O wie Openair

Nun ist er doch noch gekommen, der Sommer. Hoffen wir, dass er uns noch einen weiteren Tag erhalten bleibt und nutzen ihn für ein paar gemütliche Stunden unter dem freien Himmel zu speisen. Der erste Tip ist ein Spartip, also eigentlich nicht wirklich. Kulinarisch ist er eher sparsam (preislich wie auch qualitativ), das kompensieren wir aber beim Wein. Ich rede vom Migros City, der hat nämlich ein Restaurant auf dem Dach, mit einer schönen Terrasse. Weniger schön ist die Weinkarte, die gibt es nämlich nicht. Deshalb sollte man vorher am Löwenplatz in der Globus Delicatessa einen guten Wein aussuchen (sparen tun wir dann beim Essen), dann in den Migros City wechseln, auf dem weg nach oben ein paar Weingläser k(l)au(sleihen)fen und sich im Migros Restaurant etwas zum essen holen (hier aber nicht allzuviel erwarten, Antipasti sind aber ok). Danach kann man es sich auf der Terrasse gemütlich machen.

Zweiter Vorschlag ist ein Steinwurf entfernt, auf der anderen Seite des Schanzengrabens. Dort hat die Reithalle im Sommer im Garten gestuhlt. Es ist der einzige Ort in dieser Stadt der mich “ein wenig” an Münchens Biergärten erinnert. Soll nicht heissen das man solches erwarten soll, warten tut man dort primär auf sein Bier.

Will man aber gepflegt essen, so gebe ich ausnahmsweise ein Geheimtip weiter. Das Restaurant Glockenhof hat einen sehr schönen Innenhof der gottlob nicht allzuviel Leuten bekannt ist, Platz ist deshalb selten ein Problem. Die Küche bietet eine gute Auswahl an Gerichten, die Preise sind im normalen Rahmen für Zürich. Manch einer wird jetzt sagen, ein Innenhof ist jetzt auch kein Festschmaus fürs Auge. Das ist wahr, dafür brennt einem nicht die Sonne auf den Kopf und diese Stille ist einfach traumhaft. Einen ähnlichen Innenhof hat das Hotel Greulich, da habe ich aber noch nicht gespiesen, sondern nur den schönen Innenhof gesehen während ich der Bar gewartet habe. Auf die Bedienung. Ich kenne bessere Lokalitäten, wo sich das warten an der Bar dann auch bezahlt macht.

Zurück zum Auge, den das isst ja bekanntlich mit. Blick auf die Limmat und die Altstadt von Zürich? Kein Problem, zumindest unter der Woche, findet man meist noch ein Plätzen auf der Storchenterrasse. Am besten die Firmenkreditkarte mitnehmen, der Preis entspricht aber auch der Qualität.

Viel einfacher geht es auf dem Bauschänzli zu und her, dafür ist man auch ganz von Wasser umgeben. Wer sich wieder einmal Jung fühlen möchte oder Wissen wo seine Eltern in den Ausgang gehen, hier ist er gut aufgehoben. Die Humpza Musik ist zwar nicht nach jedem Geschmack, das Schnitzel aber ganz nach meinem. Nach dem dritten Bier wird auch die Musik besser, versprochen!