Retargeting im Ecommerce kurz erklärt

Sie haben gerade die Aufgabe bekommen Ihren Onlineshop bekannter zu machen, oder Sie arbeiten sich in das Thema Onlinemarketing ein? Dann sind Sie spätestens beim Einrichten Ihres Google-Adword Kontos über den Begriff Retargeting gestolpert.

Was bedeutet Retargeting?

Hinter diesem Fachbegriff verbirgt sich im wesentlichen die Fähigkeit, Personen anzusprechen, die Ihre Webseite bereits einmal besucht haben. Warum ist das wichtig?

Zum einen kann durch Retargeting gezielter geworben werden. Ein Beispiel: Wenn Sie wisssen, das ein Kunde sich 30 Sekunden auf der Detailseite eines Ihrer Produkte aufgehalten hat, können Sie Ihm dieses Produkt immer wieder zeigen. Und zwar auf verschiedenen Webseiten die er besucht.

Zum anderen können Kunden erreicht werden, die noch in der Entscheidungsfindung sind. Und hier spielt das Retargeting sein größtes Potential aus. Richtig dosiert kann es Wunder bewirken.

Der Kunde das scheue Reh

Außer bei Impulskäufen liegt zwischen Rechere und Kauf eine statistische Zeitspanne. Im Segment "Kleidung" dauerte es durchschnittlich 9,1 Tage bis der Kauf getätigt wird. Im Reisemark bucht ein Großteil der Kunden innerhalb einer Woche.

Retargeting im Ecommerce kurz erklärt

Findet also der Besuch in Ihrem Onlineshop am Anfang des Auswahl- und Entscheidungsprozesses statt, erinnert sich der Kunde zum Zeitpunkt des Kaufes nicht mehr an Ihrem Shop und kauft beim Konkurrenten.

Funktionsweise

Technisch funktioniert Retargeting durch das Markieren des Browsers. Üblicherweise erfolgt dies über Cookies. Allerdings gibt es immer wieder Ansätze dieses Verhalten zu unterbinden.

Neuere Techniken verzichten ganz auf Cookies und verwenden zum Beispiel den Fingerabdruck des Besuchers. In seiner Diplomarbeit beschäftigt sich Henning Tillmann mit diesem Fingerabdruck. Dazu werden eine Vielzahl von Informationen wie die Zeitzone, das Betriebssystem, die Browserkennung, die Systemfarben usw. gesammelt, kombiniert und zu einem Hash zusammengefasst. Fast 90% aller Besucher können so eindeutig identifiziert werden.

Integration

Als erstes müssen Sie auf Ihrer Webseite ein Stück HTML und Javascript einbinden. Ihr Anbieter stellt Ihnen neben dem Code auch eine Anleitung zur Integration bereit. Bei der Ecommerce Software shopcloud erfolgt die Einbindung über die Seitenverwaltung.

Ab dem Einbau in Ihrer Webseite werden die Daten der Webseitenbesucher für die weitere Verwendung gesammelt. Wichtig: Denken Sie daran Ihre Datenschutzhinweise anzupassen. Aus den gesammelten Daten können Sie nun weitere Unterzielgruppen definieren. Zum Beispiel alle Besucher, die etwas in den Warenkorb gelegt haben.

Als letzten Schritt verknüpfen Sie Ihre Kampagne mit den entsprechenden Listen. Alle Besucher Ihrer Webseite, und nur diese, erhalten nun die definierten Werbeanzeigen.

Lasst Zahlen sprechen

Wie bei allen Marketingmaßnahmen ist es notwendig, die eigene Strategie immer wieder auf den Prüfstand zu stellen. Die kontinuierlichen Verbesserungen und das Finetuning gehören zum Altag nicht nur von Grothhackern.

Fazit

Das Retargeting funktionieren kann ist unbestritten. Jeder ernsthafter Onlinehändler sollte Retargeting in sein Portfolio einbinden. Wichtig ist nur, das Instrument mit Augenmaß anzuwenden. Schnell kann es sonst passieren, dass sich Besucher durch die Werbung verfolgt fühlen und von einem Kauf Abstand nehmen.

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