Peinlichkeiten

Zum Glück muss ich in Zeiten von Social Media kein Teenager mehr sein. Oder: Zum Glück gab es damals Facebook & Co. noch nicht. Nein, hier folgt jetzt kein kulturpessimistischer Vortrag über die mediale Verkommenheit unserer Jugend. Ich habe mir nur neulich, als ich mir die Facebook-Pinnwand einer Vierzehnjährigen ansah, ausgemalt, wie das bei mir wohl ausgesehen hätte.

Ich hätte meinen Liebeskummer in die virtuelle Welt hinausgeschrien – “Warum liebt er mich nicht???????!!!!!!!!!” -, über die zerstörte Umwelt gejammert – “Die armen süssen Pandas. Warum tut denn keiner was??!!!” – und meine Eltern schlechtgemacht, weil ich als Einzige nicht zu dieser coolen Party – damals sagten wir natürlich Fete – gehen durfte. Anstatt mit Freundinnen infantile Briefchen zu tauschen, hätten wir an Pinnwände gepostet: “Findest du den neuen Mathelehrer nicht auch furchtbar süss? Diese Augen!!!!” “Nein, der ist schrecklich, aber der Typ aus La Bamba ist sooooooooo cool…” Ich fürchte gar, dass ich mich in einem schwachen Moment zum Cyber-Mobbing hätte hinreissen lassen. Anlässe dazu hätte es durchaus gegeben.

Wie gut, dass all dies im Tagebuch und nicht im Internet stattfand, denn so landeten die ganzen Peinlichkeiten in den Flammen, als ich sie nicht mehr ertragen konnte. Wie peinlich muss es sein, Jahre später beim Googeln seinem pubertierenden Ich zu begegnen.

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