Patchwork: Lappen- oder Flickenkunst

Patchwork – in Amerika erfunden?

Lappenkunst oder Flickenkunst hört sich bei weitem nicht so gut an wie Patchwork. So hat sich dieser Begriff auch bei uns hier etabliert, denn es klingt einfach besser so.

Applikationstechniken und Flickenarbeiten gibt es jedoch schon so lange, wie Textilien von Menschen gemacht werden.

Bereits aus dem 15. Jahrhundert gibt es folgende Beschreibung über das Hochzeitskleid der Prinzessin Katharina von Mecklenburg:
„Es war beinahe seltsam und von etlichen hundert Stücken zusammengesetzt, denn die Hauptfarbe war roth und gelb, von langen Strichlein, einer halben Elle lang und eines Viertheiles breit, gegen einander versetzet, hernach nach der Quere darzwischen Striche, zweier quer Finger breit, schachweise oder würfelig von den vier Farben zusammengestickelt und genähet, als nämlich Rosenfarbe, gelbe, Aschenfarbe und weiße. Solche Kleidung nahm viel Arbeit und war alles Buntwerk.“

Handelte es sich dabei schon um Patchwork?

Ganz sicher ist jedoch, dass die Frauen der ersten Siedler in Amerika dafür verantwortlich sind, dass diese Handarbeitstechnik zur Blüte gebracht wurde. So geht die amerikanische Tradition von Patchwork und Quilten bis ins frühe 18. Jahrhundert zurück. Die Pionierfrauen suchten damals nach Möglichkeiten, ihre Familien vor der Kälte zu schützen. Im Verlauf der amerikanischen Geschichte hat sich das Quilten zu einer höchst individuellen Volkskunst entwickelt. Diese Kunst fordert Kreativität und handwerkliches Können. Jedes einzelne Stück ist ein Original und lässt den Einfallsreichtum der Quilterin erkennen.

Quilts wurden hauptsächlich von Frauen angefertigt, die in dieser Arbeit Vergnügen und Bestätigung fanden, weil sie eine der wenigen kreativen Ausdrucksmöglichkeiten bot, die ihnen erlaubt war. Der Elan und die Energie, die selbst die Quilts trister Umgebung und verarmter Familien widerspiegeln, machen sie zu herausragenden Objekten der nationalen und internationalen Volkskunst. Die ganz zufällige Zusammenstellung verschiedenster Stoffreste aus einem praktischen Bedürfnis heraus, hat zu dieser einmaligen Tradition geführt.

Tatsächlich wird der Quilt immer mehr als eines der wichtigsten Beispiele der amerikanischen Volkskunst anerkannt und ausgezeichnet. Man hat den Einfallsreichtum und die Originalität, sowie die Kunst der Zusammenstellung der Farben schätzen gelernt. Vor allem aber die Lebendigkeit und Lebensfreude, die solche Quilts zum Ausdruck bringen, finden immer mehr Fans.

Traditionelles Muster “Hidden Wells” modern interpretiert mit Batikstoffen, handgefertigt im WIRTHs HAUS.

Patchwork:  Lappen- oder Flickenkunst



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