[Rezension] Das Lied der Krähen

Heyhey ihr Lieben! =)
Zum Start ins Wochenende habe ich eine Rezension für euch zu einem Buch, das mich absolut begeistern konnte und das ich euch wirklich dringend empfehlen möchte. Es ist absolut großartig! ♥
[Rezension] Das Lied der Krähen
Titel: Das Lied der KrähenAutor: Leigh BardugoÜbersetzer: Michelle GyoVerlag: KnaurErscheinungsdatum: 02. Oktober 2017
Seitenzahl: 581
Preis: 16,99 (Print)
            14,99€ (eBook)Reihe: Band 1 von 2

Amazon ~ Thalia


Klappentext:


Ketterdam – pulsierende Hafenstadt, Handelsmetropole, Tummelplatz zwielichtiger Gestalten: Hier hat sich Kaz Brekker zur gerissenen und skrupellosen rechten Hand eines Bandenchefs hochgearbeitet. Als er eines Tages ein Jobangebot erhält, das ihm unermesslichen Reichtum bescheren würde, weiß Kaz zwei Dinge: Erstens wird dieses Geld den Tod seines Bruders rächen. Zweitens kann er den Job unmöglich allein erledigen …
Mit fünf Gefährten, die höchst unterschiedliche Motive antreiben, macht Kaz sich auf in den Norden, um einen gefährlichen Magier aus dem bestgesicherten Gefängnis der Welt zu befreien. Die sechs Krähen sind professionell, clever, und Kaz fühlt sich jeder Herausforderung gewachsen – außer in Gegenwart der schönen Inej …
Quelle: Droemer Knaur

Meine Meinung:


Um dieses Buch ist man in den letzten Monaten kaum vorbeigekommen und es wurde in den höchsten Tönen angepriesen. Ich war auch sehr neugierig auf das neue Buch von Leigh Bardugo, das mich zurück ins Grischa-Universum nimmt, nachdem ich die Grischa-Trilogie so sehr geliebt habe!
Was ich gleich zu Beginn feststellen musste: „Das Lied der Krähen“ ist um einiges härter, brutaler, einfach erwachsener. Aber nach kurzer Zeit habe ich mich an diese neue Stimmung gewöhnt, die Geschichte spielt auch viele Jahre später und hat so eine komplette Eigendynamik entwickelt. Man folgt nicht einer jungen Heldin, sondern man folgt sechs Menschen, die ganz unterschiedlich sind und nicht unbedingt darauf aus die Welt zu retten oder ähnliches. Sie denken an sich selbst, sind füreinander da und zweifeln doch immer wieder aneinander.
Diese zwischenmenschlichen Beziehungen haben dem Buch einen besonderen Kick gegeben und es war sehr spannend jeden Charakter auf seine Weise kennenzulernen.
Die Hauptrolle übernimmt indirekt der Anführer der Krähen (also der eben genannten sechs Personen) Kaz.Kaz ist auf jeden Fall ein sehr eigener Charakter, es gibt gute und schlechte Seiten an ihm (wie an fast allen Charakteren in diesem Buch). Er trägt die Last seiner Vergangenheit schwer auf seinen Schultern und lässt Menschen generell nicht an sich ran. Es ist etwas ganz seltsames mit ihm – ich verstehe sowohl die Charaktere, die ihn nicht leiden können, als auch die Charaktere, die ihn lieben. Es ist wirklich schwierig zu beschreiben.
[Rezension] Das Lied der Krähen
Meine liebste Figur im Bunde der Krähen ist wahrscheinlich Inej, wobei… eigentlich sind es wohl Matthias und Nina in Kombination.Warum ich wie für einen Charakter empfinde möchte ich euch gar nicht sagen, denn jeder von ihnen ist auf seine Art toll und vor allem hat jeder eine Geschichte zu erzählen und man erfährt erst mit der Zeit auch nur annährend genug um die zu verstehen.
Was die Charaktervielfalt und auch (vielleicht sogar vor allem) die Tiefe dieser Figuren angeht, könnt ihr hier nichts falsch machen. Ich habe selten Bücher gelesen, in denen die Geschichte regelmäßig aus mehreren (also mehr als drei) Sichten erzählt wird. Hier wird tatsächlich fast jedes Kapitel die Sicht gewechselt und das hat wunderbar funktioniert. Ich war nie verwirrt und hatte so viel Zeit mich auf jeden Charakter ganz individuell einzulassen.
Was die Grundgeschichte an sich angeht, hat die Autorin für mich ins Schwarze getroffen. Eine spannende Fantasygeschichte, die viele Wendungen und Geheimnisse bereithält. Ich war in dieser Geschichte gefangen, und auch wenn ich die Grundzüge der Welt schon kannte, habe ich hier so viel entdecken können. Denn wie gesagt spielt diese Story viele Jahre nach „Grischa“, die Menschen haben sich verändert und entwickelt, es wird anders gekämpft und es gibt ganz neue Probleme in der Welt. Diese Veränderungen bringen auch automatisch einen raueren Ton mit sich. Hier ist wenig Schönes, die Welt wird beherrscht von Gier. Gier nach Ruhm, Reichtum, Macht und ich glaube wir alle wissen, dass eine solche Gier sehr hässlich werden kann.
Mir gefällt einfach, dass unsere Charaktere nicht unbedingt selbstlos handeln und eine Gesamtheit retten wollen. Die Motive, mit denen sie in die Mission starten jemanden zu retten sind auch sehr habgierig. Denn, nun ja, es wird ihnen Geld geboten. Eine wirklich große Menge Geld.
Ich bin immer noch ganz begeistert von allem. „Das Lied der Krähen“ sollte man unbedingt lesen, wenn man Fantasy mag und wenn es auch mal etwas härter zugehen darf. Oh, und: Man muss Grischa nicht gelesen haben, um hier mitzukommen. Das ist eine komplett eigene Geschichte, sie spielt nur in der gleichen Welt.

Fazit:


Ein großartiges Buch mit sehr starken Charakteren und einer spannenden Story. Der Ton ist rau, die Protagonisten abgebrüht und die Welt wird bedroht von Gier. Großartig erzählt, noch besser verbildlicht. Ein Must-Read für Fantasy-Leser. 
Volle 5 von 5 Pfotenherzen von mir
[Rezension] Das Lied der Krähen
Habt ihr das Buch auch gelesen? Wie hat es euch gefallen?
Habt einen wundervollen Abend! ♥[Rezension] Das Lied der Krähen
Herzlichen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! ♥
[Rezension] Das Lied der Krähen

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