Almaty Sehenswürdigkeiten

Unsere ehrlichen Insider-Tipps für die Stadt

Fast jeder, der über Almaty schreibt, meint eigentlich den Charyn Canyon, die Kolsai-Seen oder den Kaindy-See. Die Stadt selbst wird meistens nur als Startpunkt abgehandelt, als Ort zum Übernachten zwischen zwei Ausflügen. Wir haben das anders gemacht und uns 14 Tage Zeit für Almaty selbst genommen. Almaty Sehenswürdigkeiten gibt es tatsächlich einige, auch ohne einen Fuß in die Berge zu setzen, und wir sagen dir ehrlich, welche davon einen Besuch wert sind und wo wir eher enttäuscht waren.

In diesem Artikel geht es ausschließlich um die Stadt selbst: Kök-Töbe, den Grünen Basar, Panfilov-Park und den Platz der Republik. Die Tagesausflüge in die Berge und Canyons rund um Almaty haben wir bereits in eigenen Artikeln festgehalten, die wir am Ende verlinken.

Almaty ist eine Stadt mit einer bewegten Geschichte, das merkt man beim Durchlaufen der Straßen ständig. Ehemalige Hauptstadt, Zentrum des sowjetischen Kasachstans, dazu ständig von Erdbeben bedroht. Genau diese seismische Unruhe hat die Architektur der Stadt bis heute geprägt, dazu später mehr. Aber fangen wir mit den nüchternen Fakten an.

Ein hohes Gebäude mit geometrischen Mustern und Fenstern, aus einem niedrigen Blickwinkel vor einem klaren Himmel aufgenommen. Fünfstöckiges Wohnhaus mit Geschäften im Erdgeschoss; eine Person geht an den Bäumen davor vorbei. Eine farbenfrohe, reich verzierte Kirche, in die Menschen hineingehen, umgeben von Bäumen, unter einem strahlend blauen Himmel.

Almaty auf einen Blick

KategorieAngabe

Einwohnerzahlrund 2,25 Millionen (Stand 2024)

Fläche752 km² (ältere Quellen nennen teils 682 km², die Stadtgrenzen wurden mehrfach erweitert)

Höhe über dem MeeresspiegelTalsohle 700 bis 900 Meter, das Stadtgebiet reicht in den Bergvierteln bis auf 1.700 Meter

Gründungsjahr1854 als russische Festung Zailiyskoje, ab 1855 Festung Werny

Geschichtebis 1921 Werny, danach Alma-Ata, seit 1993 Almaty. Hauptstadt der Kasachischen SSR und später Kasachstans bis 1997

Besonderheitenfrühere Hauptstadt, gilt als Ursprungsregion des Apfels, daher der Beiname Vaterstadt der Äpfel

Wirtschaftwichtigstes Finanz- und Wirtschaftszentrum Kasachstans, Dienstleistungssektor dominiert

Kleiner Hinweis zur Fläche: Verschiedene Quellen nennen unterschiedliche Werte zwischen 682 und 752 km², je nachdem, wann die Stadtgrenzen zuletzt erweitert wurden. Wir haben uns für die aktuellere Angabe entschieden, prüf das bei Bedarf nochmal selbst nach.

Zur Einordnung: Almaty war von 1929 bis 1997 durchgehend Hauptstadt, erst der Kasachischen Sowjetrepublik, dann des unabhängigen Kasachstans. Erst 1997 wurde die Hauptstadt in die heutige Astana verlegt. Bis heute nennen viele Kasachen Almaty deshalb die heimliche Hauptstadt des Landes, wirtschaftlich und kulturell ist sie das nach wie vor.

Farbenfrohe, kunstvoll gestaltete Metallbäume mit roten Ornamenten stehen in der Nähe eines Brunnens in einem Park mit üppig grünen Bäumen. Eine große Tulpen-Skulptur aus bunten Altmetallstücken steht am Rande eines Weges in einem grünen Park.

Unsere Zeit in Almaty

14 Tage haben wir in Almaty verbracht, inklusive der Ausflüge in die Umgebung. Für die Stadt selbst reichen ehrlich gesagt deutlich weniger Tage. Wer nur die Stadt-Sehenswürdigkeiten sehen will, kommt mit 2 bis 3 Tagen gut aus. Die restliche Zeit lohnt sich eher für die Ausflüge, die wir weiter unten verlinken.

Sprachlich muss man sich auf einiges einstellen. Englisch wird in Almaty kaum gesprochen, Russisch und Kasachisch dominieren. Das war für uns keine unangenehme Erfahrung, aber nervig war es schon, sich mit fast niemandem unterhalten zu können. Ein Übersetzer auf dem Handy hilft, ersetzt aber kein echtes Gespräch.

Eine Frau steht auf einem sonnenbeschienenen Weg, blickt nach oben, während Wasser auf sie herabspritzt, umgeben von Grün. An einem gut besuchten Marktstand im Freien, an dem Rohre und Armaturen ausgestellt sind, sehen sich die Leute Sanitärbedarf an.

Kök-Töbe: Der Hausberg mit Seilbahn und hohem Preis

Kök-Töbe, auf Deutsch etwa Grüner Hügel, ist mit rund 1.100 Metern der höchste Punkt der Stadt und DAS Postkartenmotiv von Almaty. Von oben hast du einen Blick über die ganze Stadt bis zu den Bergen der Trans-Ili-Alatau dahinter, dazu ein Vergnügungspark, Souvenirstände und Restaurants. Auf dem Hügel steht außerdem der Almaty-Fernsehturm, mit rund 370 Metern eines der höheren Bauwerke der Stadt, auch wenn er nicht öffentlich zugänglich ist.

Hoch kommst du entweder mit der Seilbahn direkt aus dem Zentrum oder mit dem Bus. Die Seilbahn verbindet die Talstation an der Dostyk Avenue mit dem Berg, die Strecke ist etwa 1,6 Kilometer lang und die Fahrt dauert rund sechs Minuten. Genau hier liegt unser größter Kritikpunkt: Die Seilbahnpreise für Kök-Töbe sind unverschämt teuer. Je nach Quelle und Saison bewegen sich die Preise für eine Hin- und Rückfahrt zwischen 6.000 und 8.000 Tenge (ca. 11 bis 14 Euro) pro Person, deutlich mehr als die meisten anderen Ausgaben in der Stadt. Die genauen Preise schwanken offenbar öfter, frag am besten direkt an der Talstation nach dem aktuellen Tarif nach.

Für uns hat sich das nicht wirklich gelohnt. Der Ausblick ist schön, keine Frage, aber für den Preis hätten wir mehr erwartet als einen kurzen Ausblick und einen etwas in die Jahre gekommenen Freizeitpark. Wenn du knapp bei Kasse bist oder generell kritisch bei Preis-Leistung, kannst du dir Kök-Töbe auch sparen und die Zeit lieber in den Basar oder Panfilov-Park investieren. Wenn du trotzdem hochfahren willst, plane den späten Nachmittag ein, dann siehst du die Stadt sowohl im Tageslicht als auch bei einsetzender Dämmerung, ohne zweimal zu bezahlen.

Grüner Basar: Zwischen Tomaten und Trubel

Der Grüne Basar, auf Russisch Zeleny Basar oder auch Kok Basar genannt, ist der älteste Markt der Stadt. Gehandelt wird an dieser Stelle bereits seit 1868, damals noch unter dem Namen Werny. 1875 entstand an gleicher Stelle ein richtiger Handelshof namens Gostiny Dvor mit zwei großen Pavillons, finanziert von einem der einflussreichsten Kaufleute der Region. Das schwere Erdbeben, das die Stadt Ende des 19. Jahrhunderts mehrfach heimsuchte, zerstörte auch diesen ursprünglichen Handelshof fast vollständig, der Markt wurde danach wiederaufgebaut und ist bis heute in Betrieb.

Brotlaibe, die im Schaufenster einer Bäckerei ausgestellt sind, während draußen Menschen vorbeigehen und im Hintergrund ein vertikaler Drehspieß zu sehen ist. Ein Obststand auf dem Markt mit Ananas, Wassermelonen, Äpfeln, Bananen, Erdbeeren und anderem Obst.

Heute ist der Basar eine riesige Halle voller Obst- und Gemüsestände, Fleisch- und Käsetheken, Gewürzen, Süßigkeiten und allem, was man sich sonst noch an einem lebendigen zentralasiatischen Markt vorstellt.

Was uns am meisten in Erinnerung geblieben ist: die Tomaten. Wir haben schon lange nicht mehr so gute Tomaten gegessen wie in Almaty, richtig aromatisch und reif, nicht dieses wässrige Supermarktzeug. Die Preise für Obst und Gemüse waren insgesamt saugünstig, ein deutlicher Kontrast zur überteuerten Seilbahn auf Kök-Töbe.

Plane für den Basar mindestens eine Stunde ein, eher mehr, wenn du gerne probierst und mit den Händlern verhandelst. Verhandeln gehört hier zum Alltag, also trau dich ruhig, einen niedrigeren Preis vorzuschlagen.

Panfilov-Park: Grün mitten in der Stadt

Der Panfilov-Park, benannt nach den 28 Panfilow-Gardisten, liegt zentral und ist eine der grünen Lungen von Almaty. Viele Stadtviertel rund um den Park haben wir bei unseren Spaziergängen angeschaut, und genau das würden wir auch empfehlen: Almaty lässt sich gut zu Fuß erleben, gerade in diesem Teil der Stadt.

Im Park selbst steht die Christi-Himmelfahrt-Kathedrale, auch Zenkov-Kathedrale genannt, ein auffälliges, komplett aus Holz gebautes Gebäude, das zwischen 1904 und 1907 unter der Leitung des Architekten Andrei Senkow errichtet wurde. Mit rund 56 Metern gilt sie als eines der höchsten Holzgebäude der Welt und wurde der Überlieferung nach ohne einen einzigen Nagel gebaut. Als 1911 ein schweres Erdbeben große Teile der Stadt zerstörte, überstand ausgerechnet dieser Holzbau die Erschütterungen fast unbeschadet, nur der Glockenturm verschob sich leicht. Zu Sowjetzeiten wurde die Kathedrale unter anderem als Museum und Rundfunkstation genutzt, seit 1995 gehört sie wieder der russisch-orthodoxen Kirche.

Wer durch den Park schlendert, kommt an der Kathedrale automatisch vorbei. Insgesamt war der Park für uns einer der schönsten Orte in der Stadt, ruhig, grün und ein guter Ausgleich zum Trubel des Basars.

Ein Wandgemälde, das eine große Katze an einem Gebäude zeigt; unten auf der sonnigen Straße schiebt eine Person in orangefarbener Kleidung einen Wagen. Ein Wandmaler malt ein farbenfrohes Wandbild an einem hohen Gebäude, das teilweise von üppig grünen Bäumen verdeckt wird.

Platz der Republik: Die politische Mitte der Stadt

Auch den Platz der Republik, den zentralen und größten Platz der Stadt, haben wir uns angeschaut. Er wurde 1980 eröffnet, ursprünglich unter dem Namen Breschnew-Platz zu Ehren der Sowjetmacht, und war 1986 Schauplatz großer Studentenproteste gegen die Moskauer Zentralregierung. Heute ist er vor allem für Feiertage, Paraden und das kasachische Frühlingsfest Nauryz bekannt.

Das Wahrzeichen des Platzes ist das Unabhängigkeitsdenkmal, eine 28 Meter hohe Stele, die 1996 zum fünften Jahrestag der kasachischen Unabhängigkeit eingeweiht wurde. Gekrönt wird sie von der Figur des sogenannten Goldenen Mannes auf einem geflügelten Leoparden, umgeben von Reliefs zur Geschichte des Landes. Der Platz ist ein guter Ausgangspunkt, um ein Gefühl für die Stadt als frühere Hauptstadt zu bekommen. Architektonisch merkt man dem Bereich die sowjetische Vergangenheit deutlich an, große, weite Flächen und imposante Gebäude prägen das Bild.

Ein Stadtbild, das von Erdbeben geprägt ist

Fast überall in Almaty merkt man, dass die Stadt in einer seismisch aktiven Zone liegt. Schwere Erdbeben haben die Stadt 1887 und 1911 fast vollständig zerstört, und dieses Bewusstsein hat sich bis heute in die Architektur eingeschrieben. Die Zenkov-Kathedrale aus Holz ist dafür das bekannteste Beispiel, aber auch viele sowjetische Bauten in der Stadt wurden bewusst erdbebensicher konstruiert. Für uns war das einer dieser Fakten, die eine Stadt gleich interessanter machen, wenn man sie einmal kennt, danach schaut man ganz anders auf die Fassaden.

Fortbewegung in der Stadt: Yandex Go statt Taxi rufen

Fortbewegung war in Almaty erstaunlich unkompliziert. Wir haben durchgehend Yandex Go genutzt, die Taxi-App, die in weiten Teilen Zentralasiens Uber ersetzt. Die Preise waren super günstig, und wir sind wirklich einfach von A nach B gekommen, ohne Verhandeln, ohne Sprachbarriere, einfach Ziel eingeben und losfahren.

Wenn du also planst, viel in der Stadt herumzukommen, lad dir Yandex Go vor der Reise runter und richte eine Zahlungsmethode ein. Das nimmt dir einen guten Teil des Stresses, den man sonst in einer Stadt hat, in der kaum jemand Englisch spricht.

Eine Traube leuchtend orangefarbener Beeren, die an grünen, belaubten Zweigen hängt, vor einem unscharfen Hintergrund. Auf einer Straße vor einer Mosaiksteinmauer und einem alten Gebäude steht ein weißer PKW.

Essen in Almaty: Ploff, Schaschlik und Pfannkuchen

Kulinarisch hat uns Almaty positiv überrascht. Für Max waren Ploff, der zentralasiatische Reiseintopf mit Fleisch und Karotten, und Schaschlik echte Highlights. Beides bekommst du an fast jeder Ecke, meistens frisch vom Grill.

Für Martina, die vegetarisch lebt, gab es unter anderem Pfannkuchen mit verschiedenen Füllungen und Frischkäse, eine unerwartet gute vegetarische Option in einer Küche, die sonst stark auf Fleisch ausgelegt ist. Wer vegetarisch unterwegs ist, sollte gezielt nach solchen gefüllten Pfannkuchen fragen, damit ist man in Almaty ganz gut bedient.

Generell ist die Küche in Almaty stark von der zentralasiatischen und russischen Tradition geprägt, Ploff und Schaschlik gehören in der ganzen Region zu den Standards und sind entsprechend fast überall in guter Qualität zu bekommen. Wer Wert auf frische Zutaten legt, ist ohnehin am Basar gut aufgehoben, viele der Produkte, die dort verkauft werden, landen abends direkt auf den Tellern der umliegenden Restaurants.

Rote Fässer mit Topfpflanzen und ein gelbes „Vinyl Gülder“-Schild an einer beigen Wand. Ein braunes Eichhörnchen sitzt auf einem Ast, knabbert an einer Nuss, im Hintergrund ist grünes Laub zu sehen. Ein weißer Schwan schwimmt auf einem grünen Teich, im Hintergrund sind Bäume und Sträucher zu sehen, während die Sonne hell scheint.

Praktische Tipps für Almaty

Reisedauer: 2 bis 3 Tage für die Stadt-Sehenswürdigkeiten, mehr Zeit einplanen, wenn du auch die Ausflüge in die Umgebung machen willst.

Sprache: Kaum Englisch, Russisch und Kasachisch dominieren. Übersetzer-App ist hilfreich.

Fortbewegung: Yandex Go für Taxifahrten, günstig und unkompliziert.

Budget: Der Basar und das Essen sind günstig, die Kök-Töbe-Seilbahn ist der teuerste Programmpunkt in der Stadt.

Beste Reisezeit: Frühling und Herbst gelten allgemein als angenehmer, im Hochsommer kann es in der Stadt und erst recht bei den Ausflügen sehr heiß werden. Das Klima ist kontinental geprägt, mit im Schnitt rund 24 Grad im Juli und knapp unter null Grad im Januar. Wer die Ausflüge in die Berge mit einplant, sollte das bei der Kleidung im Kopf behalten, da es dort schnell deutlich kühler wird als in der Stadt.

Erdbebensicherheit: Almaty liegt in einer aktiven Erdbebenzone. Das ist kein Grund zur Panik, aber ein Hintergrund, der erklärt, warum viele Gebäude in der Stadt so gebaut sind, wie sie gebaut sind.

Ausflüge ab Almaty

Wer in Almaty ist, kommt an den Ausflügen in die umliegenden Berge und Canyons kaum vorbei, und das aus gutem Grund. Wir haben diese Touren bereits ausführlich in eigenen Artikeln dokumentiert:

Dort findest du unsere ehrliche Einschätzung zu jedem einzelnen Ziel, inklusive der Punkte, die uns nicht gefallen haben.

Ein Mann mit einem Rucksack geht durch einen Markt im Freien, an dem Stände mit Kleidung, Schuhen und Accessoires aufgereiht sind. Ein großes gelbes Stofftier mit schwarzen Ohren sitzt im Wald auf dem Gras neben einem Blumenkorb und einem roten Dreirad. Ein älterer Mann verkauft Hüte und Medaillen an einem Stand im Freien neben einer Mauer, an der ein großer goldener Stern und rote Fahnen angebracht sind.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie viele Tage braucht man für Almaty?

Für die Stadt-Sehenswürdigkeiten reichen 2 bis 3 Tage. Willst du auch die Ausflüge zu Charyn Canyon, Kaindy-See und Kolsai-Seen machen, solltest du mindestens 4 bis 5 Tage einplanen.

Ist Kök-Töbe einen Besuch wert?

Der Ausblick ist schön, aber die Seilbahnpreise von umgerechnet 11 bis 14 Euro für eine Hin- und Rückfahrt sind im Vergleich zu allen anderen Ausgaben in der Stadt hoch. Für uns hat sich das nicht wirklich gelohnt.

Spricht man in Almaty Englisch?

Kaum. Russisch und Kasachisch sind die dominierenden Sprachen. Plane entsprechend eine Übersetzer-App ein, wenn du kein Russisch sprichst.

Wie kommt man in Almaty am besten von A nach B?

Über die App Yandex Go. Die Preise sind günstig, und du musst nicht verhandeln oder Englisch sprechen, um ein Ziel zu erreichen.

Was sollte man auf dem Grünen Basar probieren?

Vor allem das frische Obst und Gemüse, insbesondere die Tomaten waren für uns ein echtes Highlight. Die Preise sind deutlich günstiger als in westeuropäischen Supermärkten.

Gibt es in Almaty vegetarisches Essen?

Ja, auch wenn die Küche insgesamt fleischlastig ist. Gefüllte Pfannkuchen mit Frischkäse waren für Martina eine zuverlässige vegetarische Option.

Lohnt sich Almaty als eigenständiges Reiseziel?

Ja. Die Stadt selbst hat mit Kök-Töbe, dem Grünen Basar, Panfilov-Park und dem Platz der Republik genug zu bieten für 2 bis 3 Tage, und sie ist gleichzeitig der perfekte Ausgangspunkt für die Naturhighlights der Umgebung.

Wie ist das Klima in Almaty?

Kontinental, mit warmen Sommern und kalten Wintern. Im Juli liegt die Durchschnittstemperatur bei rund 24 Grad, im Januar knapp unter null. Für Ausflüge in die umliegenden Berge solltest du unabhängig von der Jahreszeit wärmere Kleidung einplanen.

Ist Almaty erdbebensicher?

Die Stadt liegt in einer aktiven seismischen Zone und wurde 1887 und 1911 von schweren Erdbeben getroffen. Das erklärt, warum viele Gebäude, allen voran die hölzerne Zenkov-Kathedrale, gezielt erdbebensicher konstruiert wurden. Ein akutes Risiko für Reisende besteht dadurch nicht.

Unser Fazit

Almaty wird meistens nur als Sprungbrett zu Charyn Canyon und den Bergseen gesehen, aber die Stadt selbst hat durchaus etwas zu bieten. Der Grüne Basar und Panfilov-Park haben uns richtig gut gefallen, günstig, authentisch und angenehm zum Bummeln. Kök-Töbe dagegen können wir nur mit Einschränkung empfehlen, der Ausblick ist schön, aber die Seilbahnpreise stehen in keinem guten Verhältnis zum Rest der Stadt.

Unser Rat: Plane 2 bis 3 Tage für die Stadt ein, geh auf den Basar, spar dir Kök-Töbe wenn du aufs Geld schaust, und nutz die restliche Zeit für die Ausflüge in die Berge. Almaty allein für einen Städtetrip zu buchen, würden wir nicht empfehlen, aber als Kombination aus Stadt und Umgebung ist es definitiv eine Reise wert.

Die Menschen nehmen an einem Gottesdienst in einer prunkvollen Kirche mit goldenen Ikonen und einem großen Kronleuchter an der Decke teil. Eine Frau verkauft Getränke aus einem bunten Wagen in der Nähe einer großen silbernen Kanone in einem von Bäumen gesäumten Park.

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