wunderschön und wählerisch, was Jungs angeht und nutzt diese Tatsache auch aus. Denn für Cass ist nur das Beste gut genug... Als der schüchterne David sich ein Herz fasst und Cass um ein Date bittet, macht sich die Highschooldiva hinter seinem Rücken über ihn lustig. Diese Schmach erträgt David nicht und so begeht er Selbstmord. Für Davids Bruder Kyle trägt Cass die alleinige Schuld an Davids Tod und so greift der junge Mann zu drastischen Mitteln: Er entführt Cass und steckt sie zusammen mit einem Funkgerät in eine enge Kiste, die er anschließend vergräbt. Über das Walkie-Talkie beginnt Cass mit Kyle zu reden und die Beiden haben viel zu erzählen... 

Meine Meinung:Nachdem ich über dieses Buch nur Gutes gehört habe, durfte "Der erste Tod der Cass McBride" mitkommen. Schauplatz ist eine amerikanische Kleinstadt und die Handlungsdauer umfasst nur wenige Tage.Cass McBride, 17, geht in die 11.Klasse. Die attraktive Schülerin, die mit ihrem ehrgeizigen Vater zusammenwohnt, ist zielstrebig, aber auch überheblich und egoistisch. Davids älterer Bruder Kyle Kirby macht sie für den Tod seines Bruders verantwortlich und als sie ins Reden kommen, erzählt Kyle, wie David wirklich war und was er ertragen musste. Als 3. Hauptperson fungiert Ben Gray, der leitende Ermittlungsbeamte, der Cass rasch finden möchte und deshalb Kyle verhört. Leider ist mir Cass keine sympathische Protagonistin, mit der ich mich identifizieren kann und auch die anderen Figuren bleiben etwas farblos.Diese Geschichte dreht sich um Ängste, Sorgen, unterdrückte Wünsche und Manipulation und zeigt, wie die menschliche Psyche unter verschiedenen Einflüssen Schaden nehmen kann - und was sogar Worte anrichten können. Wir erfahren mehr über die Familienverhältnisse der McBrides bzw. der Kirby, wie es zu Davids Suizid kommen konnte und wer nun eigentlich die Opfer- und Täter-Rolle inne hat.Der Plot zu "Der erste Tod der Cass McBride" wurde ansprechend umgesetzt und obwohl die Autorin einige unerwartete Wendungen eingebaut hat, ahnt man doch, wie die Geschichte ausgehen wird. Manchmal plätschert die Handlung vor sich hin und birgt trotz der Länge von 240 Seiten etliche Längen.Erzählt wird die Handlung aus 3 verschiedenen Perspektiven und verwebt die unterschiedlichen Handlungsstränge miteinander. Die Ich-Erzähler Kyle, Cass und Ben schildern die Ereignisse ungeschminkt, wobei die gesamte Gefühlspalette wie Liebe, Hass, Wut, Trauer und Schmerz angesprochen wird und dadurch viele Emotionen ausgelöst werden. Durch den flüssigen Schreibstil sowie der Sprache, die der jugendlichen Zielgruppe angepasst wurde, lässt sich dieser Jugendthriller recht schnell lesen.


FAZIT:
Gail Giles hat das Thema "Lebendig begraben" gut umgesetzt, gewährt einen Einblick in die verletzliche Seele von Jugendlichen und regt zum Nachdenken an.  Leider kann ich mich mit der Hauptperson Cass überhaupt nicht anfreunden und finde die Längen angesichts der dünnen Geschichte unpassend. "Der erste Tod der Cass McBride" erhält von mir 3 (von 5) Punkte.[REZENSION]