Ostern, ein Stacking-Programm, Makrofotografie, eine Nebensonne und der Wochenstart

Ostern ist bei uns so ein bisschen ins Wasser gefallen.
Am Mittag hatte es sogar mal etwas geeiselt.
Es wirkte draußen sehr ungemütlich. Gerade richtig, um im Haus zu bleiben.
Aber die Ostereier haben trotzdem geschmeckt. :)
            Ostereier...
Aber alle sind die natürlich heute nicht verputzt worden.^^.
....
Ich habe heute zum ersten Mal bei der Makrofotografie ein Stacking-Programm benutzt, um die Tiefenschärfe im Makrobereich zu vergrößern.
Normalerweise ist die Tiefenschärfe bei einer Makroaufnahme mit kleinster Blende (bzw. offender Blende) immer sehr gering.
Für bestimmte Aufnahmen ist das ja auch sehr gut. Zum Beispiel kommt bei der Auf­nahme von gestern ja gerade besonders zu Geltung, dass der Fokus auf nur einer der drei Knospen liegt, während die anderen beiden unscharf bleiben.
Und ich liebe das Bild von gestern. :)
Aber oft möchte man mehr Einzelheiten auf einer Makroaufnahme sehen und nicht nur einen ganz begrenzten Bereich. Dazu muss man die Blende vergrößern und gleichzeitig die Aufnahmezeit verlängern.
Gleichzeitig ist dann jedoch auch der Hintergrund nicht mehr ganz so unscharf und ver­liert den malerischen Effekt, was manchmal nicht erwünscht wird.
Da hilft dann eine Stapelung mehrerer Aufnahmen übereinander, bei denen für die Auf­nah­men jeweils unterschiedliche, in die Tiefe gestaffelte Schärfebereiche eingestellt wer­den.
Als Objekt für diesen Versuch habe ich mir die Tulpe von gestern ausgesucht, die ich auch am gleichen Abend in mehreren Fokussierungsebenen hintereinander fotografiert hatte.
Ich hatte dazu sechs Aufnahmen mit dem Stativ gemacht. Ein Stativ ist für solche Auf­nahmen im Grunde genommen unerlässlich, damit man stets den gleichen Ausschnitt hat.
Ich zeige zunächst die sechs Einzelbilder.
(Alle mit Blende F/3.2, ISO 100, Belichtungszeit 1/3 Sekunde)
            Fokus auf linker Tulpenknospe...
            Fokus auf dem Blatt hinter linker Tulpenknospe...
            Fokus auf dem Blatt vor mittlerer Tulpenknospe...
            Fokus auf mittlerer Tulpenknospe...
            Fokus auf dem Blatt links von rechter Tulpenknospe...
            Fokus auf rechter Tulpenknospe...
Und hier ist das Endergebnis, was das Stacking-Programm daraus gemacht hat.
            Endresultat...
Für einen ersten Test fand ich das Ergebnis ziemlich verblüffend.
Die Tulpe hatte ich mir übrigens gestern schon im Hinblick auf den Test für dieses Pro­gramm als Objekt ausgewählt, weil es als 'Härtetest' bereits einige Heraus­for­de­run­gen beinhaltet, die Grenzen eines solchen Programms herauszufinden.
Die Anforderungen waren, drei Knospen, die auf dieser kurzen Entfernung doch relativ weit auseinanderlagen und bei Einzelbildern nur einzeln scharfgestellt werden können, zusammen in einem Bild zu vereinen.
Die Wirkungsweise solcher Stacking-Programme beruht darauf, dass sie die scharfen Be­rei­che ermitteln können und diese mit den anderen scharfen Bereichen aller Bilder über­ein­ander­legen und mischen.
Hier bei diesem 'Härtefall' müssten beim Endergebnis noch ein paar Kleinigkeiten nach­ge­bessert werden. (Z.B. die leichte 'Aura', die manche Scharfbereiche umgibt und die daher rühren, dass auf anderen der Bilder diese Bereiche eben sehr unscharf sind. Und ein paar 'Artefakte' sind an der rechten Tulpenknospe entstanden, die sich aber sehr leicht entfernen lassen. Das ist aber nur bei größeren Bildformaten zu sehen.)
Trotzdem hat mich das Ergebnis sehr überzeugt.
Weil das verwendete Programm kostenfrei für einen Download zur Verfügung steht, kann ich es nur uneingeschränkt empfehlen!
Es handelt sich um das Programm:
>>>CombineZP<<<
(Ich war übrigens 2013 schon mal darauf gestoßen, wie ich in meinen Unterlagen heraus­ge­funden habe.)
Und die deutsche Beschreibung, um sehr schnell einen Erfolg damit zu haben, und an die ich mich auch der Einfachheit halber bei dieser Tulpenaufnahme gehalten habe, ist >>>hier<<< zu finden.
Ich freue mich schon darauf, das Programm bei Objekten anzuwenden, wo es um viel ge­ringere Entfernungen in der Tiefe geht. (Solche 'Aurawirkungen' würden dabei nämlich nicht entstehen.)
Bisher konnte ich solche Makroaufnahmen immer nur mit einer größeren bzw. sehr großen Blende und langer Belichtungszeit regeln. Aber mit so einem Programm eröffnen sich wirklich neue Möglichkeiten.
Ich finde das einfach toll und werde es sicher noch häufig verwenden.
.....
Am frühen Abend gab es eine Nebensonne am Himmel zu sehen.
            Nebensonne...
Morgen ist Ostermontag. :)
Und da wünsche ich allen einen guten Wochenstart. :)"A blog a day keeps the blogger to stay." ^^ (Tamaro)

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