Nur 13 % der Deutschen erwägen, im Ausland Urlaub zu machen

Nur 13% der Deutschen planen, ihre Sommerferien in einem anderen europäischen Land zu verbringen, gegenüber 30%, die eine Reise zu einem touristischen Ziel innerhalb des Landes planen, so eine am Freitag (29.05.2020) vom ZDF veröffentlichte Umfrage.

Siebenunddreißig Prozent der Befragten gaben an, dass sie in diesem Jahr auf ihre Sommerferien verzichten würden, und das in einem Klima der Unsicherheit, in dem die wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Pandemie und ihre Auswirkungen auf die persönlichen Finanzen größere Sorgen bereiten als die gesundheitlichen Risiken.

Deutschen erwägen, Ausland Urlaub machen

Nur 13 % der Deutschen erwägen, im Ausland Urlaub zu machen

Rund 60% der Befragten befürworten die Maßnahmen der Bundesregierung zur Unterstützung von Unternehmen und Familien, und ein ähnlicher Prozentsatz spricht sich für finanzielle Hilfen für die am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder aus, auch wenn dies bedeutet, dass Deutschland einen wesentlichen Beitrag leisten wird.

An der politischen Front ist Bundeskanzlerin Angela Merkel nach wie vor die angesehenste Politikerin, und ihre Partei, die Christlich-Demokratische Union (CDU), ist um einen Punkt auf 39% gestiegen, gefolgt von den Grünen, die nun von 19% der Wähler unterstützt würden.

Am 15. Juni soll Deutschland die globale Warnung vor Auslandsreisen zurückziehen, die durch länderspezifische Empfehlungen ersetzt wird, die Reisen zu 31 europäischen Zielen (EU-Mitgliedstaaten, Großbritannien, Island, Norwegen, Schweiz und Liechtenstein) erlauben.

"Ich hoffe, dass es vor Beginn unserer turnusmäßigen Präsidentschaft wieder möglich sein wird, innerhalb Europas unter einheitlichen Bedingungen zu reisen", sagte Bundesaußenminister Heiko Maas mit Blick auf die sechsmonatige Amtszeit Deutschlands ab dem 1. Juli.

Doch während Reisegruppen wie die TUI ihr Bestes getan haben, um die Deutschen davon zu überzeugen, nicht auf Urlaub in beliebten Mittelmeer-Destinationen wie Mallorca zu verzichten, haben Politiker wie der Ministerpräsident des bayerischen "Landes", der konservative Markus Söder, zur Vorsicht gemahnt.

"Es ist kaum vorstellbar, dass die Regeln der Hygiene und des Abstands im Ballermann richtig eingehalten werden können", sagte er diese Woche und bezog sich dabei auf einen mallorquinischen Veranstaltungsort, der bei deutschen Touristen sehr beliebt ist.