Petersilientee: Zubereitung, Wirkung & Mehr

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Petersilie eignet sich nicht nur als Beilage oder als Gewürz für Gerichte. Aus dem Kraut kannst du einen hervorragenden Tee machen. Petersilientee braucht nicht viele Zutaten, denn Petersilie gibt es in so gut wie jeder Küche und sie ist auch noch reich an einigen Vitaminen, die deiner Gesundheit etwas Gutes tun. 

Und ganz nebenbei, wenn du zu viel Knoblauch gegessen hast, Petersilie hilft auch bei Mundgeruch. 

Was ist Petersilientee?

Petersilie ist ein Kraut, das in jeder Küche gefunden werden kann. Zu verschiedenen Gerichten, Salaten oder als Deko darf Petersilie nicht fehlen. Aber aus dem Kraut kannst du noch viel mehr machen. Blätter, Stängel und Wurzel geben viel mehr her und du kannst dir daraus einen Petersilientee machen. 

Dabei hast du die freie Wahl, ob du dafür die krause Petersilie (Petroselinum crispum) nimmst oder die glatte Petersilie (Petroselinum neapolitanum). Beide unterscheiden sich leicht im Geschmack. Das Gute an Petersilientee ist, dass er komplett koffeinfrei ist, denn er stammt nicht von der Teepflanze “Camellia sinensis”. Hier erklären wir nochmal den Unterschied zwischen echtem Tee und Kräutertee.

Petersilientee Zubereitung 

petersilientee-zubereitungPhoto by Lindsay Moe on Unsplash

Bei der Zubereitung von einer Tasse Pertersilientee hast du die Wahl zwischen Samen, Blättern, Stängeln oder Wurzeln. Meistens gibt es getrocknete Petersilie, die eine Mischung aus Blättern und Stängeln sind. Davon brauchst du einen Esslöffel, was ca. 2-3 Gramm sind. 

Wenn du frische Petersilie hast, musst du diese kleinschneiden, bis du ca. eine viertel Tasse voll hast. Wenn du die Petersilie zerschneidest, hat das den Vorteil, dass die ätherischen Öle freigesetzt werden. Dadurch wird der Tee aber auch intensiver schmecken, als wenn du die Petersilie ganz lässt. Anschließend das heiße Wasser über die Petersilie gießen und 5 bis 10 Minuten ziehen lassen. 

Danach musst du den Aufguss abseihen und kannst deine Tasse Petersilientee genießen. Am besten nimmst du dafür ein feinmaschiges Teesieb. Falls dir der Geschmack nicht besonders zusagt, ist es immer eine gute Wahl etwas Zitrone und Honig zu Hause zu haben. Damit kannst du den Geschmack verfeinern. 

Petersilienwurzel

Wenn du dir einen Tee aus der Wurzel machen möchtest, solltest du sie vorher gründlich unter warmen Wasser reinigen. Anschließend brauchst du ein gutes Messer, um die Wurzel in kleine Stücke zu schneiden. Für eine Tasse solltest du ca. 1-2 Esslöffel von der Wurzel nehmen und anschließend definitiv 10 Minuten ziehen lassen. 

Wurzel Tees benötigen immer etwas länger um Wirkstoffe und Geschmack freizusetzen. Natürlich anschließend den Aufguss abseihen und ich empfehle dir hier den Geschmack mit etwas Zitrone oder einer anderen Teesorte abzuschwächen. 

Petersiliensamen

Die Samen eignen sich auch zur Zubereitung eines Tees. Dafür brauchst du zwei Teelöffel Petersiliensamen, die du Mörsern musst. Die Samen geben einen intensiveren Geschmack ab als die Blätter, daher reicht hier eine Ziehzeit von bis zu 5 Minuten. 

Petersilientee Wirkung: Positive Eigenschaften

Petersilientee ist reich an Antioxidantien und ätherischen Ölen. Er wurde vor allem zur Behandlung von Muskelkrämpfen, Verdauungsbeschwerden, Blähungen, Menstruationsbeschwerden und Harnwegsinfektionen eingesetzt. 

Wie bei vielen Pflanzen gibt es nicht für alle Behauptungen einen wissenschaftlichen Beweis, aber laut der Natural Medicines Database gibt es ausreichend wissenschaftliche Beweise, dass Petersilie bei folgenden Problemen helfen kann:

  • Asthma
  • Flüssigkeitsretention und Schwellung (Ödeme)
  • Harnwegsinfektionen (HWI)
  • Husten
  • Insektenstiche
  • Lebererkrankungen
  • Menstruationsbeschwerden
  • Nierensteine
  • Prellungen
  • Rissige Haut
  • Tumore
  • Verdauungsprobleme

Das liegt vielleicht daran, dass Petersilie reich an sehr vielen Vitaminen wie A, B, C, E und K Vitaminen ist und außerdem noch Ballaststoffe, Eisen, Kalium und Kalzium enthält. 

Reich an Antioxidantien

Petersilie ist eine gute Quelle für Antioxidantien und Flavonoide (unter anderem Apigenin und Luteolin), Carotinoide, Ascorbinsäure und Tocopherol. Antioxidantien sind maßgeblich an der Erhaltung unserer Gesundheit beteiligt, weil sie im Körper freie Radikale bekämpfen und somit Zellschäden verhindern. 

Somit wird oxidativer Stress verringert, der dafür bekannt ist, langfristig Erkrankungen wie Diabetes oder Herzprobleme auszulösen. 

Nierensteine ​

Es gab einige Studien die gezeigt haben, dass Petersilientee als natürliches Diuretikum wirken kann. Was dabei helfen kann, dass sich weniger Nierensteine bilden. Leider ist die Studienlage an Menschen nicht so umfangreich wie an Tieren, wodurch es hier noch mehr Untersuchungen braucht, um eine eindeutige Aussage zu treffen. 

Vitamin C

Petersilie enthält jede Menge Vitamin C, was eine starke antioxidative Wirkung besitzt. In einfachen Worten ausgedrückt: Vitamin C unterstützt unser Immunsystem dabei, stark zu bleiben. Auf 100 Gramm Petersilie sind es ca. 133 mg Vitamin C. Was deutlich über der empfohlenen Tagesdosis der DGE liegt. Aktuell ist die Empfehlung bei 110 mg pro Tag für Männer und bei 95 mg pro Tag für Frauen. 

Vitamin C unterstützt uns auch bei der Wundheilung und unsere Knochenbildung. Somit ist Petersilientee ein guter Lieferant für deinen täglichen Bedarf an Vitamin C. 

Menstruation

Es gab einige Untersuchungen die gezeigt haben, dass die Verbindung von Myristicin und Apiol in Petersilie, die Östrogenproduktion beeinflussen kann, wodurch der Hormonhaushalt unterstützt wird. Jedoch gibt es hierfür eher mündliche Behauptungen, als fundierte wissenschaftliche Fakten. Hier sind auf jeden Fall mehr Untersuchungen notwendig, um eine eindeutige Aussage zu treffen.

Fazit

Petersilientee ist durch seine vielen Nährstoffe und Antioxidantien auf jeden Fall einen Versuch wert, ausprobiert zu werden. Und wenn du schon frische Petersilie in deiner Küche hast, kannst du dir auch mal eine Tasse Tee daraus zubereiten, oder? Etwas Vitamin C hat noch nie geschadet. 

Obwohl es noch nicht viele Studien zu Petersilientee gibt und sich die meisten Forschungen auf Reagenzgläser oder Tierversuche beschränken, zeigt die Pflanze viel Potenzial. Nicht umsonst wird eine Pflanze so häufig mit der Bekämpfung von Magenbeschwerden oder dem Regulieren der Menstruation in Verbindung gebracht. 

Und das Beste an Petersilientee ist, du brauchst nicht viele Zutaten, meistens hat man Petersilie zu Hause. Somit ist es der ideale Tee für den Abend. 

Was hälst du von Petersilientee? Hast du ihn schon probiert? Konnte er dir bei bestimmten Problemen helfen? Teile deine Erfahrung mit uns und schreibe uns einen Kommentar. Wir freuen uns auf den Austausch!

Titelbildquelle: Photo by David Todd McCarty on Unsplash

Weiterführende Links:

https://naturalmedicines.therapeuticresearch.com/

https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/faqs/vitamin-c/#:~:text=Bei%20Erwachsenen%20betr%C3%A4gt%20sie%20110,125%20mg%20pro%20Tag%20betr%C3%A4gt.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3614697/

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3884093/

https://fdc.nal.usda.gov/ndb/search/list

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK348941/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/11849841/

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4761399/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25582089/


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